Kill-Them-All

Der Rest => Rock'n'Roll Überboard => Thema gestartet von: El Chefe am 11. Mai 2026, 11:26:53

Titel: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: El Chefe am 11. Mai 2026, 11:26:53
ZitatDer Ticketzweitmarkt entwickelt sich zunehmend zu einem unregulierten Parallelmarkt mit erheblichen Folgen für Fans und die gesamte Livebranche. Tickets werden automatisiert aufgekauft und anschließend zu unsittlichen Wucherpreisen weiterverkauft. Ticketpreise von bis zu 5.500,- € sind auf den einschlägigen Seiten zu finden.

Gemeinsam mit dem Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV) haben wir als PRO MUSIK einen Offenen Brief an die Bundesregierung initiiert, der von einem breiten Bündnis aus namhaften Künstler*innen, Veranstalter*innen und Branchenverbänden unterzeichnet wurde.

Mit dabei sind u.a. Die Toten Hosen | Nina Chuba | Die Ärzte | AnnenMayKantereit | Johannes Oerding | Ikkimel | Thees Uhlmann | Bernd Stelter | Element of Crime | Kraftklub | Annett Louisan und viele mehr. Der Deutsche Musikrat unterstützt die Forderungen des Briefes ebenso wie die LiveKomm und die Musikschaffendenverbände.

Pressemitteilung (https://www.promusikverband.de/post/musikerinnen-erheben-ihre-stimme-wir-fordern-von-der-bundesregierung-wucher-tickets-zu-verbieten/)

Offener Brief (https://www.promusikverband.de/wp-content/uploads/2026/05/Offener-Brief_Ticketzweitmarkt-Gegen-Wucher-und-Betrug-PRO-MUSIK.pdf)
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 11. Mai 2026, 12:46:37
Zitat1. Veranstalterrecht auf Weiterverkaufskontrolle: Veranstalter*innen sollen
gesetzlich das Recht erhalten, festzulegen, auf welchen Plattformen Tickets
weiterverkauft werden dürfen und Angebote außerhalb autorisierter Kanäle
per ,,Notice and Takedown" löschen lassen zu können

ABSOLUT dagegen, dann schaffen die sich eine Plattform wo die Haufenweise Gebüren abzocken können. Mal ganz FDP Like gesagt "Der Markt regelt das". Alles andere ok, aber da da geht gar nicht..

Dieser "Ticketzweitmarkt" betrifft ja eh nur Große und Riesenbands, von daher ist mir das ansonsten relativ egal..
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Beitrag von: Märzhase am 11. Mai 2026, 13:02:51
Der Markt regelt eben nicht, siehe El Chefes Post.
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Beitrag von: Jocke am 11. Mai 2026, 13:42:35
Zitat von: Märzhase am 11. Mai 2026, 13:02:51Der Markt regelt eben nicht, siehe El Chefes Post.
Der Schwarzmarkt regelt das, meinte Gabu :-X
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Beitrag von: Gabumon am 11. Mai 2026, 14:54:13
Zitat von: Jocke am 11. Mai 2026, 13:42:35Der Schwarzmarkt regelt das, meinte Gabu :-X
Ich bin immer noch der Meinung das auf eBay/Kleinanzeigen 2. Mündige Bürger einen Vertrag untereinander abschließen und das die Ticketklitschen absolut nichts angeht.

Wenn jemand meint für irgendeine Tröte 400€ ausgeben zu wollen.

Was anderes sind ja Viagogo und co, ich find auch Ticketmaster mit ihrem Dynamik Pricing. Nach Interesse viel schlimmer. Aber davon ist da natürlich kein Wort.
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Beitrag von: AshleyWilliams am 11. Mai 2026, 15:02:00
Bin auch dagegen für einen Verkauf eine Plattform aufgezwungen zu bekommen.
Was viel wichtiger wäre, wenn das Finanzamt und das Gewerbeamt sich mal kümmern. Das ist nämlich ziemlich sicher teilweise illegale Schwarzarbeit, wenn Leute da massig Tickets zum Wiederverkauf kaufen.
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Beitrag von: El Chefe am 11. Mai 2026, 15:27:49
Zitat von: Gabumon am 11. Mai 2026, 14:54:13ich find auch Ticketmaster mit ihrem Dynamik Pricing. Nach Interesse viel schlimmer. Aber davon ist da natürlich kein Wort.

ZitatWenn jemand meint für irgendeine Tröte 400€ ausgeben zu wollen.

Ja was den nun? Soll man es dem Käufer überlassen wieviel Geld ausgegeben wird pro Ticket oder nicht, dachte der Markt regelt?  ;)

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Beitrag von: Gabumon am 11. Mai 2026, 15:35:38
Beim Dynamik Pricing hast ja gar keine andere Wahl an Tickets zu kommen.

Zweitmarkt kannst halt sagen "ist mir zu teuer, ich gucke später nochmal..."

Und Natürlich gehört Viagogo auch ein Riegel vorgeschoben, aber nicht so, die interessiert das nämlich nicht was die hier fordern.
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Beitrag von: maxmaxmax am 11. Mai 2026, 15:56:28
Dynamic Pricing würde dem ganzen ein (negatives) Ende setzen.
Die Preise würden über Kurz oder Lang dermaßen in die Höhe schießen, bis niemand mehr kommt.

Jeder Preis ist elastisch. Aber jedes noch so elastische Gummiband reisst irgendwann mal.


Und am Ende leiden kleine Clubs, kleine Bands und all die, die im Hintergrund arbeiten.
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Beitrag von: Märzhase am 11. Mai 2026, 18:36:39
Zitat von: maxmaxmax am 11. Mai 2026, 15:56:28Dynamic Pricing würde dem ganzen ein (negatives) Ende setzen.
Die Preise würden über Kurz oder Lang dermaßen in die Höhe schießen, bis niemand mehr kommt.
Also ich kenne Dynamic pricing nur vom Broadway, da lief es anders. Hohe Nachfrage steigende Preise, geringe Nachfrage fallende Preise. Nur bei absoluten Hypeshows sind die Preise nie gefallen, ich erinnere mich an Hamilton, Samstag Abend vorne 1000 Dollar pro Karte. Leer sind die Theater aber nie und ich hab bei kleineren Shows Preise tatsächlich auch mal fallen sehen. Dynamic eben. Oder ist das Konzept in Europa anders?

Edit: Dollar sind zwar doller als mach andere Währung, werden aber nicht so geschrieben.

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Beitrag von: MatzeHH am 11. Mai 2026, 19:29:16
Wow, ich bin mit Gabu einer Meinung!
Ich wünsche mir auch keine von den Veranstaltern kontrollierte Verkaufsplattform.

Der private Handel von Tickets untereinander sollte weiterhin privat möglich sein.
Nur den professionellen Wiederverkäufern muss das Handwerk gelegt werden
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Beitrag von: Gabumon am 11. Mai 2026, 19:46:18
Zitat von: MatzeHH am 11. Mai 2026, 19:29:16Nur den professionellen Wiederverkäufern muss das Handwerk gelegt werden

Hätten wir doch ein Amt was das könnte so eine art Gewerbeamt oder Finanzamt die sowas kontrollieren. Dann würde ja nur noch ein Kartellamt fehlen das Preisabsprachen unterbindet.  ;D
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Beitrag von: Jocke am 11. Mai 2026, 20:05:47
Zitat von: Gabumon am 11. Mai 2026, 14:54:13Ich bin immer noch der Meinung das auf eBay/Kleinanzeigen 2. Mündige Bürger einen Vertrag untereinander abschließen und das die Ticketklitschen absolut nichts angeht.

Wenn jemand meint für irgendeine Tröte 400€ ausgeben zu wollen.

Was anderes sind ja Viagogo und co, ich find auch Ticketmaster mit ihrem Dynamik Pricing. Nach Interesse viel schlimmer. Aber davon ist da natürlich kein Wort.
Aber Viagogo und Co sind doch eigentlich auch Teil von "Der Markt regelt das". Menschen erkannten im Ticket-Wiederverkaufsmarkt ein Geschäftsmodell und so sind Plattformen bzw Unternehmen wie viagogo entstanden. Dass dann gefälschte oder ungültige Tickets verkauft werden, ist natürlich Betrug. Aber grundsätzlich könnte man viagogo auch als Teil von "der Markt regelt das" bezeichnen.

Ich bin auch dafür, dass ein privater Ticketverkauf zu humanen Preisen bspw. über kleinanzeigen erlaubt bleibt. Die Grenzen zu ziehen ist hier aber unheimlich schwer, weil es immer Menschen geben wird, die rare Tickets gezielt erwerben um dadurch Gewinne einzufahren (genauso wie zB limitierte Platten mit Gewinnabsichten erworben werden)
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Beitrag von: Gabumon am 11. Mai 2026, 20:53:16
Zitat von: Jocke am 11. Mai 2026, 20:05:47(genauso wie zB limitierte Platten mit Gewinnabsichten erworben werden)

Aber darüber regt sich die Musikindustrie halt auch gar nicht auf, die Forcieren das sogar mittels künstlicher raritätenbildung z.b. beim RSD, oder dieses 374 Blaue Vinyls, 358 Grüne und 4 Gelbe...
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Beitrag von: Jocke am 11. Mai 2026, 21:18:51
Zitat von: Gabumon am 11. Mai 2026, 20:53:16Aber darüber regt sich die Musikindustrie halt auch gar nicht auf, die Forcieren das sogar mittels künstlicher raritätenbildung z.b. beim RSD, oder dieses 374 Blaue Vinyls, 358 Grüne und 4 Gelbe...
Der Ticketmarkt ist halt viel größer und entsprechend auch der Hebel, auf dem Zweitmarkt Gewinne zu erzielen.
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Beitrag von: ruwen am 11. Mai 2026, 22:53:36
Zitat von: Jocke am 11. Mai 2026, 20:05:47Ich bin auch dafür, dass ein privater Ticketverkauf zu humanen Preisen bspw. über kleinanzeigen erlaubt bleibt. Die Grenzen zu ziehen ist hier aber unheimlich schwer, weil es immer Menschen geben wird, die rare Tickets gezielt erwerben um dadurch Gewinne einzufahren (genauso wie zB limitierte Platten mit Gewinnabsichten erworben werden)

Vielleicht klassifiziert man alles was zum Originalpreis (inkl aller Gebühren) + Post verkauft wird als Privat. Da darf es dann in meinen Augen auch keine Einschränkungen der Plattform geben. Danach wird es kommerziell.

Oder wir bekommen so etwas wie die Buchpreisbindung für Tickets. Aber ich habe keine Ahnung wie das im Detail funktioniert. Gebrauchte Bücher gibt es ja auch. Ist ein gebrauchtes Ticket ein bereits genutztes?
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Beitrag von: StefanH am 11. Mai 2026, 23:41:18
Beim Fußball gibt es viele Vereine die eine eigene Ticket-Zweitmarktbörse haben, das funktioniert prima. Ich verstehe nicht warum man sich da so quer stellen mag wie Gabu und andere.

Ein großes Problem sind aber natürlich auch die Leute die bereit sind solche Unsummen für die Karten zu bezahlen, wobei es einige Künstler ja ohnehin schon auf die Spitze treiben.
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Beitrag von: Tigi am 11. Mai 2026, 23:45:12
Ich finde, dass geforderte "Veranstalterrecht auf Weiterverkaufskontrolle" problematisch, weil dann vom Erstverkauf bis zum Weiterverkauf alles in einer Hand bleibt und damit nochmals beim Weiterverkauf verdient wird.

Beispiel "Broilers-Warming-Up Tickets":
"Der Wiederverkauf der »Broilers-Warming-Up« Tickets auf dem Zweitmarkt ist streng untersagt und ausschließlich über die offizielle und sichere Plattform re:sale unseres eigenen Shops erlaubt, wo Ihr die Tickets auch gekauft habt"
https://www.instagram.com/p/DYMpk08DAwV/?img_index=1

So wird im Broilers Shop erläutert, was re:sale bedeutet:
"re:sale bietet die Möglichkeit, bei ausverkauften Veranstaltungen sicher und ohne Betrugsrisiko doch noch an Tickets zu kommen oder Tickets loszuwerden, falls du die Veranstaltung doch nicht besuchen kannst.
re:sale bedeutet, dass du als Ticketinhaber*in dein Ticket zurückgeben kannst, wenn wir eine andere Käufer*in für deinen Platz auf der Veranstaltung finden. Sollten wir keine Käufer*in finden, bleibt das Ticket für dich gültig. Ein Anspruch auf die Rückgabe/die Erstattung besteht in diesem Fall nicht. Der Rückgabepreis ist der Ticketpreis abzüglich einer Gebühr für den re:sale. Du kannst den Rückgabepreis also nicht selber festlegen."

https://shop.broilers.de/faq#resale

Warum kann ich, wenn ich das Konzert z.B. wegen Krankheit nicht besuchen kann, das Ticket nicht zum Originalpreis über Kleinanzeigen verkaufen?

Stattdessen muss ich einen Verlust hinnehmen, weil ich das Ticket nur über re:sale abzüglich der dort festgelegten Gebühr, die dort verbleibt, loswerden kann. Für mich ein Verlust, für re:sale ein nicht nachvollziehbarer Verdienst.
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Beitrag von: Tigi am 12. Mai 2026, 00:20:24
Das geforderte "Verbot von Leerverkäufen: Das Anbieten von Tickets, die zum Zeitpunkt
des Angebots noch nicht im Besitz des Verkäufers sind, muss ausdrücklich verboten werden."

befürworte ich und ist auch leicht nachvollziehbar, weil man den Angebotszeitpunkt mit dem Start des Vorverkaufs vergleichen kann.

"Bot-Verbot und Verbot falscher Identitäten: Der Einsatz automatisierter Software zum massenweisen Ticketkauf muss verboten werden. Ebenso der Kauf über Fake-Accounts, Strohleute oder gefälschte Identitäten."
ist gut, aber auch realisierbar? Wie soll dies konkret nachgewiesen werden?

"Vollständige Transparenzpflichten: Die gängige Praxis, sich als Privatverkäufer auszugeben, um Transparenzpflichten zu umgehen, muss unterbunden werden."
Und wie soll das gemacht werden?

Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 12. Mai 2026, 06:32:26
Zitat von: Tigi am 12. Mai 2026, 00:20:24"Bot-Verbot und Verbot falscher Identitäten: Der Einsatz automatisierter Software zum massenweisen Ticketkauf muss verboten werden. Ebenso der Kauf über Fake-Accounts, Strohleute oder gefälschte Identitäten."
ist gut, aber auch realisierbar? Wie soll dies konkret nachgewiesen werden?

"Vollständige Transparenzpflichten: Die gängige Praxis, sich als Privatverkäufer auszugeben, um Transparenzpflichten zu umgehen, muss unterbunden werden."
Und wie soll das gemacht werden?

1.) das klingt fast danach das die Musikindustrie gerne zugriff auf Daten von Einwohnermeldeämtern hätte bzw. Kopien der Personalausweise der Verkäufer speichern möchte. Anders ginge das ja gar nicht. Wäre ein absolutes No-Go. Aber gleichzeitig 8(!) Tickets pro Person verkaufen wollen.

2.) Das ginge glaub ich mittels Steuer-ID, aber äh auch die will ich der Musikindustrie nicht geben. Das liegt dann nachher wie so üblich auf ungesicherten Servern wo jeder Spitzbube ein und ausgeht...

3.) außerdem fordert man noch ein Mp3 Player mit alles von Slayer, Ne Yacht in Pearl Harbor, ne Jolle in Leer und außerdem ein Pony!

Das ganze Gelaber in dem "Offenen Brief" zielt nur darauf ab sich selbst eine weitere Verkaufsplattform mit Fantasiegebühren zu schaffen und alle anderen dort auszuschließen. Quasi den Fan noch mal schön abzocken
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Märzhase am 12. Mai 2026, 06:51:10
Zitat von: Gabumon am 12. Mai 2026, 06:32:261.) das klingt fast danach das die Musikindustrie gerne zugriff auf Daten von Einwohnermeldeämtern hätte
Du bist mal wieder eklatant schlecht informiert. Jede Privatperson oder Firma darf diese Daten abfragen, und dem kannst Du nur in geringem Maße widersprechen oder eine Auskunftssperre beantragen, dafür müssen aber sehr gute Gründe vorgebracht werden.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 12. Mai 2026, 07:33:13
Wenn man sich diesen "offenen Brief" was eher "Radikale Forderungen" heißen sollte mal durchliest. Man fängt an "Mimimi die anderen haben auch" wenn man mal nachguckt, Frankreich schränkt das ein ja, aber nur kommerziellen Weiterverkauf, eben gar nicht den privaten, in den UK übrigens auch. Da kannst dein Ticket auch recht Problemlos privat verkaufen.

Nur gehen die mittels Finanzamt / Gewerbeamt die großen Schwarzhändler (die mit hundert Karten vor dem Veranstaltungsort stehen) auch aktiv an. Das ist nämlich im Grunde Steuerhinterziehung. Das will die Musikindustrie aber hier gar nicht. Stattdessen plärrt man rum das Deutschland ja gar völlig unreguliert wäre, was gar nicht stimmt. Es gibt eben Gesetze an die sich die Schwarzhändler nur nicht halten, der Veranstalter könnte jetzt natürlich diese Schwarzhändler auch Anzeigen die vor den Veranstaltungsgeländen mit hundert Karten rumlungern, will man aber gar nicht. (man findet die auch auf Kleinanzeigen und eBay recht einfach) und an Viagogo kommen die eh nicht dran..

Man fordert dann lieber den Kompletten Zweitmarkt zu regulieren. Damit wären auch alle 5 Punkte die man hinten angestellt hat völlig egal. Weil auf deren Plattform würden die, die Preise bestimmen, nicht du. Die sagen dir einfach "50€ darfst nehmen der rest geht an uns" Wenns dann an "Verhandlungen" geht würde man sagen "ja gut auf Punkt 2-6 verzichten wir wenn wir Punkt 1 kriegen" und dann haben wir den Salat. Das ist schon sehr schlau formuliert da.

ZitatAb diesem Wert beginnt nach Überzeugung von Kultur- und
Sportveranstaltern der Bereich offensichtlicher Sittenwidrigkeit. Diese Grenze
sollte gesetzlich verankert werden
Gehts vielleicht noch größer?

Ich hab einen Gegenvorschlag, wir untersagen den 2. Markt aber wenn jemand nicht zum Konzert kann erstattet ihr den kompletten Ticketpreis inklusive eurer Phantasiegebühren zurück. Na wie wäre das? Geht nicht? Ach?....

Und glaubt mal, würde man 600€ für ein Konzert nehmen können, die Musikindustrie würd es tun, da geht es nicht um Verbraucherschutz, da geht es um deren einen Verdienst und sonst gar nichts.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: maxmaxmax am 12. Mai 2026, 08:29:44
Grundsätzlich muss man immer zwischen Preis (rational) und dem subjektiven Wert einer Sache unterscheiden.
Natürlich dürfen Ticketpreise nicht zum Wucher werden, daher wäre eine Regulation wünschenswert.

Die Preistreiberei geht nur solange gut, bis es einfach für jeden zu teuer wird und am Ende die Konzerte leer bleiben.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: AshleyWilliams am 12. Mai 2026, 09:39:21
Zitat von: Gabumon am 12. Mai 2026, 07:33:13Ich hab einen Gegenvorschlag, wir untersagen den 2. Markt aber wenn jemand nicht zum Konzert kann erstattet ihr den kompletten Ticketpreis inklusive eurer Phantasiegebühren zurück. Na wie wäre das? Geht nicht? Ach?....

Genau das fände ich auch fair. Von mir aus, wenns sein muss, auch ohne Gebühren für erbrachte Leistungen. Aber dieses "kannste nicht zurückgeben aber verkaufen auch bald nicht mehr" wird ziemlich sicher bei vielen ehrlichen Köufer:innen dazu führen, dass sie gar nichts oder vorsichtiger buchen. Hat die Industrie nicht aus Corona gelernt? Das hatte ja auch einen ähnlichen nachwirkenden Effekt.

Im UCI Kino kannst du übrigens – ich war sehr überrascht und zwar positiv – Tickets bis 30 Min. vor Vorstellungsbeginn stornieren/zurückgeben abzgl. Payment-Anbieter-Gebühr, sofern da einer genutzt wurde (PayPal z. B.), weil UCI die so oder so bezahlen müsste. Absolut fair und super.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 12. Mai 2026, 09:56:29
Zitat von: AshleyWilliams am 12. Mai 2026, 09:39:21Genau das fände ich auch fair. Von mir aus, wenns sein muss, auch ohne Gebühren für erbrachte Leistungen. Aber dieses "kannste nicht zurückgeben aber verkaufen auch bald nicht mehr" wird ziemlich sicher bei vielen ehrlichen Köufer:innen dazu führen, dass sie gar nichts oder vorsichtiger buchen. Hat die Industrie nicht aus Corona gelernt? Das hatte ja auch einen ähnlichen nachwirkenden Effekt.

Vor allem wird das wie üblich eher die kleinen Veranstaltungen treffen, weil die großen werden so oder so ausverkauft sein, nur Leute die dann auf den Kosten der Karte sitzen bleiben werden die 100€ dann halt woanders wegsparen und das sind dann halt die kleinen Kneipen/Clubgigs die jetzt schon teilweise froh sind überhaupt was zu verkaufen. Das ist halt für die großen auch unliebsame Konkurrenz. Die Leute sollen gefälligst zur Tailor Swift gehen und nicht ins AK47! Mit Kunst und Kultur hat das gar nichts mehr zu tun sondern mit Gewinnmaximierung.

Zitat von: AshleyWilliams am 12. Mai 2026, 09:39:21Im UCI Kino kannst du übrigens – ich war sehr überrascht und zwar positiv – Tickets bis 30 Min. vor Vorstellungsbeginn stornieren/zurückgeben abzgl. Payment-Anbieter-Gebühr, sofern da einer genutzt wurde (PayPal z. B.), weil UCI die so oder so bezahlen müsste. Absolut fair und super.

War mir auch schon aufgefallen, hatte Tickets für Final Destination 6, und an dem Tag natürlich Magen/Darm, dachte schon Geld weg, aber konnte man abzüglich der 50 cent da problemlos stornieren. So macht das auch sinn (und natürlich könnte man da die Reservierungen auch weitergeben, man braucht nur die Reservierungsnummer.)



Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Pounzer am 13. Mai 2026, 01:38:31
Hat sich DICE eigentlich in Deutschland mal etabliert? Es gibt keine Plattform, über die ich lieber Karten kaufe. Sobald ein Konzert ausverkauft ist, gibt es eine Warteschlange. Wenn ich dann meine Karten loswerden will, werden einige Wartende benachrichtigt und wer am schnellsten zugreift, kriegt die Tickets — zum Originalpreis. Das könnte alles so einfach sein.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 13. Mai 2026, 06:20:05
Zitat von: Pounzer am 13. Mai 2026, 01:38:31Hat sich DICE eigentlich in Deutschland mal etabliert? Es gibt keine Plattform, über die ich lieber Karten kaufe. Sobald ein Konzert ausverkauft ist, gibt es eine Warteschlange. Wenn ich dann meine Karten loswerden will, werden einige Wartende benachrichtigt und wer am schnellsten zugreift, kriegt die Tickets — zum Originalpreis. Das könnte alles so einfach sein.

Ich hab da sogar mal Karten drüber gekauft, aber etabliert hat sich das glaube ich nie so wirklich
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Tigi am 13. Mai 2026, 22:52:18
Der "offene Brief" war heute auch Thema in der Tagesschau.

https://youtu.be/s3bCD24qaAs?t=775
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: ruwen am 13. Mai 2026, 23:12:52
Zitat von: Tigi am 13. Mai 2026, 22:52:18Der "offene Brief" war heute auch Thema in der Tagesschau.

https://youtu.be/s3bCD24qaAs?t=775

Keine Ahnung wie das ganze Interview ausgesehen hat, aber so klingt der Fokus im Interview auf "jemand macht Geld der nicht zur Kulturindustrie gehört".

Mit "Unsere Fans werden abgezockt und das Geld landet noch nicht einmal in der Kulturindustrie" kann man vielleicht mehr Unterstützung gewinnen.

Wenn man bös ist könnte man das vorgestellte Problem "lösen" indem Künstler beim Wiederverkauf rechtlich 50% vom Aufpreis kriegen. Ich weiß das es nicht die Intention ist, aber der Fanblickwinkel fehlt im Beitrag leider.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Tigi am 13. Mai 2026, 23:58:42
Die Aussage von Chistoher Annen in der Tagesschau, dass bei einem Ticket-Weiterverkauf über dem Originalpreis "von diesem Geld nichts bei uns ankommt, sondern nur der Ticketgrundpreis" ist sehr interessant.

Warum sollte ein Anspruch auf die Differenz bestehen? Der Band steht der Ticketpreis zu.

Man möchte anscheinend den gesamten Ticket-Weiterverkauf sowie die Ticket-Rückgabe einfach selbst kontrollieren, um dann mit selbst festgelegten Gebühren zusätzlich zum Ticketgrundpreis ein weiteres Mal Geld zu vereinnahmen.



Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Jocke am 14. Mai 2026, 00:38:01
Zitat von: Tigi am 13. Mai 2026, 23:58:42Die Aussage von Chistoher Annen in der Tagesschau, dass bei einem Ticket-Weiterverkauf über dem Originalpreis "von diesem Geld nichts bei uns ankommt, sondern nur der Ticketgrundpreis" ist sehr interessant.

Warum sollte ein Anspruch auf die Differenz bestehen? Der Band steht der Ticketpreis zu.

Man möchte anscheinend den gesamten Ticket-Weiterverkauf sowie die Ticket-Rückgabe einfach selbst kontrollieren, um dann mit selbst festgelegten Gebühren zusätzlich zum Ticketgrundpreis ein weiteres Mal Geld zu vereinnahmen.
Jep, die Argumentation sollte sein "Wir wollen nicht, dass sich über den Zweitmarkt Leute bereichern und unsere Fans dadurch unter unmöglichen Preisen leiden. Deshalb nur ein kontrollierter Weiterverkauf ohne exorbitante Preisaufschläge"
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: MatzeHH am 14. Mai 2026, 08:47:55
Tja, die Aussage ist aber eher "Wir wollen nicht, dass sich über den Zweitmarkt andere Leute als wir bereichern"
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Beitrag von: sams am 14. Mai 2026, 08:55:34
Zitat von: ruwen am 13. Mai 2026, 23:12:52der Fanblickwinkel fehlt...

ich stelle mal eine wilde These auf und zwar nur um was in den Raum zu werfen, damit man darüber diskutieren kann...

Geht es denn wirklich hierbei um den Fan?
Im Grunde kann es doch dem Veranstalter und dem Künstler egal sein ob nun Bots, Ticketdealer oder der gemeine Fan die Tickets kauft.
Ausverkauft ist Ausverkauft und die Kasse klingelt.

Möchte man einfach nicht das andere Firmen oder Händler das vielfache an so einem Ticket verdienen und man selber kann nur einen kleinen Teil als Gewinn verbuchen.
Das ist nicht nur ärgerlich, da kann man richtig neidisch werden. All das viele Geld das einem durch die Lappen geht.


Wie könnte man das unterbinden?
Geht das überhaupt?
Im Grunde läuft der Gesetzgeber doch dem Zweitmarkt-Ticketdealer mit Gewinnabsichten immer hinterher (Hase und Igel).
Wenn es auf dem europäischen Markt verboten ist Tickets zum vielfachen Preis zu verkaufen, dann gehe ich dahin wo es erlaubt ist und verkaufe dort die Tickets. Und die Käufer folgen mir.


Acht Tickets pro Venue zu verkaufen lädt förmlich dazu ein mehr Tickets zu ordern, um sie nachher auf den Zweitmark zu veräußern.


Dann diese Pseudopersonalisierung.
Der Mehraufwand für die Umschreibung der Tickets ist vermutlich so hoch, das man diesen Aufwand einfach scheut.
Möchte man darum den Gesetzgeber zum Handeln zwingen um die Verantwortung abzugeben?

Gibt es eigentlich aus Sicht eines Künstlers irgendeinen Grund diese Petition nicht zu unterschreiben?
Müsste man jetzt jeden Künstler, der nicht in dieser Liste auftaucht, als fanfeindlich abstempeln?
Oder haben hier Künstler nur unterschrieben, um den Ansturm an Kritik aus dem Wege zu gehen?



-------------

Meine persönliche Meinung dazu ist, das sich diese Petition gegen Ticketwucher erstmal gut anhört.
Aber ich bin der Meinung, das es genug Mittel und Wege gibt Tickets kontrolliert abzugeben.
Hier wäre eine vorherige Registrierung und/oder eine wirkliche Personalisierung als nur zwei Beispiele zu nennen, um den automatisierten Abverkauf einzuschränken.

Die gesetzliche Wiederverkaufsobergrenze halte ich für nicht umsetzbar. Da mir niemand verbieten kann auch über diese Grenze ein Ticket zu erwerben. Und wenn ich bereit bin einen mir angemessenen Preis zu bezahlen, finden sich für mich Mittel und Wege dies auch zu tun, weil es diese Mittel und Wege immer geben wird.

Vielleicht sollte man den Ticketverkauf grundsätzlich überdenken und komplett neue Wege beschreiten.






Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 14. Mai 2026, 10:08:20
Interessant auch das man in fast jedem Presseartikel nur hört "Man will gegen die Firmen (aka Viagogo) vorgehen, gehen Professionelle Schwarzhändler und so weiter." Lesen die diese Pseudojournalisten die sowas schreiben eigentlich die Forderungen? Oder nehmen die nur das was man ihnen sagt?

Denen geht es nicht um Professionelle Schwarzhändler, denen geht es NUR dadrum die Fans abzuzocken mit ihrer Monopolverkaufsplattform und weiteren horrenden Phantasiegebüren. Die OPM und co ja jetzt schon nehmen. Der rest ist eh de facto nicht umsetzbar. (ich dachte immer das Eventim schon teuer mit Gebüren ist..)

Aber 8 Tickets pro Bestellung (oder gar Pro Konzert pro Bestellung) dass ist ok, Rückgabemöglichkeit (OHNE GEBÜREN)? Ne das geht nicht. Weiterkauf ohne Gewinn? Ha! ABmahnung! Auch aus dir quetschen wir noch Geld.

Diese Forderungen da sind ein Schlag in die Fresse von jedem der Konzertkarten kauft. Und die tollen Ärzte und Hosen hängen da mit drin, vermutlich schon mit € zeichen in den Augen. Der ganze "offene Brief" ist ein einzigens "Wenn hier jemand abzockt, dann immer noch wir!" (Ich hoffe inständig das gar nicht Die Ärzte daran beteiligt sind sondern irgendein "Vertreter" den Namen dabei geschrieben hat
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: sams am 14. Mai 2026, 10:46:50
Gabumon, allgemeines gebashe ist nicht hilfreich.
Wie würdest du dir einen Ticketverkauf und Weiterverkauf vorstellen?
Was hätte Sinn und was wäre umsetzbar?
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 14. Mai 2026, 11:04:14
Zitat von: sams am 14. Mai 2026, 10:46:50Gabumon, allgemeines gebashe ist nicht hilfreich.
Wie würdest du dir einen Ticketverkauf und Weiterverkauf vorstellen?
Was hätte Sinn und was wäre umsetzbar?


Man geht gegen Firmen wie Viagogo vor, und gegen Leute die hunderte Tickets bei Kleinanzeigen (Ebay etc) anbieten zu deutlich höheren Preisen und nimmt sich mal die Schwarzhändler mit 100-200 Karten vor Veranstaltungsgeländen vor.

Limitiert den Verkauf von Tickets vielleicht mal auf 4.

Oder man etabliert freiwillig eine Plattform mix "Maximalgebühr 1€" oder ermöglicht das man seine Tickets kostenlos zurück geben kann.

Und lasst die Privatverkäufer in ruhe.

Gibt 100 möglichkeiten das für alle Fair zu machen, für die Musikindustrie bedeutet aber Fair "Wir nehmen euch nach Strich und Faden aus. Zur not auch 2x oder 3x"
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Badetuch am 14. Mai 2026, 11:14:24
Zitat von: Tigi am 13. Mai 2026, 23:58:42Die Aussage von Chistoher Annen in der Tagesschau, dass bei einem Ticket-Weiterverkauf über dem Originalpreis "von diesem Geld nichts bei uns ankommt, sondern nur der Ticketgrundpreis" ist sehr interessant.

Warum sollte ein Anspruch auf die Differenz bestehen? Der Band steht der Ticketpreis zu.

Andersherum wird meiner Meinung nach ein Schuh draus. Warum sollte irgendein anderer das Recht haben, an Tickets gewinn zu machen? Derjenige leistet doch gar nichts, außer, dass er einfach gesagt "schnell, viele Tickets" ordert. Ich kann den Punkt da schon absolut verstehen. Da bereichert sich jemand an der Leistung von anderen.
Natürlich könnte man das in so einem Interview noch freundlicher verpacken (im Sinne der Fans). Den Grundpunkt gebe ich ihnen aber trotzdem.

Viele Dinge könnte man systemisch locker verbessern, um so einen Handel zu unterbinden (siehe den Beitrag von sams).

Ansonsten hätte ich kein Problem damit, wenn es offizielle Fansale-Plattformen gäbe, bei denen ich 1. nicht das hundertfache für Tickets zahlen muss und 2. keine Angst haben muss, dass ich am Ende trotzdem nicht reinkomme, weil die Tickets gesperrt wurden/gefälscht sind (was auch immer).
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 14. Mai 2026, 11:22:24
Zitat von: Badetuch am 14. Mai 2026, 11:14:24Ansonsten hätte ich kein Problem damit, wenn es offizielle Fansale-Plattformen gäbe, bei denen ich 1. nicht das hundertfache für Tickets zahlen muss und 2. keine Angst haben muss, dass ich am Ende trotzdem nicht reinkomme, weil die Tickets gesperrt wurden/gefälscht sind (was auch immer).

Und die keine horrenden Gebühren verlangen, hatten doch schon welche das die Resale Plattform einfach 10€ einbehielt für. Nunja nichts..? 1€ ok, von mir aus 2€ aber 10€?
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Badetuch am 14. Mai 2026, 11:23:56
Da bin ich bei dir - das sollte schon in einem vernünftigen Rahmen ablaufen (was auch immer das genau heißen mag!)!
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 14. Mai 2026, 12:01:15
Ich habe übrigens nur 1x auf dem zweitmarkt mehr für ein Ticket bezahlt als der Aufgedruckte Preis.

Viel eher sollte man sich mal an die eigenen Nase fassen, warum kann man direkt 8 Tickets im Vorverkauf kaufen? Würde 4 nicht reichen? Wieso schützt man seine Websites nicht vor Bots (machbar) usw aber lieber schreit man nach dem Staat das dieser für einen Reguliert?

Dieser offene Brief ist ja eigentlich ein Schlag ins gesicht für jede kleine Band die keine Arenen ausverkauft. Vielleicht sollte man Gesetzlich Festlegen das 2-3 Euro vom Tickergrundpreis(!) in einen Topf gehen um Kultur zu fördern, wetten das die gleichen dann Sodom und Gomorrah rufen?  ;D

Viele kleinere Bands/Veranstaltungsräume gehen am Stock, müssen jeden Cent 3x umdrehen während die großen immer höhere Preise nehmen, und die heulen dann rum wegen "Zweitmarkt".. haben aber die Schäfchen im Trockenen und wollen doch immer mehr mehr mehr. Du kannst auch machen was du willst, die Leute sparen sich Geld halt erst bei kleinen Veranstaltungen und rennen dann einmal zu Helene Fischer, Toten Hosen, Ärzte oder Taylor Swift...
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: sams am 14. Mai 2026, 13:38:34
Zitat von: Gabumon am 14. Mai 2026, 11:22:24Und die keine horrenden Gebühren verlangen, hatten doch schon welche das die Resale Plattform einfach 10€ einbehielt für. Nunja nichts..? 1€ ok, von mir aus 2€ aber 10€?

Nun ja, diese Plattformen müssen betrieben werden und es entstehen Kosten.
Da nicht berechenbar ist mit welchem Umsatz zu rechnen ist, also wieviele Tickets wirklich zurückkommen, muss ein höherer Betrag vorab abverlangt werden.
Oder man schlägt auf den ursprünglichen Ticketpreis gleich eine gewisse Pauschale auf die dann alle bezahlen.
Dies wäre natürlich ungerecht gegenüber dem Ticketkäufer der sein Ticket behält.

Und welches Interesse sollte eine Ticketplattform, wie z.B. Eventim, daran haben einen Rückkaufmarkt zu eröffnen wenn sie nicht daran verdienen würden.

Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 14. Mai 2026, 14:28:18
Zitat von: sams am 14. Mai 2026, 13:38:34Nun ja, diese Plattformen müssen betrieben werden und es entstehen Kosten.
Da nicht berechenbar ist mit welchem Umsatz zu rechnen ist, also wieviele Tickets wirklich zurückkommen, muss ein höherer Betrag vorab abverlangt werden.

wenn die mit 2€ Pro Ticket nicht auskommen machen die was falsch. Das ist alles digital und automatisiert. Da sitzt kein Mensch hinter der das anklickt und durchklickt.

Ich mein, die wollen doch den Privaten und Kommerziellen Tickerverkauf untersagen, ist dann deren Problem wie die das Finanzieren.

Tickets müssten dann zumindestens kostenlos zurückgebar sein, inklusive aller Gebüren(!) und nicht einfach ihre Fantasiegebühren einzubehalten. Selbst Kinos kriegen das hin... wenn ich jetzt einen Film reserviere und dann feststelle das ich nicht kann, kann ich das ganze bis zu 30 Minuten vorher stornieren, gut meine 50cent Paypal sind dann weg, aber damit kann ich leben
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Tigi am 14. Mai 2026, 15:08:42
Liebe Initiatoren des Offenen Briefs,

leider haben Sie versäumt, die bestehende, nicht zu unterschätzende Problematik des Tonträgerzweitmarktes anzusprechen.

Es existiert eine nahezu unüberschaubare Zahl von Tonträgerkäufern, die unter dem Deckmäntelchen des angeblichen Fans oder Sammlers Schallplatten und CDs in einer inakzeptablen Menge erwerben und horten mit dem Ziel, sie später mit exorbitantem Aufschlag weiterzuverkaufen.

Es kann und darf doch nicht sein, dass z.B. die ,,Nummus Cecidit CD" der Band ,,Die Ärzte" auf Konzerten oder  bandeigenen Shop einfach in unregulierter Zahl für 10 EUR gekauft werden kann, um sie dann auf dem Zweitmarkt (z.B. ebay) für 40 EUR, also mit einer Erhöhung um 300 Prozent an nichts ahnende Musikliebhaber zu veräußern.

Dieses Verhalten kann doch von Ihnen nicht einfach so hingenommen werden, sondern schreit förmlich nach einem konsequenten Einschreiten. Insofern hoffe ich doch sehr, dass Sie auch hinsichtlich des Tonträgerzweitmarktes noch Vorschläge für eine Umverteilung dieser Gewinne vorstellen werden, die auch die monetären Interessen Ihrer Klientel entsprechend berücksichtigt.

MfG
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: MatzeHH am 14. Mai 2026, 15:35:40
Zitat von: Gabumon am 14. Mai 2026, 12:01:15warum kann man direkt 8 Tickets im Vorverkauf kaufen? Würde 4 nicht reichen?

Neben anderen Punkten hier im Thread, bei denen ich dir voll zustimme, sehe ich dies jedoch anders.
Ich habe schon öfter für ~10 Personen Tickets gekauft und bei Sitzplätzen will ich die ja auch in einem Rutsch nebeneinander (oder in zwei Reihen hintereinander) haben.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 14. Mai 2026, 16:23:03
Ich vermute übrigens das da auch reinspielt das man die Locations nicht noch größer werden lassen kann. Stadien, Freiflächen usw können einfach nicht noch größer werden.  Du kannst gar nicht mehr Karten in den Vorverkauf kübeln, da muss man halt versuchen aus dem Vorhandenen das meiste rauszudrücken egal wie.

DAs es überhaupt um den Endkunden geht, dass glaubt doch hoffentlich niemand ?
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 16. Mai 2026, 06:23:04
Man stelle sich übrigens den Aufschrei vor wenn Autohersteller, Uhrenhersteller, Grafikkartrenhersteller, Klamottenhändler, Amazon oder andere Dienstleister das machen würden...

Die Presse wäre voll von "Abzockern" "Kommunisten" "Wie in der DDR" und anderen aussagen  ;D
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Badetuch am 16. Mai 2026, 09:09:45
Auch wieder andersrum: wie groß war der Aufschrei bei der Playstation 5 als man monatelang kein Exemplar zum Normalpreis bekommen hat, weil sich andere daran bereichert haben? Der Gedanke ist doch nicht neu.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 16. Mai 2026, 09:15:36
Das war aber auch Problem von Sony, die hatten einfach nicht genug produziert wollten aber auf den Markt. Nintendo hatte das Problem mit der Switch (2) trotz des Ansturms nicht wirklich. (und die hatten auch alle Maßnahmen gegen Scalper ausgerollt die man sich denken kann, dass hat funktioniert. Muss man wollen

Aber die Musikindustrie will gar nicht, dass soll der Staat für die machen.

Rammstein und die Onkelz haben haben z.b. auch nicht unterschrieben, für die funktioniert das so.

Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Sascha89 am 16. Mai 2026, 11:09:52
Zitat von: Gabumon am 16. Mai 2026, 09:15:36(...)
Rammstein und die Onkelz haben haben z.b. auch nicht unterschrieben, für die funktioniert das so.

Erstens weiß man nicht, ob RAMMSTEIN und die ONKELZ gefragt wurden, ob sie sich beteiligen wollen oder man evtl. absichtlich nicht mit dabei haben will. Zweitens haben die ONKELZ inzwischen (seit einigen Jahren) ein recht gutes System. Tickets sind immer Käuferpersonalisiert, der Name des Käufers ist aufgedruckt auf allen Tickets der Bestellung. Am Einlass wird das Ticket und ein Lichtbildausweis verlangt. Der Weiterverkauf ist an unbekannte Dritte nur über den Ticketanbieter möglich. Klar, mit Gebühren, aber es ist safe.
Bisher habe ich im BOSC-Forum keinerlei negativen Erfahrungen gelesen, was den Ticketkauf über den Zweitmarkt angeht.
Bei RAMMSTEIN habe ich keine Ahnung.

Für mich wäre eine Ticketplattform in Ordnung. Über die Gebühren lässt sich streiten, keine Frage.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: MatzeHH am 16. Mai 2026, 11:42:19
Zitat von: Sascha89 am 16. Mai 2026, 11:09:52Zweitens haben die ONKELZ inzwischen (seit einigen Jahren) ein recht gutes System. Tickets sind immer Käuferpersonalisiert, der Name des Käufers ist aufgedruckt auf allen Tickets der Bestellung. Am Einlass wird das Ticket und ein Lichtbildausweis verlangt. Der Weiterverkauf ist an unbekannte Dritte nur über den Ticketanbieter möglich. Klar, mit Gebühren, aber es ist safe.
Bisher habe ich im BOSC-Forum keinerlei negativen Erfahrungen gelesen, was den Ticketkauf über den Zweitmarkt angeht.

Genau das meint Gabu doch mit "für die funktioniert das so". Einzelne Bands haben offenbar Wege gefunden, den Markt zu steuern, ohne nach der Politik zu rufen.
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Beitrag von: laternen-joe am 16. Mai 2026, 14:29:00
Zitat von: Sascha89 am 16. Mai 2026, 11:09:52Bisher habe ich im BOSC-Forum keinerlei negativen Erfahrungen gelesen, was den Ticketkauf über den Zweitmarkt angeht.
Heißt das, dass die Onkelz und die Fans damit zufrieden sind, dass es so ist, wie es DTH&DÄ gerne hätten? Dann ist doch alles in Butter.

Ich kenne die Gebühren bei den Broilers auch nicht, aber dass man da für das Ultrabowl-Konzert in Düsseldorf im Juli noch Innenraumkarten zum Originalpreis findet, finde ich persönlich zB super. Um Längen besser, als bei eBay dafür das Doppelte zu zahlen.

Und klar, kann man jetzt sagen: der, der die Karten übrig hat, zahlt drauf. Aber wenn das nun 2-3€ wären, hat man den Betrag auch schon anders für weniger Sinnvolles ausgegeben (wenn man davon ausgeht, dass die Karte bei kurzfristiger Verhinderung sonst ggf. verfällt). Und vielleicht überlegen sich dann alle Käufer vorab, wie viele Tickets sie kaufen und es bleibt schon beim eigentlich VVK mehr für alle übrig.

Leider funktioniert das natürlich nur dann, wenn man wirklich personalisierte Tickets verkauft, die dann auch kontrolliert werden. Ansonsten ist der Schwarzmarkt nämlich kein Verlierer bei der Einführung des neuen Systems sondern nur "die Allgemeinheit".
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: laternen-joe am 16. Mai 2026, 14:31:09
Zitat von: MatzeHH am 16. Mai 2026, 11:42:19Genau das meint Gabu doch mit "für die funktioniert das so". Einzelne Bands haben offenbar Wege gefunden, den Markt zu steuern, ohne nach der Politik zu rufen.
Nur dass Gabu eben genau das nicht wollte, wenn ich das richtig verstanden hab?
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Badetuch am 16. Mai 2026, 15:02:22
Zitat von: Gabumon am 16. Mai 2026, 09:15:36Das war aber auch Problem von Sony, die hatten einfach nicht genug produziert wollten aber auf den Markt.

Das Grundproblem ist das gleiche: Angebot < Nachfrage + Da kommt jemand Drittes und verdient sich eine goldene Nase.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: EddyPunk am 16. Mai 2026, 19:36:05
Zitat von: Sascha89 am 16. Mai 2026, 11:09:52[...] Tickets sind immer Käuferpersonalisiert, der Name des Käufers ist aufgedruckt auf allen Tickets der Bestellung. Am Einlass wird das Ticket und ein Lichtbildausweis verlangt.[...]

Wenn ich mich richtig erinnere, waren die Tickets der Konzerte vor den Konzerten (zumindest in München) personalisiert. Da stand mein Name drauf und beim Einlass musste ich meinen Perso zeigen. Keine Ahnung, warum man davon wieder abgesehen hat...
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 17. Mai 2026, 00:03:20
Zitat von: laternen-joe am 16. Mai 2026, 14:31:09Nur dass Gabu eben genau das nicht wollte, wenn ich das richtig verstanden hab?

solange das nur 2-3 Euro Gebühren sind, wäre ich damit fein, aber nicht 10% oder gar noch mehr
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: laternen-joe am 17. Mai 2026, 08:15:29
Zitat von: Gabumon am 17. Mai 2026, 00:03:20solange das nur 2-3 Euro Gebühren sind, wäre ich damit fein, aber nicht 10% oder gar noch mehr
Weiß denn jemand die Gebühren bei den Broilers oder Onkelz? Ich finde dazu leider keine wirklichen Informationen.

EDIT: auf bo26.myticket.de habe ich jetzt noch 10€ Wiederverkaufsgebühr gefunden. Sind also dann doch so grob 10% und damit wohl wirklich jenseits von gut und böhse.

Auf den zweiten Blick ist es aber letztlich natürlich ohnehin mehr als die Gebühr, auf die man verzichtet, da ja der VVK/Versand ohnehin schon verloren sind. Diese könnte man mit den "erlaubten" 25% Aufschlag beim Privatverkauf natürlich in der Tat - anders als auf der regulierten Plattform - wieder reinholen. Gesetz dem Fall, die Tickets bekommt man los. Aber das verspricht einem die Resale-Plattform ja leider auch nicht.

Das einzige was wirklich hilft: so viele Konzerte spielen, dass einfach für jeden genug Tickets übrig sind und Tickets keine Mangelware darstellen  :P  - dann sind bis auf die Band die mehr arbeitet (und die Tickethändler, die auf den Tickets sitzen bleiben) alle glücklich. Außer vielleicht Flauschi, weil sein Footer-Platz dann wirklich nicht mehr reicht  ;D
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 17. Mai 2026, 08:42:45
Oder einfach nicht zu Konzerten dieser Bands die da unterschrieben haben hingehen.

Gibt genug wo du problemlos Karten im VVK kriegst, oder gar so "Boar hab Bock auf Konzert und Arbeit ist fertig" Abendkasse. Viele Bands und Veranstalter sind froh um jeder der da kommt. Die großen die da unterschrieben haben, haben echt genug Geld, die brauchen nicht noch mehr.

Geht auf mehr Konzerte verdammt! Hab auch schon 27 dieses Jahr.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: laternen-joe am 17. Mai 2026, 09:02:54
Zitat von: Gabumon am 17. Mai 2026, 08:42:45Oder einfach nicht zu Konzerten dieser Bands die da unterschrieben haben hingehen.
(...)
Die großen haben echt genug Geld, die brauchen nicht noch mehr.
Habe meine Konzerte nicht nach dem offenen Brief oder dem Geldbeutel ausgesucht sondern nach meinem Musikgeschmack. Natürlich wurde der über die viele Jahre durch Algorithmen beeinflusst, aber als ich anfing DÄ/DTH zu hören, konnte man da auch ohne Probleme Tickets bekommen. Im Übrigen auch für Linkin Park oder Metallica - dass die Bands mittlerweile viele Fans haben,  konnte ich damals nicht wissen  ;)

Das wird sich ja aber in den nächsten 10 Jahren für alle die Bands von selbst erledigen.

ZitatGibt genug wo du problemlos Karten im VVK kriegst, oder gar so "Boar hab Bock auf Konzert und Arbeit ist fertig" Abendkasse.
Als ich noch städtisch gewohnt habe, war das durchaus eine Option: spontan zu einem kleinen Konzert oder auch spontan zu einem ausverkauften Konzert. Die nächsten Konzertlocations sind von mir aber mittlerweile alle 40 Minuten weg und da bin ihr ehrlich: wenn ich in Summe 1.5h fahre und dann noch für 10€ für den Abend parke, dann gehe ich lieber zu Konzerten von Bands, die ich kenne.

EDIT: Und ja, für DÄ im nächsten Jahr gilt das natürlich alles nicht. Da fahre ich weit, da zahle ich auch viel Geld für alles drum rum - aber es ist ja ggf. das letzte Mal. Danach bleibt mehr Geld für kleinere Bands. Und ein paar meiner Konzerte im Footer sind ja auch welche, da gibt es weiterhin problemlos Karten, wenn sich jemand berufen fühlt, Gabu's Aufruf zu folgen. Da freuen sich die Bands sicher ;)
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 17. Mai 2026, 09:51:57
Zum Glück für mich höre ich einen großteil der Bands die da unterschrieben haben gar nicht... Tocotronic, Element of Crime...  :-X Für viele Bands die ich kenne und höre existiert das "Problem" Zweitmarkt nicht mal, dafür müssten deren Gigs erstmal ausverkauft werden. Hab gerade überlegt welches der letzte wirklich ausverkaufte Gig war wo ich war. Ich glaube das waren die Rainbirds in Düsseldorf und da gabs vor der Halle karten für die hälfte vom Preis. Sonst, ich glaub die Verstörte Becker Abschiedsgala, aber da stand ich auf der Gästeliste.

Ärzte sind halt so eine Sache, einerseits find ich 80€ für die 3 Hampel auf der Bühne schon ne gute Stange Geld die ich eigentlich nicht bereit bin zu zahlen. Allerdings könnte auch jede Tour die letzte sein. Hab schon den Auch Zyklus verpasst (Boar war ich da satt bei dem miesen Album) hätte mich aber in den Arsch gebissen wenn 2013 dann ende gewesen wäre. Im Nachhinein hätte ich da ruhig auf eines Pro Tour gehen können irgendwie. Naja verpasst ist verpasst.

Bei den Hosen ist irgendwie das selbe aber da passt kein Termin 2026, und 2027 auch nicht so wirklich. Mal gucken. Aber da gibts immerhin eine gute Tribute Band, die auch dinge spielt die die Hosen nicht spielen. Es gibt so viele tolle Bands die dann vor 20 Leuten spielen.

diese "Zweitmarkt" Sache ist auf jedenfall ein Luxusproblem der GANZ großen Bands. Die eh schon genug haben.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: supere10 am 17. Mai 2026, 10:31:41
Zitat von: Sascha89 am 16. Mai 2026, 11:09:52Zweitens haben die ONKELZ inzwischen (seit einigen Jahren) ein recht gutes System. Tickets sind immer Käuferpersonalisiert, der Name des Käufers ist aufgedruckt auf allen Tickets der Bestellung. Am Einlass wird das Ticket und ein Lichtbildausweis verlangt. Der Weiterverkauf ist an unbekannte Dritte nur über den Ticketanbieter möglich.
Machen Rammstein genauso.
Es gibt also eine sehr einfache Lösung. Die Bands sind nur zu faul/geizig ein kleines bisschen mehr zu investieren. Kostet halt mehr, wenn man die Tickets nur auf Bestellung und nicht komplett im Vorraus drucken kann.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 17. Mai 2026, 11:02:55
Zur Not kann man den Namen auch reindrucken, quasi alle Tickets als Endlospaper und dann brauchst nur passende Software dahinter.

Eventim druckt doch auch nur in bereits gedruckte TIckets rein
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Sascha89 am 20. Mai 2026, 19:34:32
ZitatGesetz gegen Ticketwucher gefordert

"Tote Hosen" machen Druck beim Thema Ticketpreise

Stand: 20.05.2026 • 19:20 Uhr

Im Koalitionsvertrag hatten CDU, CSU und SPD bereits festgehalten, dass sie gegen überhöhten Preise beim Wiederverkauf von Tickets vorgehen wollen. Geschehen ist das noch nicht. Die Musiker der "Toten Hosen" machen nun Druck.

Die Musiker der Band "Tote Hosen" haben die Bundesregierung aufgefordert, rasch ein Gesetz gegen Ticketwucher vorzulegen. Die Abzocke, die auf einigen Plattformen stattfinde, sei "ein Riesenproblem" und es gebe dringenden Handlungsbedarf, sagte Andi Meurer, der Bassist der Band, in den tagesthemen. "Es wäre an der Bundesregierung, da ein Gesetz auf den Weg zu bringen, wie es das in anderen Ländern gibt."

Die "Toten Hosen" zählen zu den Bands, die vor Kurzem einen offenen Brief gegen "Wucher und Betrug" auf dem Ticketzweitmarkt unterzeichnet haben. Den offenen Brief hatte der Verband freier Musikschaffender Pro Musik veröffentlicht. Hintergrund ist, dass gewerbliche Wiederverkäufer Tickets in Massen aufkaufen, nicht selten mithilfe automatisierter Software (sogenannten Bots), wie es in dem offenen Brief heißt. Anschließend würden sie Tickets zu horrenden Preisen weiterverkaufen.

"Irgendwelche Leute nutzen das schamlos aus"

Das Geld fließe allerdings weder den Künstlerinnen und Künstlern noch der Veranstaltungswirtschaft zu, es fließe "nicht in die Produktion neuer Musik, in faire Löhne oder in die nächste Tour", heißt es in dem Brief weiter. Es lande in den Taschen von Zwischenhändlern, "die zur Kultur nichts beitragen als Abzocke".

Die Preise, die beim Wiederkauf verlangt würden, seien oft absurd, so Bassist Meurer. Das sei "nichts als Abzocke". Darunter würden nicht nur Konzertbesucher leiden, sondern auch solche von anderen Veranstaltungen, bei denen es eine große Nachfrage gebe - etwa im Sport. "Und irgendwelche Leute nutzen das halt schamlos aus."

Im Koalitionsvertrag bereits festgeschrieben

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hatte bereits nach Veröffentlichung des offenen Briefes zugesagt, dass sie sich des Problems annehmen werde. "Ein Blick in andere Länder zeigt: Auch auf nationaler Ebene kann man den Ticketzweitmarkt wirksam regulieren. Diese Möglichkeiten will ich nutzen", sagte die SPD-Politikerin am Freitag der Bild-Zeitung.

CDU, CSU und SPD hatten bereits in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten, dass der Ticketzweitmarkt reguliert werden soll. Dort heißt es:
Wir wollen den Ticketzweitmarkt für Sport- und Kulturveranstaltungen stärker regulieren, um Verbraucher vor überhöhten Preisen, Intransparenz und betrügerischen Verkaufspraktiken zu schützen und Veranstalter besser in die Lage zu versetzen, sich gegen unlauteres Verhalten von Ticketspekulanten zur Wehr zu setzen.
Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD

"Jeder kann in seinem Umfeld Courage zeigen"

Campino, der Sänger der Band, sieht allerdings auch die Künstler in der Verantwortung - und zwar dann, "wenn die Nachfrage den Preis regeln soll". Gerade bei Konzerten von bekannten Künstlern in kleinen Clubs, bei denen die Preise in die Höhe schießen, müsse es eine Deckelung geben. "Wir probieren seit Jahren, einen Kompromiss zu finden zwischen der Tatsache, dass es unser Beruf ist, aber nicht dazu beizutragen, dass die Spirale weiter hoch geht", so Campino in den tagesthemen.Die "Toten Hosen", die es seit den 1980er-Jahren gibt, haben ein neues Album aufgenommen, das ihr letztes sein soll. Aus diesem Grund waren Sänger Campino und Bassist Meurer zu Gast in den tagesthemen. Die Band hat nicht nur die deutsche Musikszene über Jahrzehnte entscheidend geprägt, sondern sich auch immer wieder politisch engagiert. Sie will dies auch weiterhin tun - wenn auch nicht mehr als Band."Jeder kann in seinem Umfeld Courage zeigen, sich hinstellen, zu Demos gehen - das werden wir sicherlich auch weiterhin tun", so Campino. "Wenn es brennt und die Stadt ruft uns, sind wir für viele Sachen da. Wir leben ja in einer Gemeinschaft und wir helfen da auch weiter mit."

Quelle: https://www.tagesschau.de/kultur/tote-hosen-ticketpreise-100.html
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Pounzer am 21. Mai 2026, 22:18:23
Zitat von: Gabumon am 17. Mai 2026, 09:51:57diese "Zweitmarkt" Sache ist auf jedenfall ein Luxusproblem der GANZ großen Bands. Die eh schon genug haben.

Najaaaa. Wenn Leute überteuerte Zweitmarkt-Tickets für die großen Bands kaufen, bleibt am Ende weniger Geld für mittelgroße Bands übrig. Also das ist schon grundsätzlich im Interesse von sämtlichen tourenden Musikern.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: El Chefe am 23. Mai 2026, 08:07:04
ZitatTeure Kultur: Justizministerin Hubig kündigt Kampf gegen Ticketwucher an

Die Bundesregierung reagiert auf Druck aus der Musikszene und prüft gesetzliche Schranken gegen astronomische Aufschläge auf dem Ticketzweitmarkt.

https://www.heise.de/news/Teure-Kultur-Justizministerin-Hubig-kuendigt-Kampf-gegen-Ticketwucher-an-11303077.html
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: sams am 23. Mai 2026, 08:51:38
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hat angekündigt, schärfer gegen unkontrollierte Preisexzesse auf dem Ticketzweitmarkt vorzugehen.

na dann wird ja alles gut...
Ich bin überzeugt, das nun schnell und mit Nachdruck daran gearbeitet wird und wir in 5 Jahren mit einem Vorschlag zur Lösung des Problems rechnen können.
Hoffen wir mal, das sich dann demokratische Kräfte mit der Problematik weiter beschäftigen werden.

Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 23. Mai 2026, 11:19:38
"moderate 60€" ... welche Bands kriegt man denn bitte noch für 60€

Die Rainbirds ja. Ich glaub 90% derjenigen die da unterschrieben haben liegen da drüber, teilweise weit drüber, wen wollen die denn verarschen?

Ein befreundeter Anwalt meinte übrigens das dafür gar das Grundgesetz geändert werden müsste, da Konzerttickets (und auch Fuballtickets) in deinen eigentum übergehen, und keine "Lizenz" wie bei Software etc ist. Der DFB/DFL ist damit ja schon vor eine Wand gelaufen

Spätestens ein Bundesgericht würde das gleich kassieren...

Und wie soll das sonst aussehen? Das man innerhalb von 2 Wochen der Musikindustrie in den hintern kriecht? Natürlich muss das geprüft werden, dann müssen da Fachleute drüber gucken usw.

Nina Chuba 80€
Die Ärzte 80€
Die Toten Hosen 80€
Kraftklub = gerade nicht auf Tour
Gerade Ikkimel (der auch immer das ist) liegt bei 60..

Die meisten Bands die "Moderate 60€" nehmen würde 100€ nehmen, wenn sie könnten, können sie nicht. Wird man der Musikindstrie auch den Ticketzweitmarkt überlassen, dass wäre ein offenes Scheunentor für NOCH teurere Tickets, du musst dann ja quasi schon sofort kaufen weil es keine Chance mehr gibt auf dem zweitmarkt günstig was abzustauben, die können dann (nach und nach, wie beim Frosch mit kochendem Wasser) die Ticketpreise anziehen und irgendwie fiktiv mit "alles wird teurer" kommen..(ohne das natürlich zu beweisen)

Hab letzte Tage eh mal aus langeweile geguckt, viele Bands auf der "Unterzeichner" Liste kriegen ihre Butzen ja kaum voll, die haben gar keinen Nennenswerten zweitmarkt...
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Märzhase am 23. Mai 2026, 11:36:10
Ja, Verbraucherschutz. Die Wurzel allen Übels.  ::)
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Anneliese Schmidt 666 am 23. Mai 2026, 13:05:58
Die Ärzte haben bei der Herbst des Lebens Tour knapp unter 60 gekostet.
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Beitrag von: Gabumon am 23. Mai 2026, 13:29:10
Zitat von: Anneliese Schmidt 666 am 23. Mai 2026, 13:05:58Die Ärzte haben bei der Herbst des Lebens Tour knapp unter 60 gekostet.

und auf der Tour Tour 25 DM...

Die Ärzte kosten auf der Gänsehaut Tour aber nicht unter 60€  ::)
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Anneliese Schmidt 666 am 23. Mai 2026, 13:53:56
Zitat von: Gabumon am 23. Mai 2026, 13:29:10und auf der Tour Tour 25 DM...

Die Ärzte kosten auf der Gänsehaut Tour aber nicht unter 60€  ::)

Was für ein Vergleich  ::) die eine Tour war 94, die andere 2023. merkste selbst, ne? Und wenn ich schon dabei bin, die hallengrößen hast du dir aber mal angeguckt? Die Gänsehaut ist doch viel viel größer, aber immerhin habe es die Ärzte kürzlich geschafft für unter 60 Euro ne große Tour zu spielen. Nur halt in kleineren Hallen. Auch da hätte man schon wesentlich mehr nehmen können.

Die von dir so abgefeierten Rainbirds sind eher viel zu teuer mit 60 Euro, aber das gehört hier eigentlich nicht hin.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 23. Mai 2026, 13:57:25
Die Ärzte nehmen aber keine 55€ mehr. Wir haben 2026 und nicht 2024...

Der "offene Brief" ist von diesem Jahr, nicht 2024...  ::) und 80€ für die Band ist schon echt am oberen Limit, da ist keine Bühnenshow die teuer ist, da stehen keine 6 Leute auf der Bühne die quasi jeden Musikjob annehmen müssen sondern Millionäre.

Und klar ist die Kölnarena teurer als das Palladium, da gehen auch mehr Leute rein..  ::) Das Stadion ist halt zu groß für Die Ärzte, dass kriegen die alleine nicht voll, sonst würden sie da spielen. Wäre die Tour jetzt im Palladium ständen da auch 80€ drauf, die würden auch 80€ nehmen wenn die im Helios spielen würden.

Die würden auch 100€ nehmen, nur muss man Preise halt langsam und nach und nach erhöhen, weil auf einmal besteht die Gefahr das es dann halt auch an die Schmerzgrenze der Leute geht, 80€ ist schon eine Hausnummer für eine Band die immer behauptet hat sie würden die Preise niedrig halten wollen
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Anneliese Schmidt 666 am 23. Mai 2026, 14:03:25
Komm, ich geb's auf. Wetter ist schön, da ist mir meine Zeit wirklich zun schade  ;D
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 23. Mai 2026, 14:08:36
tja, wenn man keine Argumentation hat und nur irgendwas aus der Vergangenheit rauskramen kann. Kann ich auch, Tour 84... 8 DM... wir haben nicht mehr 2023 als der VVK losging für die Herbst Tour, sondern 2026...

Fakt ist, da steht "75€ Plus Gebühren" auf der Karte und das ist fern ab von "moderaten 60 €". Und natürlich find ich auch 60€ für die Rainbirds zu viel. Nur stehen da nicht 3 Hansel in einer 10.000er Halle, sondern 7 in einer 500 Leute Kirche. Die relation ist eine ganz andere. DÄ und co sind KEINE Günstigen Bands mehr.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Phil8585 am 23. Mai 2026, 15:27:18
Zitat von: Anneliese Schmidt 666 am 23. Mai 2026, 14:03:25Komm, ich geb's auf. Wetter ist schön, da ist mir meine Zeit wirklich zun schade  ;D

Beste, was du bei dem Experten tun kannst, egal, ob 28 grad und sonne oder 7 Grad bei Regen und Wind  ;)  ;D ich habe seine beiträge auf die ignore-liste gesetzt, wenn man ihn dann noch nicht zitiert, fällt sein "Inhalt" ganz unter den Tisch. So als Tipp. Zum Thema: DÄ Konzerte können heute, egal in welcher Größenordnung um einiges teurer sein. Mehr muss dazu nicht gesagt werden.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: laternen-joe am 23. Mai 2026, 18:54:04
Zitat von: sams am 23. Mai 2026, 08:51:38Hoffen wir mal, das sich dann demokratische Kräfte mit der Problematik weiter beschäftigen werden.
Mir ist es fast egal, mit was sie sich in 5 Jahren beschäftigen, Hauptsache demokratisch.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Tigi am 24. Mai 2026, 00:34:26
Offener Brief

"1. Veranstalterrecht auf Weiterverkaufskontrolle: Veranstalter*innen sollen
gesetzlich das Recht erhalten, festzulegen, auf welchen Plattformen Tickets
weiterverkauft werden dürfen und Angebote außerhalb autorisierter Kanäle
per ,,Notice and Takedown" löschen lassen zu können.
"

"2. Preisobergrenze von 25 %: Der gewerbliche Weiterverkauf von Tickets soll
nur bis zu einem Aufschlag von max. 25 % auf den Originalpreis erlaubt sein.
Ab diesem Wert beginnt nach Überzeugung von Kultur- und
Sportveranstaltern der Bereich offensichtlicher Sittenwidrigkeit. Diese Grenze
sollte gesetzlich verankert werden – und zwar sowohl für den Weiterverkauf
als auch bereits für den spekulativen Ankauf von Tickets.
"

Forderung 1 ist dochüberflüssig, wenn Forderung 2 durchgesetzt wird:

Der gewerbliche Weiterverkauf nur bis zu einem Aufschlag von max. 25 % auf den Originalpreis soll erlaubt sein.
Damit kann man gut leben. Aber es ist nicht eindeutig definiert, dass auch private Weiterverkäufe bis zur Preisobergrenze von 25 % erlaubt sind und zwar außerhalb von Veranstaltern festgelegten Plattformen (Forderung 1).

Warum soll ich nicht mein Ticket auf ,,Kleinanzeigen" verkaufen dürfen, wenn die Preisobergrenze von 25 % eingehalten wird?

Die Forderung 1 ist dann überhaupt nicht erforderlich. Sollte der Veranstalter entdecken, dass auf ,,Kleinanzeigen" Tickets mit überschrittener Preisobergrenze angeboten werden, kann er diese Anzeige(n) melden und die werden dann nach Überprüfung auch gelöscht.
Natürlich muss diese Aktion von den Veranstaltern bzw. deren Anwälten initiiert werden, aber das ist doch auch in Ordnung, da es in deren Interesse liegt.

Stattdessen soll jetzt ein System eingeführt werden, dass festlegt, auf welchen Plattformen Tickets weiterverkauft werden dürfen und Angebote außerhalb autorisierter Kanäle per ,,Notice and Takedown" löschen lassen zu können.

Das bedeutet doch, dass  ich auch bei Einhaltung der Preisobergrenze von 25 % und Anbieten bei ,,Kleinanzeigen" als nicht autorisierter Kanal per ,,Notice and Takedown" gelöscht werden und nur auf den festgelegten Plattformen für zusätzliche Gebühren verkaufen kann.

Wo ist da für mich als Ticketverkäufer ein Nutzen - außer zusätzlicher Kosten - an dieser Idee?

Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: supere10 am 24. Mai 2026, 02:17:17
Comedy Gold:
Zitat von: Gabumon am 23. Mai 2026, 13:29:10und auf der Tour Tour 25 DM...

Zitat von: Gabumon am 23. Mai 2026, 14:08:36tja, wenn man keine Argumentation hat und nur irgendwas aus der Vergangenheit rauskramen kann.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: sams am 24. Mai 2026, 07:50:12
Zitat von: Tigi am 24. Mai 2026, 00:34:26Wo ist da für mich als Ticketverkäufer ein Nutzen - außer zusätzlicher Kosten - an dieser Idee?



Im besten Fall sollte ein Ticketwiederverkäufer überhaupt keinen Nutzen aus dem Ticketverkauf ziehen.
Den Nutzen sollte der Käufer ziehen, der Tickets auf dem Zweitmarkt kaufen kann die dem Originalpreis entsprechen.
Dem Wiederverkäufer sollten nur keine Verluste entstehen.

Machen wir uns nichts vor. Rare Tickets werden immer einen Schwarzmarkt finden.
Wenn Die Ärzte im Schokoladen spielen, wird es immer jemanden geben der ein Ticket sucht und es wird einen geben, der dieses Ticket anbietet.
Und der Anbieter wird dahin gehen, wo keine Kontrollen stattfinden und der Käufer wird ihm folgen.

Es sei denn, Tickets werden z.B. immer elektronisch personalisiert und die Umschreibung würde nur stattfinden, wenn das Ticket als Wiederverkauf nachweislich auf autorisierte Plattformen erworben wurde.

Ich sehe jedoch bei der elektronischen Personalisierung das Problem des Datenschutzes. Irgendwann wird jemand diese Daten dazu nutzen um Gewinne daraus zu generieren.


Wie sieht es eigentlich mit solchen Angeboten aus:

Ich biete ein Bonbon an, das auf einem Ticket lag, das den Zugang zu dem sehr gefragten Konzert xy gewährt.
Dieses Bonbon würde dich 500 Euro kosten. Aus Dankbarkeit für den Kauf, bekommst du das Ticket verpflichtend gratis dazu.
Und stelle ich diesen Bonbon , mit dem entsprechenden Text bei einer Gebotsplattform für einen Euro ein, wird es einen Käufer geben der mir meinen Preis zahlen wird. Wie ich Preise bei ebay pushen kann, ist ja jedem bekannt.



Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 24. Mai 2026, 09:42:30
Zitat von: Tigi am 24. Mai 2026, 00:34:26Wo ist da für mich als Ticketverkäufer ein Nutzen - außer zusätzlicher Kosten - an dieser Idee?

Es gibt nicht um den Nutzen beim Ticketkäufer, du hast da keinen von

Die Musikindustrie möchte den kompletten Markt kontrollieren und DIE wollen dich noch mehr Ausnehmen als sie sowieso schon tun. Die ganzen Phantasie "Systemgebüren" "Vorverkaufsgebühren" "Porto" (6€ nehmen und 95cent draufkleben...) reichen denen wohl nicht dazu soll dann noch ne Weiterverkaufsgebühr von mindestens 10% (wenn nicht mehr) kommen obwohl das technisch kaum nennenswerter aufwand ist, glaubt doch keiner das die mit 1€ zufrieden sind

Funfact: Technisch sind Eventim Print at Home Tickets bereits personalisiert.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: El Chefe am 27. Mai 2026, 19:59:44
FunFacts Folge mit Fatoni zu dem Thema (also nicht nur zu dem Offenen Brief)


Keine Wahnsinnigen neuen Erkenntnisse aber ich mag das Format generell
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 27. Mai 2026, 21:13:12
NIEMALS hat ein Artist an einer CD 50% verdient.  Wie kommt man bitte auf sowas?

Wenn du die selbst auf deinen Konzerten verkauft hast dann vielleicht, aber nicht im Laden. Da blieben vielleicht 10% über, bei Computerspielen das gleiche.

Stelle noch mal gehört, auch 15% sind sehr hochgegriffen. 5-10% ist realistisch, dass war auch nie anders (gut es gibt verträge wo die Plattenfirma da nur Löhne auszahlt, bei "Superstars" z.b.)
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: supere10 am 27. Mai 2026, 21:14:58
Zitat von: Gabumon am 27. Mai 2026, 21:13:12NIEMALS hat ein Artist an einer CD 50% verdient.
Er hat ja auch 15% gesagt.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: StefanH am 28. Mai 2026, 12:25:23
Zitat von: sams am 24. Mai 2026, 07:50:12Wie sieht es eigentlich mit solchen Angeboten aus:

Ich biete ein Bonbon an, das auf einem Ticket lag, das den Zugang zu dem sehr gefragten Konzert xy gewährt.
Dieses Bonbon würde dich 500 Euro kosten. Aus Dankbarkeit für den Kauf, bekommst du das Ticket verpflichtend gratis dazu.
Und stelle ich diesen Bonbon , mit dem entsprechenden Text bei einer Gebotsplattform für einen Euro ein, wird es einen Käufer geben der mir meinen Preis zahlen wird. Wie ich Preise bei ebay pushen kann, ist ja jedem bekannt.
Bei der letzten Fußball-EM in Deutschland wurden die Tickets bei Kleinanzeigen meist Büchern beigelegt die verkauft wurden. Ich meine das konnte man nicht oder nur schwer eindämmen. Statt "Ticket Deutschland gegen Schottland" musste man nach entsprechenden Büchern über Deutschland, Schottland oder München suchen.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: laternen-joe am 31. Mai 2026, 17:14:42
Weiß nicht, wer die Thirty Seconds to Mars (https://sfstandard.com/2026/05/21/jared-leto-sam-altman-eye-scanner-concert-tour/)-Thematik mitbekommen hat, aber wäre das für euch eine Option, um gegen Bots anzukämpfen und so den Ticketmarkt zu normalisieren? Oder ist das nur Katz- und Mausspiel und irgendwann gibt es genug Augen für die Bots? So wie früher billige Leute Captchas gelöst haben, könnten sie ja ihre Augen irgendwo reinhalten. Will man wirklich seine biometrischen Daten für zwei Tickets hergeben?
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: K.Urlaub am 31. Mai 2026, 18:02:32
Zitat von: laternen-joe am 31. Mai 2026, 17:14:42Weiß nicht, wer die Thirty Seconds to Mars (https://sfstandard.com/2026/05/21/jared-leto-sam-altman-eye-scanner-concert-tour/)-Thematik mitbekommen hat, aber wäre das für euch eine Option, um gegen Bots anzukämpfen und so den Ticketmarkt zu normalisieren? Oder ist das nur Katz- und Mausspiel und irgendwann gibt es genug Augen für die Bots? So wie früher billige Leute Captchas gelöst haben, könnten sie ja ihre Augen irgendwo reinhalten. Will man wirklich seine biometrischen Daten für zwei Tickets hergeben?

Ich will das auf gar keinen Fall. Katastrophe.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 31. Mai 2026, 19:31:49
Wenn ich schon den Namen Sam Altman lese möchte ich Kotzen, spielt in einer Liga mit Trump und Musk.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: gigarod am 01. Juni 2026, 07:16:43
Zitat von: laternen-joe am 31. Mai 2026, 17:14:42Weiß nicht, wer die Thirty Seconds to Mars (https://sfstandard.com/2026/05/21/jared-leto-sam-altman-eye-scanner-concert-tour/)-Thematik mitbekommen hat, aber wäre das für euch eine Option, um gegen Bots anzukämpfen und so den Ticketmarkt zu normalisieren? Oder ist das nur Katz- und Mausspiel und irgendwann gibt es genug Augen für die Bots? So wie früher billige Leute Captchas gelöst haben, könnten sie ja ihre Augen irgendwo reinhalten. Will man wirklich seine biometrischen Daten für zwei Tickets hergeben?

Gruselig. Datenschutztechnisch ist das System eine Katastrophe und wird aktuell zurecht in mehreren Staaten auseinandergenommen.
Die sammeln und verarbeiten biometrische Daten, was soll da schon schief gehen? Am besten alles schön mit der eigenen KI vibecodet und puff finden wir demnächst eine riesen Datenbank mit biometrisch einmaligen Merkmalen (die nur schwer änderbar sind) im Netz.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 01. Juni 2026, 09:27:04
Zitat von: gigarod am 01. Juni 2026, 07:16:43Am besten alles schön mit der eigenen KI vibecodet und puff finden wir demnächst eine riesen Datenbank mit biometrisch einmaligen Merkmalen (die nur schwer änderbar sind) im Netz.

Und da das Zeug in den USA gehostet wird hat natürlich der komplette Trump'sche appart darauf zugriff, Gruselig

Wollte gerade schon schreiben "so blöd kann doch keiner sein".. aber äh.. doch
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Pounzer am 02. Juni 2026, 09:23:44
Zitat von: Gabumon am 31. Mai 2026, 19:31:49Wenn ich schon den Namen Sam Altman lese möchte ich Kotzen, spielt in einer Liga mit Trump und Musk.

Mir reicht schon der Name Thirty Seconds to Mars ...
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Bloody am 10. Juli 2026, 09:01:39
ZitatMünchen – Die Nachrichten treffen fast im Stundentakt ein. Immer mehr Konzerte, Festivals und Veranstaltungen müssen abgesagt werden. Manchmal sprechen die Verantwortlichen von produktionsbedingten Gründen, mal wird das sommerliche Wetter vorgeschoben.

Doch in Wirklichkeit steckt hinter zahlreichen Entscheidungen schlicht die bittere Wahrheit: Die Menschen kaufen derzeit keine Karten für Events. Viele Veranstalter würden ein fettes Minus verzeichnen, wenn sie die Termine nicht streichen.

[...]

Giesinger ließ noch einen Appell los: ,,Wenn ihr wisst, dass ihr auf ein Konzert gehen wollt, hilft es uns total, wenn frühzeitig Tickets gekauft werden. So können wir besser planen und solche Absagen im besten Fall vermeiden."

Aber genau da liegt das Problem. Inzwischen entscheiden viele immer kurzfristiger, was sie unternehmen möchten. Die hohen Kosten für den Alltag, das Wetter, andere Freizeitangebote – viele Faktoren spielen da eine Rolle.

Für Veranstalter fällt dadurch jegliche Planungssicherheit weg. ,,Es wird immer riskanter, ein Event zu planen, da kaum jemand bereit ist, Monate im Voraus Tickets zu kaufen", sagt ein Kölner Veranstalter zu EXPRESS.de.

Ernst-Ludwig ,,Ernest" Hartz ist schon ein alter Hase im Business. Aber auch er spürt beim Bonner KunstRasen aktuell die angespannte Lage. ,,Seit Monaten ist das Kaufverhalten der Menschen durch die hohen Lebenshaltungskosten ohnehin gebremst. Eine Zurückhaltung in dieser Form habe ich seit 2012 noch nicht erlebt."

Trotzdem würden die Bands die Gagen immer weiter erhöhen. ,,Viele Gruppen wollen lieber weniger Konzerte geben, bei denen sie dann aber richtig kassieren. Deshalb werden die Ticketpreise für 2027 noch einmal drastisch anziehen", sagt er voraus.

Der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft bezeichnet die Lage als ,,angespannt". Die Produktionskosten seien seit der Pandemie ,,um rund 50 Prozent gestiegen". Ticketpreise hätten dagegen ,,nur um etwa 30 Prozent" erhöht werden können. Besonders drastisch sei die Entwicklung bei Künstlergagen, die sich ,,in Teilen sogar verdreifacht" hätten.

[...]

Andererseits explodieren die Kosten für GEMA-Zahlungen, Toiletten, Zäune, Bühnenbau, Energie und Security. Die Mindestlohnerhöhung verursacht bei einem Event wie dem KunstRasen pro Veranstaltungstag allein 3000 Euro mehr an Kosten. Pro Konzerttag haben die Macher schon ohne die Künstlergage Ausgaben von rund 150.000 Euro. Das Geld will erst einmal verdient werden.
https://www.fr.de/panorama/warum-die-eventbranche-deutschland-gerade-in-eine-krise-rutscht-konzerte-absage-festival-zr-94389185.html
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 10. Juli 2026, 11:50:11
Naja einerseits macht quasi schon Kartenvorvkerauf für 2027, oder für in 8 Monaten und wundert sich dann das die Kunden vorsichtig sind.

Wenn man dann doch nicht kann, dann steht man damit da, das jetzt auch noch Firmen wie JKP aktiv den zweitmarkt bekämpfen wollen ist es klar das die Leute NOCH vorsichtiger werden.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: phluxx am 10. Juli 2026, 12:14:31
Ob ein Appell von Max Giesinger an die Kundschaft das Problem jetzt im Kern trifft wage ich zu bezweifeln.

Warum sind grosse Konzerte überhaupt so teuer? Sieht man ja bei DÄ, bei denen sind die kleinen Konzerte deutlich billiger als die grossen. Und das bestimmt nicht, weil sie bei großen Konzerten extra viel Künstergage haben wollen. Bei hohen Hallenkapazitäten hat halt die ganze Branche Dollarzeichen in den Augen, vielleicht ist das eher das Problem, als dass die Besucher Karten zu spät kaufen.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 10. Juli 2026, 12:21:40
Zitat von: phluxx am 10. Juli 2026, 12:14:31Warum sind grosse Konzerte überhaupt so teuer? Sieht man ja bei DÄ, bei denen sind die kleinen Konzerte deutlich billiger als die grossen.

Hallenmiete, mehr Equipment, mehr Crew, die Band will natürlich auch selbst nicht weniger verdienen, Supportbands..

in einer Halle wie der Turbinenhalle, Palladium steht schon Bühne und alles, in der Kölnarena halt nicht...
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: phluxx am 10. Juli 2026, 12:50:43
Tja, wenn das halt wirtschaftlich nicht rentabel ist, ständig Bühnen auf- und abzubauen, dann spielt man halt in kleineren Locations, wo die Bühne schon steht. Und wenn die großen Hallen deswegen leer bleiben, dann können sich deren Betreiber ja mal überlegen, ob sie für Konzert-Phasen eine Bühne vorinstallieren. Ich kenne jedenfalls keinen Konzertgänger der explizit nach Riesenhallen gefragt hat.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: maxmaxmax am 10. Juli 2026, 14:01:13
Zitat von: phluxx am 10. Juli 2026, 12:50:43Tja, wenn das halt wirtschaftlich nicht rentabel ist, ständig Bühnen auf- und abzubauen, dann spielt man halt in kleineren Locations, wo die Bühne schon steht. Und wenn die großen Hallen deswegen leer bleiben, dann können sich deren Betreiber ja mal überlegen, ob sie für Konzert-Phasen eine Bühne vorinstallieren. Ich kenne jedenfalls keinen Konzertgänger der explizit nach Riesenhallen gefragt hat.


Guter Punkt
Ich persönlich gehe lieber 3x ins SO36 als einmal ins Olympiastadion
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: phluxx am 10. Juli 2026, 14:39:31
Mein Haupt-Punkt war: Grössere Konzerte werden erstmal durch Skaleneffekte billiger, das ist ganz logisch. Eine Kabine auf einem Kreuzfahrtschiff mit 6000 Gästen ist auch billiger als bei 500 Gästen. Das große Konzerte trotzdem teuerer sind, liegt halt daran, was die Industrie daraus macht.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: liechtensteiner am 10. Juli 2026, 15:09:18
Einen Punkt, denn man nicht vergessen darf, ist, dass große Venues viel weniger Termine pro Jahr haben. In der Wuhlheide zB 18 für 2026, im Astra über 100.
Würden die laufenden Kosten proportional mit der Anzahl der Besucher steigen, hieße das, dass pro Ticket in der Wuhlheide dieser Kostenpunkt fünfmal so groß ist wie im Astra. Nun ist mir klar, dass das nicht 1:1 steigt - aber ein Fünftel an Fixkosten pro Platz hat die Wuhle sicher auch nicht, sodass das unterm Strich schon teurer ist. Und klar ist das nur ein Posten und erklärt nicht den ganzen Unterschied. Aber es macht an einigen Stellen Sinn, dass große Venues teurer sind als kleine
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: sams am 10. Juli 2026, 15:45:42
Am letzten Wochenende hat Finch zwei Konzerte im Stadion an der alten Försterei gespielt.
Die Bühne war wohl vom SonneMondSterne Festival und kostete 250000€ Miete.
Für die ganze Produktion hätten sie bei einem Konzert draufgezahlt, bei zwei Tagen bliebe wohl am Ende was hängen.
Ticketpreise: 72,50
Zuschauerzahl: 25000 je Tag, beide Tage ausverkauft

hier (https://youtu.be/hfu39Hfaf10?is=NxglNYPI8KsJ6mBx) nachzusehen ab ca. Minute 32...

Nur um mal zu verdeutlichen was so eine Produktion an Kosten verursacht.


Zitat von: maxmaxmax am 10. Juli 2026, 14:01:13Guter Punkt
Ich persönlich gehe lieber 3x ins SO36 als einmal ins Olympiastadion

Um die Nachfrage zu bedienen, hätten System Of A Down für die 70000 Menschen die im Berliner Olympiastadion waren, ca. 87 mal das SO36 (Fassungsvermögen ca. 800) bespielen müssen.
Und hätten sie statt im Olympiastadion eine Show im SO36 gegeben, hättest du vermutlich wegen der hohen Nachfrage, keine Karte bekommen.

Zitat von: phluxx am 10. Juli 2026, 14:39:31Mein Haupt-Punkt war: Grössere Konzerte werden erstmal durch Skaleneffekte billiger, das ist ganz logisch. Eine Kabine auf einem Kreuzfahrtschiff mit 6000 Gästen ist auch billiger als bei 500 Gästen.

Ja aber nur weil die Kalkulation eine andere ist. Auf einem großen Kreuzfahrtschiff sind es nicht die Kabinenpreise die die Fahrt kostendeckend machen, sondern die kostenpflichtigen Zusatzangebote.
Wenn ich 6000 Gäste habe, kann ich entstehende Kosten viel besser aufteilen, als es mir bei 500 Gästen möglich wäre.








Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Tigi am 10. Juli 2026, 17:28:37
Zitat von: maxmaxmax am 10. Juli 2026, 14:01:13Ich persönlich gehe lieber 3x ins SO36 als einmal ins Olympiastadion

Wenn deine Lieblingsband sehr erfolgreich ist und das Olympiastadion füllt, was machst du dann? Nicht hingehen und hoffen, dass irgendwann der Erfolg nachlässt und du sie dann im SO36 sehen kannst? :D
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Heroi am 10. Juli 2026, 17:39:31
Unabhängig davon, ob in den Venues dauerhaft eine Bühne installiert ist, werden immer Kosten dafür entstehen, die an den Endkunden abgegeben werden (müssen).
Kauft die Venue ihre eigene Bühne hat sie erst die Anschaffungskosten und danach muss diese selbstständig geprüft und gewartet werden. Bedeutet: Personal und Prüfer, die immer wieder Geld kosten.
Bedeutet die Hallenmiete ist tendenziell teurer (sogar dann, wenn die Bühne eventuell gar nicht den Anforderungen des Künstlers entspricht.)
Zusatzequipment für Ton, Licht etc. muss trotzdem angemietet werden.
Auch, wenn es keinen Umbau der eigentlichen Bühnenkonstruktion gibt, wollen Ton, Licht und Special Effects vor, während und nach der Show betreut werden. Du sparst also "nur" an einem Gewerk Mitarbeitende.

Ein Kollege hat mir kürzlich das Budget einer mittelgroßen Band vorgerechnet, für die er längere Zeit vor 15 Jahren gearbeitet hat.
Die haben auch so in Hallen um 6000-8000 Personen getourt und hatten ca. 250.000 Euro pro Auftritt zur Verfügung. Wenn Veranstalter, Ticketing, Hallen, Equipment etc. bezahlt waren, hatten sie noch 50.000 Euro übrig, von denen sie sich selbst und ihre eigene Tourcrew bezahlt haben. Übrig blieb 5000 Euro pro Auftritt, der durch 5 Köpfe in der Band aufgeteilt werden musste.
Und seither ist alles teurer geworden - ergo auch die Tickets.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: phluxx am 10. Juli 2026, 18:07:33
@Heroi, vielleicht reden wir aneinander vorbei. Was ich konkret vergleiche, ist

a) 1 Konzert mit 20.000 Zuschauern
b) 10 Konzerte mit 2.000 Zuschauern

In der kompletten Durchführung, bei ansatzweise gleichen Ansprüchen an die Qualität (*), sollten die 10 Einzelkonzerte doch teurer sein. Die ganze Wirtschaft ist geprägt von Skalierungseffekten. Eine 3 Zimmer-Wohnung kostet auch weniger als drei 1-Zimmer Wohnungen. Taxi ist teurer als Bus, weil ein Fahrzeug, ein Fahrer für jeden. "Bus ist teurer weil das Fahrzeug ja grösser und teurer ist" würde verdammt unlogisch klingen - aber bei Konzerten nicht?

Dass grosse Hallen immer mehr kosten als kleine kommt doch aus dem Zusammenhang große Halle -> bekannter Artist -> man kann mehr Geld nehmen -> alles wird teurer eingepreist. (oder liege ich falsch?)

Letztendlich leben wir in einer Marktwirtschaft. Und da ist es der Standard , dass man an Preis nimmt, was man verlangen kann, das was der Kunde zahlt. Nicht was man braucht für nachhaltiges Wirtschaften oder so. Und wenn die Musikindustrie es nicht schaffen sollte, trotz der ganzen Skalierungseffekte, dass sich große Konzerte rentieren, nur die kleinen, dann scheint das ein sehr Musikindustrie-exklusives Problem zu sein. Da würde ich die Ursache nicht zuerst bei den Kunden suchen.


(*) Ja das ist der Schwachpunkt meiner Argumentation. Ein Konzert mit 20k Zuschauern hat ganz andere Ansprüche an das Sound Konzept. Aber lass mal einfach annehmen, dass wir nicht auf der einen Seite die Ansprüche von Rammstein haben und auf der anderen Seite eine Schülerband.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: phluxx am 10. Juli 2026, 18:45:36
Zitat von: sams am 10. Juli 2026, 15:45:42Ja aber nur weil die Kalkulation eine andere ist. Auf einem großen Kreuzfahrtschiff sind es nicht die Kabinenpreise die die Fahrt kostendeckend machen, sondern die kostenpflichtigen Zusatzangebote.
Wenn ich 6000 Gäste habe, kann ich entstehende Kosten viel besser aufteilen, als es mir bei 500 Gästen möglich wäre.


Wenn die Kalkulation eine andere ist, dann ist das natürlich ein externer Faktor, klar. Ich korrigiere mich: 10 Kreuzfahrtschiffe neu zu bauen, für je 500 Gäste kostet mehr als 1 Schiff für 5000. Das ist der Skalierungseffekt den ich meine.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: sams am 10. Juli 2026, 18:57:24
Zitat von: phluxx am 10. Juli 2026, 18:07:33Die ganze Wirtschaft ist geprägt von Skalierungseffekten. Eine 3 Zimmer-Wohnung kostet auch weniger als drei 1-Zimmer Wohnungen. Taxi ist teurer als Bus, weil ein Fahrzeug, ein Fahrer für jeden. "Bus ist teurer weil das Fahrzeug ja grösser und teurer ist" würde verdammt unlogisch klingen

Deine ganze Argumentation ist bei genauer Betrachtung völliger Unsinn.

Eine Wohnung berechnet sich nach den Quadratmeter die sie hat und nicht nach der Anzahl der Räume.
Eine 3 Zimmer Wohnung hat 3 Zimmer, Küche, Flur und Bad.
Eine 1 Zimmer Wohnung hat 1 Zimmer aber auch Küche,Flur und Bad.

Miete dir mal ein PKW bei einer Autovermietung und miete dir einen Kleinbus.
Der Kleinbus wird immer fast 1/3 teurer sein.

Dagegen kostet eine Fahrt mit dem PKW-Taxi dasselbe, wie eine eine Fahrt mit dem Kleinbus-Taxi. Du bezahlst ja auch nicht mehr wenn die alleine im Taxi gefahren wirst.

Was du uns sagen möchtest ist, das die Produktion einer Kleinstmenge viel höher ausfällt als eine Massenproduktion.
Dies ist jedoch nicht auf die Produktionskosten einer Veranstaltung übertragbar.


Zitat von: phluxx am 10. Juli 2026, 18:45:36Wenn die Kalkulation eine andere ist, dann ist das natürlich ein externer Faktor, klar. Ich korrigiere mich: 10 Kreuzfahrtschiffe neu zu bauen, für je 500 Gäste kostet mehr als 1 Schiff für 5000. Das ist der Skalierungseffekt den ich meine.

Auch hier vergleichst du Äpfel mit Birnen.
Die Anschaffungskosten eines Kreuzfahrtschiffes mögen im Vergleich zu den Anschaffungskosten von 10 Einzelschiffen kleinerer Bauweise aber gleicher Ausstattung geringer ausfallen. Aber die Unterhalts.- und Verbrauchskosten dürften trotzdem bei einem Luxusliner bei weitem höher ausfallen.

Was du uns sagen möchtest ist, das es günstiger ist  eine große Menge an Frachtgut auf ein Containerschiff um die Welt zu transportieren, als die vergleichbare Menge aufgeteilt auf mehreren kleineren Schiffen.


Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: maxmaxmax am 10. Juli 2026, 19:00:02
Zitat von: Tigi am 10. Juli 2026, 17:28:37Wenn deine Lieblingsband sehr erfolgreich ist und das Olympiastadion füllt, was machst du dann? Nicht hingehen und hoffen, dass irgendwann der Erfolg nachlässt und du sie dann im SO36 sehen kannst? :D

Ja

Oder ne Berlin-Tour macht
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Heroi am 10. Juli 2026, 19:01:20
Zitat von: phluxx am 10. Juli 2026, 18:07:33@Heroi, vielleicht reden wir aneinander vorbei. Was ich konkret vergleiche, ist

a) 1 Konzert mit 20.000 Zuschauern
b) 10 Konzerte mit 2.000 Zuschauern

In der kompletten Durchführung, bei ansatzweise gleichen Ansprüchen an die Qualität (*), sollten die 10 Einzelkonzerte doch teurer sein. Die ganze Wirtschaft ist geprägt von Skalierungseffekten. Eine 3 Zimmer-Wohnung kostet auch weniger als drei 1-Zimmer Wohnungen. Taxi ist teurer als Bus, weil ein Fahrzeug, ein Fahrer für jeden. "Bus ist teurer weil das Fahrzeug ja grösser und teurer ist" würde verdammt unlogisch klingen - aber bei Konzerten nicht?

Dass grosse Hallen immer mehr kosten als kleine kommt doch aus dem Zusammenhang große Halle -> bekannter Artist -> man kann mehr Geld nehmen -> alles wird teurer eingepreist. (oder liege ich falsch?)



Ja und Nein.

Dein Taxi-Bus-Beispiel ist gut, nur meiner Ansicht nach nicht zu Ende gedacht.
Denn der Bus kann von einer Person betrieben werden, um viele Menschen zu transportieren.
Für die Venue aber, steigen unweigerlich in allen Bereichen die Anforderungen enorm. Und das ist nicht zwingenderweise proportional.
Wenn wir nur beim Personal bleiben:

Wenn Venue A) für 20.000 Personen von 1000 Menschen betrieben werden würde, für den einen Abend, und Venue B) aber nur 50 braucht, um das Konzert für 2000 Personen an 10 Tagen zu organisieren/durchzuführen, dann braucht es bei Venue a) eben für 1000 Mitarbeitende Bezahlung und für Venue b) eben 10x für 50 Mitarbeitende.

Venue A) wird zwangsweise teureres Equiment brauchen, um die "gleiche" Qualität, wie Venue B) zu liefern.

Das könnte man an allen Enden weiter auseinandernehmen.

Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Gabumon am 10. Juli 2026, 19:18:58
Dazu kommt übrigens das es gefühlt jedes Wochenende 13 Festivals gibt wo in der Rotation die gleichen Bands spielen, und das Wochenende darauf wieder und wieder und wieder.

Klar das dann irgendwann die verkäufe wegbrechen.
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: phluxx am 10. Juli 2026, 19:26:23
Ich höre ja schon auf :) Ich hab auch jemanden gefunden, der mich versteht :)

https://chatgpt.com/share/6a513595-2618-83eb-aac0-3c8a8d268acd
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: sams am 10. Juli 2026, 19:35:16
Zitat von: Gabumon am 10. Juli 2026, 19:18:58Dazu kommt übrigens das es gefühlt jedes Wochenende 13 Festivals gibt wo in der Rotation die gleichen Bands spielen, und das Wochenende darauf wieder und wieder und wieder.

Klar das dann irgendwann die verkäufe wegbrechen.

Welches Wochenende meinst du genau wo 13 Festivals gleichzeitig stattgefunden haben und die Bands in oder bei diesen rotierten?
Mir sind lediglich nur die Festivals bekannt wo es Zwillings.- und/oder Schwesternfestivals gibt (z.B. RaR und RiP) wo es diese Rotation gibt.
Ab und zu spielt eine Band auch mal mehrere Shows auf unterschiedlichen Festivals an einem Wochenende. Das sich aber gleich 13 Festivals dieselben Bands an einem Wochenende teilen, würde ich mal in die Kategorie leichter Übertreibung einordnen.
Aber sicher hast du zahlreiche Beispiele und brennst nur darauf diese uns darzulegen.

Natürlich kann ich deinen Gedankengang nachvollziehen, wenn ich von der maßlosen Übertreibung mich nicht blenden lasse.
Das am nächstfolgenden Wochenende die selben Bands in ähnlicher Konstellation zueinander spielen, liegt jedoch am Booking und an der Nachfrage seitens der Besucher.


Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: Heroi am 10. Juli 2026, 19:47:54
Ironie an:

Da fragt man sich auch wozu man Ausbildung, Erfahrung und Meistertitel hat, wenn KI trotzdem überzeugender ist. Und auch, wieso sie meinen Job noch nicht macht? Offensichtlich kann die das effizienter... ???

Ironie aus.

Aber gut, dass wir das klären konnten.  ::)

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Beitrag von: phluxx am 10. Juli 2026, 20:43:33
@Heroi sorry dass das so rueber kam. Das war garnicht direkt als Antwort an Dich gemeint, der Rest hier ist ja weitgehend einer Meinung mit Dir. Nur ich kanns halt nicht glauben.
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Beitrag von: supere10 am 10. Juli 2026, 20:49:49
Wie man ja vor Kurzem bei KIZ gesehen hat:
Ein paar Tage vor dem Konzert (was bis dahin geheim war) einfach einen SoMe-Post machen, wann und wo man die Tickets kaufen kann. Die konnte man im Fall von KIZ nur vor Ort an einem Ticketschalter kaufen. Die Konzerte (ich glaube es waren 3 in der Art) waren alle direkt ausverkauft. Endlos lange Schlangen an den Schaltern.
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Beitrag von: Heroi am 10. Juli 2026, 21:22:19
Zitat von: phluxx am 10. Juli 2026, 20:43:33@Heroi sorry dass das so rueber kam. Das war garnicht direkt als Antwort an Dich gemeint, der Rest hier ist ja weitgehend einer Meinung mit Dir. Nur ich kanns halt nicht glauben.

Mir geht es gar nicht darum, dass man einer Meinung ist. Wegen meiner kannst dus glauben oder eben auch nicht.
Einfach der Umgang mit einer Diskussion hat mich geärgert. Da kann man sich das Posten auch klemmen.
Ist ein bisschen, wie wenn man in Reallife eine Unterhaltung führt, unterschiedlicher Meinung ist, und der/die Gesprächspartner/in fängt erstmal an zu googlen, um neue Argumente zu bekommen.
Aber belassen wirs dabei. Das wird nur zu OT.


Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: liechtensteiner am 10. Juli 2026, 21:26:42
Zitat von: phluxx am 10. Juli 2026, 18:45:36Wenn die Kalkulation eine andere ist, dann ist das natürlich ein externer Faktor, klar. Ich korrigiere mich: 10 Kreuzfahrtschiffe neu zu bauen, für je 500 Gäste kostet mehr als 1 Schiff für 5000. Das ist der Skalierungseffekt den ich meine.
Selbst wenn das so ist: Wenn du dein 5000er Schiff nur 18 Tage im Jahr vermietest, deine 500er Schiffe aber 100 Tage im Jahr, dann wird die Kabine im 5000er Schiff deutlich teurer sein. Weil neben der Abschreibung der Anschaffungskosten ja noch laufende Betriebskosten abgeschrieben werden müssen.
Nehmen wir an, dass diese beim 5000er Schiff im Jahr 10x so hoch sind wie beim 500er Schiff (oder auch nur 8x höher meinetwegen, Skalierung und so). Dein 5000er Schiff hat 5000×18 = 90000 Übernachtung erwirtschaftet. Dein 500er Schiff 500x100=50000. Also müssen die achtmal höheren Betriebskosten auf weniger als doppelt so viele Übernachtungen umgelegt werden. Daher etwa viermal höherer Betriebskostenanteil pro Übernachtung beim großen Schiff.

Ich weiß, du hast schon die weiße Fahne geschwenkt, wollte ich trotzdem nochmal für die Allgemeinheit loswerden. Einen schönen Abend allen und Grüße aus Wien
Titel: Aw: Pro Musik: Offener Brief Gegen Ticketwucher und -betrug (feat die ärzte)
Beitrag von: laternen-joe am 11. Juli 2026, 15:27:41
Kaum ist man mal 2 Tage nicht da, verpasst man die Schulung: "Kreuzfahrtschiffe für Anfänger und Fortgeschrittene". So ein Mist.  ;D