Autor Thema: Ticket-Schwarzmarkt  (Gelesen 13792 mal)

Online Gabumon

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Ticket-Schwarzmarkt
« Antwort #180 am: 28. November 2019, 22:55:40 »
Eigentlich wurden den Gebüren vom Bundesverwaltungsdings ein riegel bzw deckel vorgeschoben. Das ist CTS Eventim nur schnurz...
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Offline supere10

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Ticket-Schwarzmarkt
« Antwort #181 am: 29. November 2019, 07:47:19 »
Eigentlich wurden den Gebüren vom Bundesverwaltungsdings ein riegel bzw deckel vorgeschoben. Das ist CTS Eventim nur schnurz...
Die einzige unzulässige Gebühr ist die, für die selbst ausdruckbaren Tickets. Keine andere.

Offline Sascha89

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Ticket-Schwarzmarkt
« Antwort #182 am: 29. November 2019, 14:40:45 »
@sams & Meliciraptor:
Danke für die Tipps, beide direkt mal bestellt.
Das ist Lektüre die mich interessiert! Obwohl ich durch meinen Nebenjob in einem kleinen Club schon hier und da was mitbekomme.

Ich lese zur Zeit folgendes Buch, was ich bisher wärmstens empfehlen kann:



Zitat
Der Schwarzhandel von Tickets erlebt seit einigen Jahren einen regelrechten Boom. Wenn Fans bereit sind, auch das Zehnfache des eigentlichen Ticketwerts zu bezahlen, nur um bei einem Sport- oder Konzertevent dabei zu sein, darf es nicht verwundern, dass sich gut organisierte Banden auf das sogenannte Zweitmarktticketgeschäft spezialisieren.

Tagtäglich enden hunderte eBay-Ticket-Auktionen und Viagogo-Verkäufe zu horrenden Schwarzmarktpreisen. Profidealer handeln in riesigen Stückzahlen mit Eintrittskarten aller Art und kassieren gigantische Gewinne. Wer beim Kartenvorverkauf zu spät kommt, muss entweder auf das Event verzichten oder aber den Schwarzhändlern die Karten wieder abkaufen.
Zahlreiche große Bundesligavereine sind betroffen, aber es trifft genauso Fans großer Musikstars.
Weil Millionengewinne winken, sind gelegentlich sogar Funktionäre von FIFA und DFB in die Ticketschiebereien verstrickt.

Die Öffentlichkeit ist über die Hintergründe des dunklen Geschäfts völlig ahnungslos.
Ein Dealer offenbart in diesem Buch schonungslos, wie brutal es hinter den Kulissen wirklich zugeht.

Quelle


Leider ist das Teil ausverkauft und man bekommt es nur gebraucht für 30-60 EUR.
BAD RELIGION - 40th +1 Anniversary Tour 2021
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Offline NR20

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Ticket-Schwarzmarkt
« Antwort #183 am: 29. November 2019, 14:45:53 »
In der Show "Adam ruins everything", Season 3 Episode 9 geht in einem Teil auch um Tickets, hauptsächlich Ticketmaster die ein riesen Monopol haben.
Gibts aber leider nicht auf YouTube zu sehen.
NEWS: Ich sitze im Keller +++ Ich war gerade auf dem Weg +++ Vorne kurz und hinten lang +++ Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier +++ Ich bin der Kohlemann +++ Da geht mein Baby +++ Gefährlicher als Jackie Chan +++ Ich bin immer parat +++ Wo bin ich denn hier? +++ Lasse redn!

Offline Sascha89

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Ticket-Schwarzmarkt
« Antwort #184 am: 05. Februar 2020, 15:58:02 »
Zitat
Die Ärzte erwirken einstweilige Verfügung gegen Viagogo

Auf gemeinsames Betreiben der Ärzte, ihres Tourneeveranstalters Kiki Ressler von KKT und dem Ticketanbieter OPM hat das Landgericht München I eine einstweilige Verfügung gegen Viagogo erlassen.
05.02.2020 14:58 • von Dietmar Schwenger


Auf gemeinsames Betreiben der Ärzte, ihres Tourneeveranstalters Kiki Ressler von KKT und dem Ticketanbieter OPM hat das Landgericht München I eine einstweilige Verfügung gegen Viagogo erlassen. Viagogo wurde darin gerichtlich unter Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000 Euro ersatzweise Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten verboten, unzutreffende Originalpreise bei Verkaufsangeboten für Tickets der Band zu behaupten.

"Die Nachfrage nach Tickets für die kommende Tournee der Ärzte war sogar noch größer als erwartet", sagt Ressler. "Wir haben allerdings Vorkehrungen zur Bekämpfung des Schwarzmarkthandels mit überteuerten Tickets getroffen, zum Beispiel die Personalisierung der Tickets und ein Weiterverkaufsverbot zu Aufpreisen von über 25 Prozent des auf der Karte aufgedruckten Preises."

Der KKT-Chef erläutert: "Angesichts der falschen und oft horrenden Ticketpreise auf Viagogo war ein schnelles Vorgehen gegen diesen Anbieter jetzt aber erforderlich. Andere Verfahren gegen den Anbieter zeigen, dass es einen langen Atem braucht, um gerichtliche Erfolge durchzusetzen. Wir appellieren daher schon jetzt an alle Fans, derartige Angebote zu überteuerten Preisen zu ignorieren."

Zur Bekämpfung des Ticketschwarzmarktes auch auf anderen Plattformen haben Ressler und die Ärzte zudem die hierauf spezialisierte Kanzlei Schütz Rechtsanwälte beauftragt.

Quelle: http://beta.musikwoche.de/details/447694?fbclid=IwAR0O1ex8wYFkpc6iXvFeDlXFsgPe5Q3XSKfCf2rC9G_sUJnfmKfGDpNsgLs]
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Offline K.Urlaub

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« Antwort #185 am: 05. Februar 2020, 19:53:20 »
Ach ja, diese wahnsinnige Personalisierung  ::)
*denk*

Offline Fox

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« Antwort #186 am: 05. Februar 2020, 19:58:28 »
Ich hab das Gefühl, das KKT garnicht weiß wie der Vorverkauf war und was Personalisierung eigentlich ist.
Suche ein Ticket für Erfurt 2020.

Tauschliste: auf Anfrage

Offline supere10

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« Antwort #187 am: 05. Februar 2020, 20:41:48 »
Man kann doch mittlerweile eh nicht mehr sagen, wie ein VVK läuft, alleine durch die "Ticket Broker", die mit hunderten Accounts und Bots direkt tausende Tickets kaufen.

Online Gabumon

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« Antwort #188 am: 06. Februar 2020, 10:34:34 »
Ich hab das Gefühl, das KKT garnicht weiß wie der Vorverkauf war und was Personalisierung eigentlich ist.

Weiss KKT auch nicht. Es gab keine Personalisierung. Gerichte Prüfen aber so "Einstweilige Verfügungen" nicht. Viagogo könnte da so einfach gegen Vorgehen. Ein Eventim Ticket nehmen und den Richter Fragen wo da eine Personalisierung sein soll  ;D

Viagogo ignoriert die allerdings eh, Ramstein und co haben das auch mit "Einstweiliger Verfügung" versucht. Viagogo hat die nicht akzeptiert und geklagt hat dann auch wieder keiner. Weil ein Urteil könnte auch gut zu gunsten von Viagogo ausgehen. Viagogo musste nur ihre "Garantie" von der Website nehmen und dem Verkäufer wohl die Käuferdaten mitteilen. Mehr nicht. Verboten wurde denen kein Tickethandel. Zumal Viagogo nur als Verkaufsplattform fungiert. Das wäre so als Verklage man eBay weil die Für Immer Single so teuer ist...

So ein "Weiterverkaufsverbot bei mehr als 25%" halte ich für nicht zulässig. Zumal das nicht in den Verkaufsbedingungen der Karten steht. Hab mir gerade meine an der Konzertkasse gekauften Tickets angeguckt. Da steht da kein Wort von. Auch sind die AGB dort nicht einsehbar. Eventim hat so einen passus nicht. Vor allem nicht für NICHT Personalisierte Karten. Dafür einen ganzen abschnitt nur für Ramstein  ;D

Diese Einstweilige Verfügung ist das Papier nicht Wert auf die es gedruckt wird. Viagogo wirds zurecht ignorieren. Egal wie scheisse Viagogo ist. Die Einstweilige Verfügung ist Humbug
« Letzte Änderung: 06. Februar 2020, 10:40:52 von Gabumon »
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Offline Gwendoline2000

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« Antwort #189 am: 07. Februar 2020, 21:25:22 »

Offline Tigi

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« Antwort #190 am: 07. Februar 2020, 22:25:34 »
"Dieses zunehmend wettbewerbsfeindliche Verhalten des primären Ticketmarktes macht sekundäre Ticketing-Plattformen wie viagogo notwendig, um sicherzustellen, dass die Verbraucher sich nicht an den Schwarzmarkt oder unseriöse Händler wenden müssen, die nicht dasselbe Lieferversprechen, denselben Kundendienst und dieselbe Ticket-Garantie bieten."

Was würden wir machen, wenn es nicht diese tolle Ticket-Plattform gäbe? :o ::)

Online Gabumon

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« Antwort #191 am: 08. Februar 2020, 00:13:54 »
Unrecht hat Viagogo ja nicht, eine Seriöse Zweithändlerplattform ist nötig...

Aber das ist halt nicht Viagogo
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Online Badetuch

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« Antwort #192 am: 08. Februar 2020, 08:17:44 »
Da bin ich ganz deiner Meinung.
Solange besser möglich ist, ist gut nicht genug!
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Online Gabumon

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« Antwort #193 am: 08. Februar 2020, 11:42:02 »
Da bin ich ganz deiner Meinung.

Problem ist, das wollen Eventim & co auch gerne selbst machen, mit horrenden Gebühren. Das MUSS unbedingt verhindert werden
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Offline Cermets

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« Antwort #194 am: 08. Februar 2020, 16:43:21 »
Problem ist, das wollen Eventim & co auch gerne selbst machen, mit horrenden Gebühren. Das MUSS unbedingt verhindert werden
Das Eventim Monopol ist meiner Meinung nach eh schon weit zu mächtig. Und dennoch fährt jede noch so "establishment-feindliche" Band ab einer gewissen Größe mit Freude bei ihnen mit. Und das obwohl Ticket verkaufen noch nie so einfach war wie zur heutigen Zeit.

Online Gabumon

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« Antwort #195 am: 08. Februar 2020, 23:11:22 »
Das Eventim Monopol ist meiner Meinung nach eh schon weit zu mächtig. Und dennoch fährt jede noch so "establishment-feindliche" Band ab einer gewissen Größe mit Freude bei ihnen mit. Und das obwohl Ticket verkaufen noch nie so einfach war wie zur heutigen Zeit.

Eventim hat mehrere Vorteile

Einfache Verfügbarkeit. Es gibt in jeder Stadt 3-4 Läden die Tickets verkaufen. Neben dem Onlinehandel ist das auch immer noch sehr wichtig. Kein anderer Anbieter hat das.
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Offline Sascha89

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« Antwort #196 am: 09. Februar 2020, 12:39:23 »

Zitat
Die Ärzte erwirken einstweilige Verfügung gegen Viagogo

Auf gemeinsames Betreiben der Ärzte, ihres Tourneeveranstalters Kiki Ressler von KKT und dem Ticketanbieter OPM hat das Landgericht München I eine einstweilige Verfügung gegen Viagogo erlassen.
05.02.2020 14:58 • von Dietmar Schwenger


Auf gemeinsames Betreiben der Ärzte, ihres Tourneeveranstalters Kiki Ressler von KKT und dem Ticketanbieter OPM hat das Landgericht München I eine einstweilige Verfügung gegen Viagogo erlassen. Viagogo wurde darin gerichtlich unter Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000 Euro ersatzweise Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten verboten, unzutreffende Originalpreise bei Verkaufsangeboten für Tickets der Band zu behaupten.

"Die Nachfrage nach Tickets für die kommende Tournee der Ärzte war sogar noch größer als erwartet", sagt Ressler. "Wir haben allerdings Vorkehrungen zur Bekämpfung des Schwarzmarkthandels mit überteuerten Tickets getroffen, zum Beispiel die Personalisierung der Tickets und ein Weiterverkaufsverbot zu Aufpreisen von über 25 Prozent des auf der Karte aufgedruckten Preises."

Der KKT-Chef erläutert: "Angesichts der falschen und oft horrenden Ticketpreise auf Viagogo war ein schnelles Vorgehen gegen diesen Anbieter jetzt aber erforderlich. Andere Verfahren gegen den Anbieter zeigen, dass es einen langen Atem braucht, um gerichtliche Erfolge durchzusetzen. Wir appellieren daher schon jetzt an alle Fans, derartige Angebote zu überteuerten Preisen zu ignorieren."

Zur Bekämpfung des Ticketschwarzmarktes auch auf anderen Plattformen haben Ressler und die Ärzte zudem die hierauf spezialisierte Kanzlei Schütz Rechtsanwälte beauftragt.

Quelle: http://beta.musikwoche.de/details/447694?fbclid=IwAR0O1ex8wYFkpc6iXvFeDlXFsgPe5Q3XSKfCf2rC9G_sUJnfmKfGDpNsgLs]




Zitat
Nach Gerichtserfolg der Ärzte: Viagogo verschickt Statement
ROLLING STONE berichtete über den Erfolg der Ärzte vor Gericht: Die Band erwirkte eine einstweilige Verfügung gegen Viagogo. Der Ticket-Reseller hat uns daraufhin ein Statement geschickt.


>>> Update: Ärzte reagieren auf Viagogo-Statement

Die Ärzte haben gegen den Ticket-Zweitanbieter Viagogo einen Erfolg vor dem Landgericht München I erzielt: Unter Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000 Euro ersatzweise Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten wird Viagogo gerichtlich verboten, unzutreffende Originalpreise bei Verkaufsangeboten für Tickets der Ärzte zu behaupten. Das meldete zuvor „Musikwoche“.

Der Ärger über Viagogo eint schon seit Jahren Bands wie Fans: Häufig zu Wucherpreisen werden dort Tickets angeboten, die zudem in vielen Fällen ungültig sind, weil sie beim Erstverkauf personalisiert gewesen sind – also den neuen Kartenbesitzern nichts nützen, was aber einfach viele private Käufer nicht wissen.

Eine Pressestelle von Viagogo hat ROLLING STONE nun ein Statement zur Gerichtsentscheidung geschickt. Darin bezeichnet Viagogo den „primären Ticketmarkt“ als „zunehmend wettbewerbsfeindlich“. Deshalb seien „sekundäre Ticketing-Plattformen wie viagogo notwendig, um sicherzustellen, dass die Verbraucher sich nicht an den Schwarzmarkt oder unseriöse Händler wenden müssen, die nicht dasselbe Lieferversprechen, denselben Kundendienst und dieselbe Ticket-Garantie bieten.“

Viagogo bezeichnet sich damit also nicht nur als Vorkämpfer gegen den „primären Ticketmarkt“, sondern auch gegen den „Schwarzmarkt“.

Das ist eine erstaunliche Aussage, waren Die Ärzte doch nicht die einzigen, die gegen Viagogo gerichtlichen Erfolg erzielt haben. So hat die Verbraucherzentrale Bayern 2019 wegen derer Geschäftspraktiken vor dem Landgericht München I erfolgreich geklagt. Viagogo darf nicht mehr länger damit werben, dass die Lieferung „gültiger Tickets“ garantiert wird, wenn das Ticket in Wirklichkeit kein Recht zum Besuch der Veranstaltung verschafft. Außerdem muss Viagogo seinen Kunden künftig die Identität und Anschrift der Ticketverkäufer offenlegen.

Diese Offenlegung war anscheinend notwendig.„Es ist nicht ersichtlich, wer von diesem Preisaufschlag profitiert, weil die Verkäufer anonym bleiben“, sagte damals Tatjana Halm, Teamleiterin Marktwächter in der Verbraucherzentrale Bayern.

>>> Infos der Verbraucherzentrale

Die Verbraucherzentrale schreibt: „Besonders gefragte Tickets können bei Viagogo sogar das Achtfache kosten – das zeigt eine Stichprobe der Marktwächter in Bayern. Die Verbraucherschützer haben die Preisaufschläge auf der Ticketbörse Viagogo für Konzerte in München untersucht. Das Ergebnis: Durchschnittlich kosteten Eintrittskarten für Veranstaltungen im April und Mai 2019 fast das Dreifache des Originalpreises. Die Ticketbörse selbst kassiert zudem mit undurchsichtigen Gebühren ab.“



Schon zu Beginn des Kaufprozesses würden die Tickets zu deutlich höheren Preisen als den Originalpreisen angeboten (durchschnittlich 31 Euro mehr für die jeweils günstigsten Tickets), schreibt weiterhin „marktwaechter.de“.

Viagogo schreibt im aktuellen Statement (s.u.) zudem von „Ticket-Garantie“. Das Landgericht München I hatte 2019 bestätigt, dass diese Garantie von der Plattform nicht eingehalten werden könne. Dies sei eine „eindeutig wettbewerbswidrige Täuschung der User“ (haufe.de).

Erste Erfolge gegen Viagogo wurden bereits 2018 erzielt: Ed Sheeran und der Konzertveranstalter FKP Scorpio erreichten gegen Viagogo vor dem Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung: Das beinhaltet ein Verbot, Tickets für vier Sheeran-Konzerte in Deutschland im Sommer 2019 „mit der Behauptung anzubieten, es handele sich dabei um Eintrittskarten, die den Käufer zum Besuch eines Ed-Sheeran-Konzertes berechtigen“. Zudem dürfe Viagogo nicht mehr behaupten, Tickets zu Originalpreisen anzubieten, wenn dies nicht der Fall sei.
Statement des Viagogo-Pressesprechers, 06. Februar 2020:

viagogo ist eine Plattform, die ausschließlich dazu dient, Käufer und Verkäufer miteinander zu verbinden. Diese einigen sich selbstständig über den Preis eines Tickets.

Nur die Verkäufer sind für die Bereitstellung von Informationen über diese Tickets verantwortlich. Dennoch nimmt viagogo die Überprüfung der Verkäufer auf unserer Website sehr ernst, und wir haben eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Käufer getroffen.

Es kommt häufig vor, dass ein Verkäufer den ursprünglichen Kartenpreis nicht kennt, da die Karten oft von den Veranstaltern für Sponsoren oder andere VIP-Kunden reserviert und ohne einen Listenpreis herausgegeben werden. Anschließend wird nur eine begrenzte Anzahl von Karten der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Dieses zunehmend wettbewerbsfeindliche Verhalten des primären Ticketmarktes macht sekundäre Ticketing-Plattformen wie viagogo notwendig, um sicherzustellen, dass die Verbraucher sich nicht an den Schwarzmarkt oder unseriöse Händler wenden müssen, die nicht dasselbe Lieferversprechen, denselben Kundendienst und dieselbe Ticket-Garantie bieten.

Die beim Landgericht München I erwirkte einstweilige Verfügung ist viagogo noch nicht zugestellt worden. Bis dahin bleibt sie wirkungslos und hat keinen Einfluss auf die Erfahrungen von Käufern und Verkäufern auf unserer Plattform.“


Quelle: https://www.rollingstone.de/viagogo-statement-gerichtserfolg-der-aerzte-1902525/
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Offline Cermets

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« Antwort #197 am: 09. Februar 2020, 13:08:04 »
Eventim hat mehrere Vorteile

Einfache Verfügbarkeit. Es gibt in jeder Stadt 3-4 Läden die Tickets verkaufen. Neben dem Onlinehandel ist das auch immer noch sehr wichtig. Kein anderer Anbieter hat das.
Ich finde einfache E-Tickets mit QR-Codes sind neben dem Onlineversand und den Venues völlig ausreichend.
Mich stört bei Eventim z.B. dass ein E-Ticket am Handy nicht ausreichend sein kann und das Ticket somit ausgedruckt werden muss. Das lösen andere Anbieter ohne vergleichbare Ressourcen besser.

Online Gabumon

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« Antwort #198 am: 09. Februar 2020, 23:15:46 »
Ed Shearan Karten waren aber eben PERSONALISIERT(!!!!) Die konnte Viagogo nicht mit Garantie verkaufen, da war die Einstweilige Verfügung auch angebracht

Die Ärzte karten sind aber NICHT Personalisiert. Daher sind das was Viagogo da anpreist gültige Eintrittskarten. Daher ist die Einstweilige Verfügung nichtig
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« Antwort #199 am: 10. Februar 2020, 08:17:57 »
Das ist halt das Problem. Für eine Tour scheinen da die Kosten doch noch so hoch zu sein, dass viele Bands dann doch auf die richtige Personalisierung verzichten. Diese Variante bei DÄ wirkt so, dass sie das mit draufgepackt haben, um rechtlich dagegen vorgehen zu können.
Da haben es die Bundesligisten dann scheinbar doch einfacher. Beim FC Bayern gibt es den offiziellen Ticketzweitmarkt, d.h. dort kann ich, wenn ich ein Ticket übrig hab, mein Ticket einstellen und ohne Probleme verkaufen bzw. kaufen (mit entsprechender Gebühr). Diese Gebühren liegen aber weit entfernt von dem was bei ViaNoGo an Ticketpreisen aufgerufen wird.
Im Endeffekt müsstest du dich als Band dann doch wieder komplett auf einen Marktriesen stürzen, falls du das System nicht selbst aufziehen willst. (Falls jemand genauere Infos hat, kann er mich gerne korrigieren.)
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