Autor Thema: Ticket-Schwarzmarkt  (Gelesen 14143 mal)

Offline Cermets

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Ticket-Schwarzmarkt
« Antwort #220 am: 24. Februar 2020, 20:58:17 »
Tag 1 in Wien ebenso.
Die Karten, die vorher zurückgegangen sind, sind sowieso wieder in den Pool gewandert, oder?
Somit wirkt das für mich nach einer durchgängigen manipulationsarmen Personalisierung.

Solange es keine Amtlichen eMail Adressen gibt wird das Vorgehen anders nicht möglich sein.

Offline StefanH

  • Ausserirdischer
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Ticket-Schwarzmarkt
« Antwort #221 am: 03. April 2020, 10:06:13 »
Der BFH (Bundesfinanzhof) hat gestern eine Entscheidung veröffentlicht, dass der Weiterverkauf einer Karte fürs Championsleague-Finale einkommensteuerpflichtig ist. Im vorliegenden Fall wurde ein Ticket (offz. Kaufpreis 330 EUR) nach Abzug der Systemgebühren für EUR 2907 verkauft, es blieben also mehr als 2500 EUR Gewinn. Hierfür müssen also Steuern gezahlt werden...
Wo da die Grenze gezogen werden soll, weiß ich nicht, wie das Thema beim FA behandelt wird habe ich mich schon öfter gefragt. mE ist das die erste Entscheidung in diese Richtung und in gewisser Weise auch korrekt.

Wer es nachlesen mag:
https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/822681/.

Offline Tigi

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Ticket-Schwarzmarkt
« Antwort #222 am: 03. April 2020, 12:22:21 »
Der BFH (Bundesfinanzhof) hat gestern eine Entscheidung veröffentlicht, dass der Weiterverkauf einer Karte fürs Championsleague-Finale einkommensteuerpflichtig ist. Im vorliegenden Fall wurde ein Ticket (offz. Kaufpreis 330 EUR) nach Abzug der Systemgebühren für EUR 2907 verkauft, es blieben also mehr als 2500 EUR Gewinn. Hierfür müssen also Steuern gezahlt werden...
Wo da die Grenze gezogen werden soll, weiß ich nicht, wie das Thema beim FA behandelt wird habe ich mich schon öfter gefragt. mE ist das die erste Entscheidung in diese Richtung und in gewisser Weise auch korrekt.

Wer es nachlesen mag:
https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/822681/.

Korrekt, stimme ich Dir zu.
Der Geschäftemacher hat die Anschaffung und Veräußerung von zwei Tickets für das Finale der UEFA Champions League 2015 in Berlin in seiner Einkommensteuererklärung angegeben, da er von der Steuerfreiheit des Veräußerungsgeschäfts ausgegangen ist und erklärte in der eingereichten Einkommensteuererklärung ausdrücklich einen Gewinn in Höhe von 0 €.
Im Normalfall wird der An- und gewinnbringende Verkauf nicht in der Steuererklärung angegeben werden und nach dieser Entscheidung wohl noch weniger.
Das Risiko, vom Finanzamt bei Nichtangabe über eine (stichprobenartige) Kontoprüfung entdeckt zu werden, kann ganz vermieden werden, wenn der Verkauf nicht über eine Ticketplattform erfolgt, sondern per Übergabe mit Barzahlung.

Offline StefanH

  • Ausserirdischer
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Ticket-Schwarzmarkt
« Antwort #223 am: 03. April 2020, 13:54:48 »
Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man damit quasi eine Steuerhinterziehung eingeht, wenn man solche Gewinne in entsprechender Höhe nicht angibt.

Der Kläger hat hier immerhin eine Null angegeben, der alte Spruch meines Mathelehrers ist hier dann Gold Wert. Null ist verdammt wenig, aber nicht Nichts.
« Letzte Änderung: 03. April 2020, 14:59:50 von StefanH »