Autor Thema: Ticket-Schwarzmarkt  (Gelesen 13808 mal)

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Ticket-Schwarzmarkt
« Antwort #160 am: 20. November 2019, 22:47:59 »
Was auch ginge, aber ein riesen Aufwand ist: Tickets gibt es nur an Kassen an der Spielstätte. Schön in eine Reihe stellen. Jede Person nur ein Ticket. Ausweislich zeigen, wird direkt eingetragen und abgestempelt. Man kann das Ticket dann nur zurück geben und sein Geld zurück bekommen.

Wurde das mit dem Ticketverkauf nicht so ähnlich 2009 bei dem Hosen-Konzert im SO36 gemacht?
Tauschliste per mail.

Offline liechtensteiner

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Ticket-Schwarzmarkt
« Antwort #161 am: 20. November 2019, 23:28:47 »
Jupp. Und 2006 bei den Ärzten im SO36 ebenso.

Warum dann nicht gleich "Nur Abendkasse"  ;D
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Offline Gabumon

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Ticket-Schwarzmarkt
« Antwort #162 am: 20. November 2019, 23:32:36 »
Das geht bei so großen Arenen nicht

Zudem wollen Veranstalter das Geld möglichst früh haben. Das ist also ziemlicher Humbug, nicht mal irgendwelche Kneipen machen "nur Abendkasse" meine TV Smith Karten fürs Pitcher hab ich auch bei Eventim kaufen dürfen. Und ohne das du mit Eventim zusammenarbeitest bekommst du auch Probleme. Leute wollen ihre Karten möglichst früh... UND bequem
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Offline liechtensteiner

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Ticket-Schwarzmarkt
« Antwort #163 am: 20. November 2019, 23:48:16 »
Mir alles völlig klar, das war nicht ernst gemeint.

Ich hätte null Bock, mich entscheiden zu müssen, ob ich erst kurz vor Einlass anreise und riskiere nicht reinzukommen oder vier Stunden in der Kält stehe. Vor allem, wenn es nicht in meiner Heimatstadt ist.

Das Ergebnis wär wahrscheinlich, dass die Leute dann lieber nicht hingehen. Zu riskant/anstrengend. Und dann spielt die Band vor halbleeren Hallen.
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Offline TT

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Ticket-Schwarzmarkt
« Antwort #164 am: 25. November 2019, 14:39:54 »
Ich bin auch einer von denen, die nur alle paar Tourneen mal auf ein DÄ-Konzert gehen. Und ich bin auch einer von denen, die 4 Tickets gekauft hätten, auch wenn ich bis zum VVK-Termin erst 2 verplant hatte. 2 weitere Leute finden sich immer.

Jetzt habe ich nur 1 Karte für das 3. Konzert in Dortmund bekommen. Oberrang. Ich wohne in Köln und habe natürlich keine Lust nach Dortmund zu fahren, wenn sie ein paar Tage vorher vor meiner Haustür spielen. Im Innenraum würde ich mir das noch geben, aber nicht auf dem Oberrang :D
Daher versuche ich die Karte nun zu tauschen.

Danke übrigens für den sehr informativen Thread hier. Sind schon ein paar gute Ideen dabei. Und ja, Personalisierung muss her. Dann Zweitmarkt über den Händler. Der 1. FC Köln bietet das auch so an. Gut, die wissen, dass die Tickets auch verkauft werden. Wie schon von einigen angemerkt, wollen die Bands und Veranstalter jedoch "Planungssicherheit" und sind froh, wenn sie die Karten 1 Jahr im Voraus (Wahnsinn, früher konnte man Wochen später noch Tickets per Post bestellen, heute dauert es 5 Sekunden und "Sold Out") verkaufen und die Kohle auf dem Konto haben. Wenn dann kurz vor der Tour nochmal 5000 Tickets zurück gegeben werden, ist das nicht so toll.

Mein Tauschgesuch bei ebayKleinanzeigen wurde übrigens nach 10 Minuten gelöscht. Dazu der Verweis auf das ebay-eigene Portal "Stubhub". Quasi Viagogo 2.0. Auch hier werden Gebühren fällig, die den Ticketspreis (Original) übersteigen.
« Letzte Änderung: 25. November 2019, 14:46:08 von TT »

Offline Meliciraptor

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Ticket-Schwarzmarkt
« Antwort #165 am: 25. November 2019, 15:34:04 »
Mein Tauschgesuch bei ebayKleinanzeigen wurde übrigens nach 10 Minuten gelöscht. Dazu der Verweis auf das ebay-eigene Portal "Stubhub". Quasi Viagogo 2.0. Auch hier werden Gebühren fällig, die den Ticketspreis (Original) übersteigen.

Plot Twist: StubHub wurde von Viagogo gekauft (der Kauf wird wohl Anfang nächsten Jahres abgewickelt):

https://www.musicweek.com/live/read/viagogo-acquires-stubhub-for-4-05-billion/078196

“Buyers will have a wider choice of tickets, and sellers will have a wider network of buyers. Bringing these two companies together creates a win-win for fans - more choice and better pricing,” said Eric Baker, CEO of Viagogo.

LOL
Ich wär auch gern Gewinner, statt ständig zu verlieren. Doch ich bin leider für immer, für immer nur Fan von dir.

Offline herbi

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Ticket-Schwarzmarkt
« Antwort #166 am: 25. November 2019, 16:02:09 »
Ich finden interessant, wie viele das Rammstein-Modell für so toll halten.
Soweit ich es verstanden habe, konnte man ab Vorverkaufsstart bis ca. 3 oder 4 Tage vor dem Konzert online um 10€ das ganze einfach und ohne Ausweisdokumente umschreiben lassen.
Ausschließlich die letzten Tage und Vor Ort hat es dann Ausweisdokumente von beiden (Verkäufer/Käufer) gebraucht.
Darum gab es auch jede Menge Angebote in den üblichen Plattformen...
Natürlich sind die Leute vorsichtiger, wenn sie um die Personalisierung wissen, es ist potentiell aufwendiger für Schwarzhändler, da sie weniger Karten auf einen Namen bzw. eine Adresse bestellen können... aber sonst?! Vorgehen das gleiche. Nur die letzten paar Tage sind wirklich ein Problem. Bin dahin mussten sie die Tickets loswerden.

Das von manchen angesprochene Rückkaufen, wird es natürlich auch nie geben. Warum sollte der Veranstalter Tickets zurückkaufen? Da braucht man gar nicht länger darüber schreiben.

Es gibt natürlich eine Variante es wasserdicht und schlecht für Schwarzhändler zu machen. Die Frage ist natürlich ob das gewünscht ist, da dann der Kartenvorverkauf potentiell deutlich langsamer läuft was natürlich lauter Folgeschritte nach sich zieht... Wenn die Konzerte nicht ausverkauft sind, ist der VVK-Start nicht mehr so spannend, wenn man mit Karten an der Abendkassa rechnen kann - wozu früher kaufen? Am entsprechenden Abend regnet es... Dann vielleicht doch daheim bleiben. Angebot und Nachfrage ist halt so ein Zusammenspiel...
Es muss nicht so kommen, aber die Gefahr besteht. Beim aktuellen System sind die Fans zwar angefressen... aber am Ende sind die Hallen voll, die Fans drinnen, alle Karten verkauft... und danach fragt keiner mehr um Schwarzhändler dazwischen einiges abgecasht haben...

Aber zum System:
Ticketverkauf ist personalisiert. Statt Name kommt eine Nummer auf jedes Ticket. Öffentlich zugänglich kann man mit der Nummer und seinem GebDatum prüfen ob der hinterlegte Name der eigene ist.
Braucht man sein Ticket doch nicht ist der einzige Weg der Umpersonalisierung folgender: Auf der Seite mit den Ticketdaten einsteigen und mit Ausweisscan die Weitergabe des Tickets beantragen. Damit wird im Shop für das Konzert ein Ticket freigegeben. Wird das verkauft bekommt der Verkäufer den Originalbetrag, der Käufer zahlt den Originalbetrag (irgendwo kommt die Handling-Fee von XX€ dazu, oder wird geteilt). Der neue Käufer bekommt ein Ticket oder kann es sich ausdrucken. Nummer bleibt gleich. hinterlegtes Geburtsdatum und Name sind anders.
Beim Konzert kommt man nur mit Ausweis mit passendem hinterlegtem Name und Geburtsdatum rein.

Sehr viel ist damit einfach erledigt. KEIN Käufer kann ein Ticket weiterverkaufen. Braucht man es doch nicht, geht es nur über den Originalshop wo man immer ein paar Euro weniger (Handling-Fee) retour bekommt. Damit ist der Schwarzmarkt (sofern die Kontrolle stattfindet!!!) zu 100% ausgeschaltet. Das Portal funktioniert bis 1h vor Konzertbeginn, d.h. auch spontan krank werden ist kein Problem, wenn kurzfristig wer seine Karte verkaufen will. Kurzfristig kann man auch bei der Abendkassa zurückgegebene Tickets kaufen. Ob im Shop zurückgegebene Karten oder noch nicht verkaufte Karten (wenn nicht ausverkauft) vorgereiht werden kann der Veranstalter entscheiden.

Das System ist fast perfekt und kostet nicht die Welt. Der große Vorteil ist auch der einzige große Nachteil. Bei Konzerten mit großer Nachfrage ist es halt blöd wenn ein anderer Freund mitgehen will. Der eine kann nur zurückgeben, ob der andere eine Karte bekommt ist fraglich. Ebenso wenn man seinen Schatz mitnehmen will und bis zum Konzert hat man einen neuen Schatz. Vielleicht muss man alleine gehen...

Davon abgesehen sollte es keinen Nachteil haben aber wasserdicht sein. Was meint ihr?


Offline Bonsai1988

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Ticket-Schwarzmarkt
« Antwort #167 am: 25. November 2019, 16:24:44 »
Das System ist fast perfekt und kostet nicht die Welt. Der große Vorteil ist auch der einzige große Nachteil. Bei Konzerten mit großer Nachfrage ist es halt blöd wenn ein anderer Freund mitgehen will. Der eine kann nur zurückgeben, ob der andere eine Karte bekommt ist fraglich. Ebenso wenn man seinen Schatz mitnehmen will und bis zum Konzert hat man einen neuen Schatz. Vielleicht muss man alleine gehen...

Ich denke ein solches Vorgehen, dass Tickets nur über den Shop umgetauscht/umgeschrieben werden können wäre sicherlich sinnvoll und würde den Schwarzmarkt um einiges erschweren (denn kein System ist perfekt ;)).
Bzgl. der Aussage, dass wenn ein "anderer Freund/Freundin mitgehen will", kann man dies auch einfacher gestalten, dass wenn man die von dir erwähnte Kombi aus ID und Perso umsetzen würde, einfach alle Karten über diese Kombi laufen und die Personen, die mitgehen nur in Anwesenheit des Käufers aufs Konzert kommen. Somit würde man sich entsprechende kompliziertes Umschreiben sparen. Hätte natürlich den Nachteil, dass man die Karten natürlich dennoch weiterverkaufen könnte, wenn man sich dann vor der Halle trifft und gemeinsam rein geht, aber who cares
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Offline Sascha89

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Ticket-Schwarzmarkt
« Antwort #168 am: 25. November 2019, 16:32:57 »
Ich habe mein Rammstein Ticket für Frankfurt 2019 zwei Wochen (oder eine? keine Ahnung mehr) über Eventim Fansale verkauft.
Die komplette Abwicklung inkl. Bezahlung lief über Eventim.

Ich habe über mein Eventim Konto mein bestelltes Ticket ausgewählt, zum Verkauf eingestellt (Preis angegeben, hier konnte man wählen; aber Eventim bewertet ob fair oder nicht).
Danach erhält man einen Link mit welchem man exklusiv 24 Stunden lang auf das Angebot kommt, erst dann geht das Ding öffentlich in den Verkauf.

Ich fand das so ganz gut.
BAD RELIGION - 40th +1 Anniversary Tour 2021
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Offline Gabumon

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« Antwort #169 am: 25. November 2019, 16:41:53 »
Man kann die Tickets auch einfach personalisieren OHNE möglichkeit des Umtausches. Bleiben hallt ein paar Plätze leer

Und mal echt. Mehr als ein Jahr vorlaufzeit? Da kann keiner kommen mit "Ich muss Arbeiten" "Da Heirate ich" ...
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Offline StefanH

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« Antwort #170 am: 25. November 2019, 16:47:50 »
Man kann die Tickets auch einfach personalisieren OHNE möglichkeit des Umtausches. Bleiben hallt ein paar Plätze leer

Und mal echt. Mehr als ein Jahr vorlaufzeit? Da kann keiner kommen mit "Ich muss Arbeiten" "Da Heirate ich" ...
Heirate ICH, das hat man in den eigenen Händen, aber andere Dinge nicht. Und sei es nur ne Krankheit die einen ans Bett fesselt oder so.

Offline Gabumon

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« Antwort #171 am: 25. November 2019, 22:07:05 »
Krankheit ist halt pech

Und wenn wer sagt "Hey ich heirate da" muss man halt abschätzen was wichtiger ist... Ist doch als Konzertveranstalter nicht mein Problem?
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Offline herbi

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« Antwort #172 am: 26. November 2019, 09:40:59 »
Ich denke ein solches Vorgehen, dass Tickets nur über den Shop umgetauscht/umgeschrieben werden können wäre sicherlich sinnvoll und würde den Schwarzmarkt um einiges erschweren (denn kein System ist perfekt ;)).
Bzgl. der Aussage, dass wenn ein "anderer Freund/Freundin mitgehen will", kann man dies auch einfacher gestalten, dass wenn man die von dir erwähnte Kombi aus ID und Perso umsetzen würde, einfach alle Karten über diese Kombi laufen und die Personen, die mitgehen nur in Anwesenheit des Käufers aufs Konzert kommen. Somit würde man sich entsprechende kompliziertes Umschreiben sparen. Hätte natürlich den Nachteil, dass man die Karten natürlich dennoch weiterverkaufen könnte, wenn man sich dann vor der Halle trifft und gemeinsam rein geht, aber who cares

Genau solche Extras machen das System erst recht wieder auf, und jeder Schwarzhändler kann 3 Karten zu Mondpreisen verkaufen. Daher sinnlos. Sowas geht nur ganz oder gar nicht.
Wenn sich wer traut... Meinem Wissen nach hat sich ja bis heute noch keiner getraut auch nur irgendwas durchzuziehen...
Bei EMs und WMs weiß jeder der schon mal dort war, dass kein einziger Ausweis kontrolliert wird... Dort gibt es übrigens das von dir erwähnte Prinzip, dass nur der Käufer auf allen Karten aufgedruckt wird.
Mit der ID bei meinem TIckets ist alles klar. Beim Eingang wird die ID angegeben und diese mit System und Ausweis verglichen. Letztlich braucht es gar kein Ticket, die ID kann ich auch auf einem Zettel oder digital mithaben... es geht ja nur darum welcher Name und GebDatum hinter der ID stecken. Das ist dann noch ein sehr großer Vorteil, weil es dann alle Leute checken... Wenn es "DAS TICKET" nicht gibt, ist es logisch, dass der Ausweis das um und auf wird und man ohne nicht rein kommt. Wer den Ausweis nicht mit hat hat ja nur eine Nummer die genauso geraten sein kann.
Es stimmt schon, dass nix perfekt ist, aber mein System wäre schon recht nahe dran - und von den Kosten OK. Wie gesagt: Wenn man das will...

Offline supere10

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« Antwort #173 am: 26. November 2019, 14:25:51 »
Namen auf die Tickets, am Einlass Ausweis kontrollieren. Name und Ausweis passen nicht = kein Einlass.
Wer nicht kann, gibt sein Ticket zurück, bekommt sein Geld und das Ticket wird regulär wieder in den Verkauf gegeben.

Offline Cermets

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Ticket-Schwarzmarkt
« Antwort #174 am: 26. November 2019, 17:58:34 »
Wer nicht kann, gibt sein Ticket zurück, bekommt sein Geld und das Ticket wird regulär wieder in den Verkauf gegeben.
Wird nur kein Händler machen, wenn das Konzert nicht garantiert ausverkauft ist.

Offline Gabumon

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« Antwort #175 am: 27. November 2019, 09:57:23 »
Wird nur kein Händler machen, wenn das Konzert nicht garantiert ausverkauft ist.
Warum sollte man auch umtausch mahen

Wenn ich Krank bin und den teuren Truthahn im Kühlschrank nicht essen kann und der schlecht wird ist das auch mein Pech. Es gibt kein Rückgaberecht für Tickets.

https://www.anwalt.de/rechtstipps/kein-widerrufsrecht-fuer-online-tickets_085005.html

A.) Kein Rückgaberecht im Fernabsatz

B.) Langer Zeitraum ist nicht definiert. ABER: ntscheidend fürs Widerrufsrecht ist aber, ob der Anbieter bereits Vorkehrungen für die Veranstaltung – wie die Anmietung von Räumen oder Bestellung von Speisen. Konzerte werden nach Besucherzahl geplant (Gibts zu wenige wird runtergestuft/abgesagt wenn zuviele hochgestuft/Zusatzkonzerte) Ich folgere daraus das es kein Rückgaberecht für Konzerttickets gibt

C.) bei Nötigung wäre Rückgabe vorstellbar. Na? hinter wem stand Farin Urlaub mit einer Waffe? :D

Es gibt wohl ein paar Ausnahmen, was die Ticketfirmen aber auch berücksichtigen:

- Verschiebung des Konzertes
- Fällt ersatzlos aus
- Vorgruppe fällt aus (ist mir mal passiert... war aber trotzdem da)
- Statt Die Ärzte spielt da plötzlich Peter Maffay (relevant bei Festivals)
- Tickets kommen erst nach dem Gig an
- Band verspätet sich immens... passiert gar nicht so selten besonders bei irgendwelchen US Sternchen..

Die Verbraucherzentrale hat da noch so ein paar sachen

- Der Gig ist zu kurz, bei einer Band wie die Ärzte kann man 3 stunden erwarten, ... Hallo Zwickau  ;D
- Bei der Taschenkontrolle muss alles was beschlagnahmt wird (ausser illegales) unbeschädigt(!) zurückgegeben werden, auch die Dose Bier. Da wäre der Veranstalter schadensersatzplichtig
- Wenn der Veranstalter plötzlich mit Regeln auftaucht die nicht auf dem Ticket/Der zum Kauf einsehbaren AGB ankommt. Z.b. Wenn Essen nicht verboten wurd auf Ticket/AGB bei Kauf kann der Veranstalter das mitbringen nicht verbieten. In dem Fall ist der Veranstalter sogar Schadensersatzpflichtig.
- Der gebuchte Platz ist belegt
- Der Veranstalter darf zwar natürlich Fotoapperate und Handys verbieten, aber sagen wir man muss die Handys abgeben und man bekommt seines beschädigt zurück. Haftet der Veranstalter

Am wichtigstens ist aber, auch die Verbraucherzentrale sagt das Personalisierte Tickets nicht umgetauscht werden müssen.

Zitat
15. Sie wollen die Eintrittskarten verschenken / verkaufen.

Wer eine Eintrittskarte für sich gekauft hat, dann aber nicht zur Veranstaltung kann, darf sie grundsätzlich verschenken oder verkaufen, jedenfalls solange die Karte nicht personalisiert ist und sich der Weiterverkauf im privaten Rahmen hält.

Schwieriger wird es bei Tickets, auf denen der Name des Besuchers steht. Damit kommen andere Personen im Zweifel nicht durch die Einlasskontrolle. Erkundigen Sie sich daher vorher bei dem Veranstalter, ob die Karte umgeschrieben werden kann.

https://www.verbraucherzentrale.de/kundenrechte/festivals-und-konzerte-von-abbruch-bis-zu-kurz-12793
« Letzte Änderung: 27. November 2019, 10:13:54 von Gabumon »
«Das Internet? Gibts diesen Blödsinn immer noch?»
Homer Simpson, Sicherheitsinspektor im Kernkraftwerk Springfield.

Offline Tigi

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« Antwort #176 am: 27. November 2019, 10:13:01 »
Ein Widerrufsrecht würde sowieso ins Leere laufen wegen der Widerrufsfrist von 14 Tagen ab Vertragsschluss.
« Letzte Änderung: 27. November 2019, 10:16:00 von Tigi »

Offline herbi

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« Antwort #177 am: 28. November 2019, 08:05:43 »
Namen auf die Tickets, am Einlass Ausweis kontrollieren. Name und Ausweis passen nicht = kein Einlass.
Wer nicht kann, gibt sein Ticket zurück, bekommt sein Geld und das Ticket wird regulär wieder in den Verkauf gegeben.

Lies meinen Vorschlag. Der erledigt das Problem, von der Rückgabe (macht logischerweise KEIN Veranstalter) Elegant und ohne Schwarzmarkt. Es ist ganz einfach, wenn man es will...

Offline sams

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Ticket-Schwarzmarkt
« Antwort #178 am: 28. November 2019, 19:58:28 »
Auch wenn´s nur indirekt was mit dem Thema zu tun hat, scheint es ganz interessant zu sein und ich habe es mal bestellt:

 



Stadionkonzerte und Ticketing sind gigantische Geldmaschinen. "Wie Großkonzerne die kulturelle Vielfalt zerstören" heißt ein Buch des Veranstalters Berthold Seliger, über das in München diskutiert wird

Es sind die kleinen Clubs und soziokulturellen Zentren, in denen die Kultur entsteht. Und nicht die großen Hallen und Stadien, in denen Künstler meist erst auftreten, wenn sie zu Stars geworden sind. Das ist, okay, eine Binsenweisheit. Aber eine, an die man ab und an erinnern muss, zum Beispiel dann, wenn man vom Imperiengeschäft erzählt. Wie Berthold Seliger, der am Mittwoch in einem solchen Club, dem Münchner Harry Klein mit einem zweistündigen Vortrag sein Buch "Vom Imperiengeschäft" vorstellte. "Wie Großkonzerne die kulturelle Vielfalt zerstören" heißt der Untertitel, und wie diese das anstellen, dafür gab es reichlich ernüchterndes Anschauungsmaterial.

Etwa 40 Zuhörer waren gekommen, darunter auch ein paar hiesige Veranstalter, um sich die Ausführungen des Publizisten, Konzertagenten und Tournee-Veranstalters anzuhören. Eingeladen hatte ihn dazu der Verband für Popkultur in Bayern e.V., als Teil einer Veranstaltungsreihe, zu der auch Vorträge in Würzburg, Nürnberg und Regensburg gehörten. Denn, das wurde schnell klar: Die Imperiengeschäfte gehen uns alle an, die sich für Musik, für Live-Konzerte interessieren. Und die sich immer mehr dazu genötigt sehen, viel Geld dafür zu zahlen. Das gilt jedenfalls für große Popkonzerte oder Festivals, hinter denen Großunternehmen stehen, welche die Preise nach oben treiben. Das machen sie, indem sie sich Musiker, Veranstalter und Agenturen, Clubs, Hallen und Festivals einverleiben, zu hohe Vorverkaufsgebühren verlangen, sich spezielle Werbe-Deals und Ticketing-Modelle ausdenken wie Platin- oder VIP-Tickets, ein "dynamisches" Preissystem oder "Verified Fan", wo man durch den Merchandise-Kauf Punkte sammeln kann. Mit der Folge, dass Karten für die Rolling Stones bis zu 1000 Euro kosten. Oder man kein Ticket für Taylor Swift bekommt, weil man nicht genügend Bonuspunkte hat.

Die Beteiligung am Ticket-Schwarzmarkt und an Big Data gehört ebenfalls zum Imperiengeschäft. Ein Begriff, den der in Fürstenfeldbruck aufgewachsene, in Berlin lebende Seliger sich aus der Serie "Breaking Bad" geliehen hat. Damit gemeint ist, dass es den Konzernen rein um Profit und Wachstum gehe, und nicht um die Musik. Die sei eigentlich nur da, um als hippes Produkt Hedgefonds, Private-Equity- und Werbekunden anzulocken. Denn das Hauptgeschäft wird nicht mit Konzerten, sondern mit Advertising, Sponsoring und vor allem Ticketing gemacht. Ein reines Provisionsgeschäft, mit wenig Kosten, wenig Risiko und großen Gewinnmargen, wie Seliger mit Zahlen belegte.

Die Zahlen stammen von Live Nation und CTS Eventim, die mit der Anschutz Entertainment Group (AEG) zu den Big Playern im Konzertgeschäft gehören. Live Nation ist ein börsennotierter US-Medienkonzern, der 2018 etwa 40 000 Konzerte und 104 Festivals in 44 Ländern veranstaltet und über die Teilfirma Ticketmaster 480 Millionen Tickets verkauft hat. Außerdem gehören ihm mehr als 200 Veranstaltungsorte und die Managementfirmen von Madonna und U2. In München hat Live Nation seit 2018 eine Niederlassung, veranstaltet hier Konzerte und im Herbst 2020, so der Plan, das Festival "Superbloom": ein Ableger des Lollapalooza-Festivals.


 
Deutschland-Chef von Live Nation ist Marek Lieberberg, der jahrelang "Rock im Park" in Nürnberg veranstaltet hat. Die Marek Lieberberg Konzertagentur gibt es immer noch, aber die gehört jetzt CTS Eventim. Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Sitz in München und war in den vergangenen Monaten in den Medien, weil Andreas Scheuer es mit der Umsetzung der geplatzten Maut beauftragt hat. Ansonsten kennt wohl jeder Konzertgänger CTS Eventim, weil es in Deutschland eine Monopolstellung im Ticket-Verkauf hat. Weshalb auch Seliger oft deren Plattform nutzen muss, genauso wie hiesige Veranstalter. Michael Rapino, Präsident von Live Nation, verdient im Jahr mehr als 70 Millionen Dollar. CTS-Eventim-Gründer Klaus-Peter Schulenberg ist Milliardär, während ein freier Musiker hier im Durchschnitt 14 000 Euro im Jahr verdient. Zumindest, wenn er nicht wie etwa Ed Sheeran zu den Fünf Prozent der Musiker gehört, die 85 Prozent des Umsatzes ausmachen und Teil des Imperiengeschäftes sind. Sie hätten laut Seliger die größte Macht, diese Geschäfte einzudämmen, aber: "Musiker sind nicht immer unsere Freunde".

Weitere Lösungsvorschläge von Seliger: nichtkommerzielle Ticketplattformen und ein Deckel für Vorverkaufsgebühren. Ein Engagement der Kommunen, die städtische Tickets selbst verkaufen könnten, anstatt Privatunternehmen zu engagieren. Die Zerschlagung von Firmen wie CTS Eventim durch härteres Kartellrecht. Ein Vorgehen, das laut Seliger kein Kommunismus ist, sondern in den USA häufig vorkommt, um den Wettbewerb zu schützen. Ein Fonds, der Verluste bei Clubkonzerten ausgleicht und sich aus Ticketing-Umsätzen speist. Oder ein Kulturraumschutz für Kinos, Buchläden und Clubs wie Harry Klein, dessen Gebäude von einem Investor gekauft wurde und dessen Zukunft unsicher ist. Wie auch die von Künstlern und kleinen Veranstaltern, wenn es mit dem Imperiengeschäft so weiter geht.

Quelle: https://www.sueddeutsche.de/kultur/kommerzkultur-zurueckschlagen-gegen-das-imperium-1.4701760
Was ich suche, kann man hier sehen.





Offline Meliciraptor

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Ticket-Schwarzmarkt
« Antwort #179 am: 28. November 2019, 21:44:51 »
Ich hab auch letztens ein Buch von Seliger angefangen. Es heißt "Das Geschäft mit der Musik. Ein Insiderbericht". Liest sich bisher ganz gut.

Zitat
Jeder hört Musik, doch kaum einer weiß wirklich, wie sie zum »Produkt« gemacht wird.
Dieses Buch ist eine instruktive Einführung in fast alle Facetten des Geschäfts mit der Musik.
Es wird erklärt, wie das Tourneegeschäft, die Plattenfirmen, das Copyright, Sponsoring oder die Gema funktionieren, und der Autor diskutiert die aktuellen Geschäftsmodelle und befasst sich mit der Rolle der Künstler und Kulturarbeiter, aber auch mit ihrer miserablen sozialen Situation.
Doch dieses Buch ist auch eine Streitschrift für eine andere Kultur. Fast alle Bereiche des Musikgeschäfts werden heute von Großkonzernen dominiert – die Vielfalt der Kultur ist längst in Gefahr. Gleichzeitig erleben wir den Quotenterror – es zählt nur noch, was sich »verkauft«.
Die Verhältnisse werden von Monopolen und der Politik, die den »Staatspop« fördert, bestimmt.
Dem setzt Seliger, "Deutschlands eloquentester Konzertagent" (Berliner Zeitung), ein Plädoyer für eine selbstbestimmte Kunst entgegen, die nach anderen Kriterien als denen des "Marktes" bewertet werden sollte.

https://www.bseliger.de/kuenstler/geschaeft-mit-musik-ein-insiderbericht
Ich wär auch gern Gewinner, statt ständig zu verlieren. Doch ich bin leider für immer, für immer nur Fan von dir.