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El Chefe: "Sobald alle Spacken verschickt sind, wird der DÄFC wiederbelebt, versprochen 8)"

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Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)

Begonnen von El Chefe, 11. Mai 2026, 11:26:53

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Gabumon

NIEMALS hat ein Artist an einer CD 50% verdient.  Wie kommt man bitte auf sowas?

Wenn du die selbst auf deinen Konzerten verkauft hast dann vielleicht, aber nicht im Laden. Da blieben vielleicht 10% über, bei Computerspielen das gleiche.

Stelle noch mal gehört, auch 15% sind sehr hochgegriffen. 5-10% ist realistisch, dass war auch nie anders (gut es gibt verträge wo die Plattenfirma da nur Löhne auszahlt, bei "Superstars" z.b.)
«Das Internet? Gibts diesen Blödsinn immer noch?»
Homer Simpson, Sicherheitsinspektor im Kernkraftwerk Springfield.

supere10


StefanH

Zitat von: sams am 24. Mai 2026, 07:50:12Wie sieht es eigentlich mit solchen Angeboten aus:

Ich biete ein Bonbon an, das auf einem Ticket lag, das den Zugang zu dem sehr gefragten Konzert xy gewährt.
Dieses Bonbon würde dich 500 Euro kosten. Aus Dankbarkeit für den Kauf, bekommst du das Ticket verpflichtend gratis dazu.
Und stelle ich diesen Bonbon , mit dem entsprechenden Text bei einer Gebotsplattform für einen Euro ein, wird es einen Käufer geben der mir meinen Preis zahlen wird. Wie ich Preise bei ebay pushen kann, ist ja jedem bekannt.
Bei der letzten Fußball-EM in Deutschland wurden die Tickets bei Kleinanzeigen meist Büchern beigelegt die verkauft wurden. Ich meine das konnte man nicht oder nur schwer eindämmen. Statt "Ticket Deutschland gegen Schottland" musste man nach entsprechenden Büchern über Deutschland, Schottland oder München suchen.

laternen-joe

Weiß nicht, wer die Thirty Seconds to Mars-Thematik mitbekommen hat, aber wäre das für euch eine Option, um gegen Bots anzukämpfen und so den Ticketmarkt zu normalisieren? Oder ist das nur Katz- und Mausspiel und irgendwann gibt es genug Augen für die Bots? So wie früher billige Leute Captchas gelöst haben, könnten sie ja ihre Augen irgendwo reinhalten. Will man wirklich seine biometrischen Daten für zwei Tickets hergeben?

K.Urlaub

Zitat von: laternen-joe am 31. Mai 2026, 17:14:42Weiß nicht, wer die Thirty Seconds to Mars-Thematik mitbekommen hat, aber wäre das für euch eine Option, um gegen Bots anzukämpfen und so den Ticketmarkt zu normalisieren? Oder ist das nur Katz- und Mausspiel und irgendwann gibt es genug Augen für die Bots? So wie früher billige Leute Captchas gelöst haben, könnten sie ja ihre Augen irgendwo reinhalten. Will man wirklich seine biometrischen Daten für zwei Tickets hergeben?

Ich will das auf gar keinen Fall. Katastrophe.
*denk*

Gabumon

Wenn ich schon den Namen Sam Altman lese möchte ich Kotzen, spielt in einer Liga mit Trump und Musk.
«Das Internet? Gibts diesen Blödsinn immer noch?»
Homer Simpson, Sicherheitsinspektor im Kernkraftwerk Springfield.

gigarod

Zitat von: laternen-joe am 31. Mai 2026, 17:14:42Weiß nicht, wer die Thirty Seconds to Mars-Thematik mitbekommen hat, aber wäre das für euch eine Option, um gegen Bots anzukämpfen und so den Ticketmarkt zu normalisieren? Oder ist das nur Katz- und Mausspiel und irgendwann gibt es genug Augen für die Bots? So wie früher billige Leute Captchas gelöst haben, könnten sie ja ihre Augen irgendwo reinhalten. Will man wirklich seine biometrischen Daten für zwei Tickets hergeben?

Gruselig. Datenschutztechnisch ist das System eine Katastrophe und wird aktuell zurecht in mehreren Staaten auseinandergenommen.
Die sammeln und verarbeiten biometrische Daten, was soll da schon schief gehen? Am besten alles schön mit der eigenen KI vibecodet und puff finden wir demnächst eine riesen Datenbank mit biometrisch einmaligen Merkmalen (die nur schwer änderbar sind) im Netz.

Gabumon

Zitat von: gigarod am 01. Juni 2026, 07:16:43Am besten alles schön mit der eigenen KI vibecodet und puff finden wir demnächst eine riesen Datenbank mit biometrisch einmaligen Merkmalen (die nur schwer änderbar sind) im Netz.

Und da das Zeug in den USA gehostet wird hat natürlich der komplette Trump'sche appart darauf zugriff, Gruselig

Wollte gerade schon schreiben "so blöd kann doch keiner sein".. aber äh.. doch
«Das Internet? Gibts diesen Blödsinn immer noch?»
Homer Simpson, Sicherheitsinspektor im Kernkraftwerk Springfield.

Pounzer

Zitat von: Gabumon am 31. Mai 2026, 19:31:49Wenn ich schon den Namen Sam Altman lese möchte ich Kotzen, spielt in einer Liga mit Trump und Musk.

Mir reicht schon der Name Thirty Seconds to Mars ...

Bloody

ZitatMünchen – Die Nachrichten treffen fast im Stundentakt ein. Immer mehr Konzerte, Festivals und Veranstaltungen müssen abgesagt werden. Manchmal sprechen die Verantwortlichen von produktionsbedingten Gründen, mal wird das sommerliche Wetter vorgeschoben.

Doch in Wirklichkeit steckt hinter zahlreichen Entscheidungen schlicht die bittere Wahrheit: Die Menschen kaufen derzeit keine Karten für Events. Viele Veranstalter würden ein fettes Minus verzeichnen, wenn sie die Termine nicht streichen.

[...]

Giesinger ließ noch einen Appell los: ,,Wenn ihr wisst, dass ihr auf ein Konzert gehen wollt, hilft es uns total, wenn frühzeitig Tickets gekauft werden. So können wir besser planen und solche Absagen im besten Fall vermeiden."

Aber genau da liegt das Problem. Inzwischen entscheiden viele immer kurzfristiger, was sie unternehmen möchten. Die hohen Kosten für den Alltag, das Wetter, andere Freizeitangebote – viele Faktoren spielen da eine Rolle.

Für Veranstalter fällt dadurch jegliche Planungssicherheit weg. ,,Es wird immer riskanter, ein Event zu planen, da kaum jemand bereit ist, Monate im Voraus Tickets zu kaufen", sagt ein Kölner Veranstalter zu EXPRESS.de.

Ernst-Ludwig ,,Ernest" Hartz ist schon ein alter Hase im Business. Aber auch er spürt beim Bonner KunstRasen aktuell die angespannte Lage. ,,Seit Monaten ist das Kaufverhalten der Menschen durch die hohen Lebenshaltungskosten ohnehin gebremst. Eine Zurückhaltung in dieser Form habe ich seit 2012 noch nicht erlebt."

Trotzdem würden die Bands die Gagen immer weiter erhöhen. ,,Viele Gruppen wollen lieber weniger Konzerte geben, bei denen sie dann aber richtig kassieren. Deshalb werden die Ticketpreise für 2027 noch einmal drastisch anziehen", sagt er voraus.

Der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft bezeichnet die Lage als ,,angespannt". Die Produktionskosten seien seit der Pandemie ,,um rund 50 Prozent gestiegen". Ticketpreise hätten dagegen ,,nur um etwa 30 Prozent" erhöht werden können. Besonders drastisch sei die Entwicklung bei Künstlergagen, die sich ,,in Teilen sogar verdreifacht" hätten.

[...]

Andererseits explodieren die Kosten für GEMA-Zahlungen, Toiletten, Zäune, Bühnenbau, Energie und Security. Die Mindestlohnerhöhung verursacht bei einem Event wie dem KunstRasen pro Veranstaltungstag allein 3000 Euro mehr an Kosten. Pro Konzerttag haben die Macher schon ohne die Künstlergage Ausgaben von rund 150.000 Euro. Das Geld will erst einmal verdient werden.
https://www.fr.de/panorama/warum-die-eventbranche-deutschland-gerade-in-eine-krise-rutscht-konzerte-absage-festival-zr-94389185.html

Gabumon

Naja einerseits macht quasi schon Kartenvorvkerauf für 2027, oder für in 8 Monaten und wundert sich dann das die Kunden vorsichtig sind.

Wenn man dann doch nicht kann, dann steht man damit da, das jetzt auch noch Firmen wie JKP aktiv den zweitmarkt bekämpfen wollen ist es klar das die Leute NOCH vorsichtiger werden.
«Das Internet? Gibts diesen Blödsinn immer noch?»
Homer Simpson, Sicherheitsinspektor im Kernkraftwerk Springfield.

phluxx

Ob ein Appell von Max Giesinger an die Kundschaft das Problem jetzt im Kern trifft wage ich zu bezweifeln.

Warum sind grosse Konzerte überhaupt so teuer? Sieht man ja bei DÄ, bei denen sind die kleinen Konzerte deutlich billiger als die grossen. Und das bestimmt nicht, weil sie bei großen Konzerten extra viel Künstergage haben wollen. Bei hohen Hallenkapazitäten hat halt die ganze Branche Dollarzeichen in den Augen, vielleicht ist das eher das Problem, als dass die Besucher Karten zu spät kaufen.

Gabumon

Zitat von: phluxx am 10. Juli 2026, 12:14:31Warum sind grosse Konzerte überhaupt so teuer? Sieht man ja bei DÄ, bei denen sind die kleinen Konzerte deutlich billiger als die grossen.

Hallenmiete, mehr Equipment, mehr Crew, die Band will natürlich auch selbst nicht weniger verdienen, Supportbands..

in einer Halle wie der Turbinenhalle, Palladium steht schon Bühne und alles, in der Kölnarena halt nicht...
«Das Internet? Gibts diesen Blödsinn immer noch?»
Homer Simpson, Sicherheitsinspektor im Kernkraftwerk Springfield.

phluxx

Tja, wenn das halt wirtschaftlich nicht rentabel ist, ständig Bühnen auf- und abzubauen, dann spielt man halt in kleineren Locations, wo die Bühne schon steht. Und wenn die großen Hallen deswegen leer bleiben, dann können sich deren Betreiber ja mal überlegen, ob sie für Konzert-Phasen eine Bühne vorinstallieren. Ich kenne jedenfalls keinen Konzertgänger der explizit nach Riesenhallen gefragt hat.

maxmaxmax

Zitat von: phluxx am 10. Juli 2026, 12:50:43Tja, wenn das halt wirtschaftlich nicht rentabel ist, ständig Bühnen auf- und abzubauen, dann spielt man halt in kleineren Locations, wo die Bühne schon steht. Und wenn die großen Hallen deswegen leer bleiben, dann können sich deren Betreiber ja mal überlegen, ob sie für Konzert-Phasen eine Bühne vorinstallieren. Ich kenne jedenfalls keinen Konzertgänger der explizit nach Riesenhallen gefragt hat.


Guter Punkt
Ich persönlich gehe lieber 3x ins SO36 als einmal ins Olympiastadion

phluxx

Mein Haupt-Punkt war: Grössere Konzerte werden erstmal durch Skaleneffekte billiger, das ist ganz logisch. Eine Kabine auf einem Kreuzfahrtschiff mit 6000 Gästen ist auch billiger als bei 500 Gästen. Das große Konzerte trotzdem teuerer sind, liegt halt daran, was die Industrie daraus macht.

liechtensteiner

Einen Punkt, denn man nicht vergessen darf, ist, dass große Venues viel weniger Termine pro Jahr haben. In der Wuhlheide zB 18 für 2026, im Astra über 100.
Würden die laufenden Kosten proportional mit der Anzahl der Besucher steigen, hieße das, dass pro Ticket in der Wuhlheide dieser Kostenpunkt fünfmal so groß ist wie im Astra. Nun ist mir klar, dass das nicht 1:1 steigt - aber ein Fünftel an Fixkosten pro Platz hat die Wuhle sicher auch nicht, sodass das unterm Strich schon teurer ist. Und klar ist das nur ein Posten und erklärt nicht den ganzen Unterschied. Aber es macht an einigen Stellen Sinn, dass große Venues teurer sind als kleine
Kommende Konzerte:
08.04.27 Berlin        09.04.27 Berlin
17.04.27 Chemnitz
20.04.27 Leipzig      21.04.27 Leipzig
04.05.27 Hamburg  05.05.27 Hamburg
15.05.27 Frankfurt   16.05.27 Frankfurt
29.05.27 Erfurt         30.05.27 Erfurt
05.06.27 Berlin         06.06.27 Berlin
10.08.27 Dresden     11.08.27 Dresden

sams

Am letzten Wochenende hat Finch zwei Konzerte im Stadion an der alten Försterei gespielt.
Die Bühne war wohl vom SonneMondSterne Festival und kostete 250000€ Miete.
Für die ganze Produktion hätten sie bei einem Konzert draufgezahlt, bei zwei Tagen bliebe wohl am Ende was hängen.
Ticketpreise: 72,50
Zuschauerzahl: 25000 je Tag, beide Tage ausverkauft

hier nachzusehen ab ca. Minute 32...

Nur um mal zu verdeutlichen was so eine Produktion an Kosten verursacht.


Zitat von: maxmaxmax am 10. Juli 2026, 14:01:13Guter Punkt
Ich persönlich gehe lieber 3x ins SO36 als einmal ins Olympiastadion

Um die Nachfrage zu bedienen, hätten System Of A Down für die 70000 Menschen die im Berliner Olympiastadion waren, ca. 87 mal das SO36 (Fassungsvermögen ca. 800) bespielen müssen.
Und hätten sie statt im Olympiastadion eine Show im SO36 gegeben, hättest du vermutlich wegen der hohen Nachfrage, keine Karte bekommen.

Zitat von: phluxx am 10. Juli 2026, 14:39:31Mein Haupt-Punkt war: Grössere Konzerte werden erstmal durch Skaleneffekte billiger, das ist ganz logisch. Eine Kabine auf einem Kreuzfahrtschiff mit 6000 Gästen ist auch billiger als bei 500 Gästen.

Ja aber nur weil die Kalkulation eine andere ist. Auf einem großen Kreuzfahrtschiff sind es nicht die Kabinenpreise die die Fahrt kostendeckend machen, sondern die kostenpflichtigen Zusatzangebote.
Wenn ich 6000 Gäste habe, kann ich entstehende Kosten viel besser aufteilen, als es mir bei 500 Gästen möglich wäre.









Tigi

Zitat von: maxmaxmax am 10. Juli 2026, 14:01:13Ich persönlich gehe lieber 3x ins SO36 als einmal ins Olympiastadion

Wenn deine Lieblingsband sehr erfolgreich ist und das Olympiastadion füllt, was machst du dann? Nicht hingehen und hoffen, dass irgendwann der Erfolg nachlässt und du sie dann im SO36 sehen kannst? :D

Heroi

Unabhängig davon, ob in den Venues dauerhaft eine Bühne installiert ist, werden immer Kosten dafür entstehen, die an den Endkunden abgegeben werden (müssen).
Kauft die Venue ihre eigene Bühne hat sie erst die Anschaffungskosten und danach muss diese selbstständig geprüft und gewartet werden. Bedeutet: Personal und Prüfer, die immer wieder Geld kosten.
Bedeutet die Hallenmiete ist tendenziell teurer (sogar dann, wenn die Bühne eventuell gar nicht den Anforderungen des Künstlers entspricht.)
Zusatzequipment für Ton, Licht etc. muss trotzdem angemietet werden.
Auch, wenn es keinen Umbau der eigentlichen Bühnenkonstruktion gibt, wollen Ton, Licht und Special Effects vor, während und nach der Show betreut werden. Du sparst also "nur" an einem Gewerk Mitarbeitende.

Ein Kollege hat mir kürzlich das Budget einer mittelgroßen Band vorgerechnet, für die er längere Zeit vor 15 Jahren gearbeitet hat.
Die haben auch so in Hallen um 6000-8000 Personen getourt und hatten ca. 250.000 Euro pro Auftritt zur Verfügung. Wenn Veranstalter, Ticketing, Hallen, Equipment etc. bezahlt waren, hatten sie noch 50.000 Euro übrig, von denen sie sich selbst und ihre eigene Tourcrew bezahlt haben. Übrig blieb 5000 Euro pro Auftritt, der durch 5 Köpfe in der Band aufgeteilt werden musste.
Und seither ist alles teurer geworden - ergo auch die Tickets.
DBBDW - wir gehen auf Tour. ❤️

08.04.2027 – Berlin    24.04.2027 – Düsseldorf
26.04.2027 – München    27.04.2027 – München
29.04.2027 – Köln    30.04.2027 – Köln
01.04.2027 - Köln    04.05.2027 – Hamburg
05.05.2027 – Hamburg   29.05.2027 – Erfurt
30.05.2027 – Erfurt   06.06.2027 – Berlin
10.08.2027 Dresden   11.08.2027 Dresden