Zitat von: Tigi am 23. Mai 2024, 14:26:51Wird bei DÄ in Tempelhof auch nicht besser sein, da sie das Catering nicht selbst betreiben. Das ist gar nicht mal so schlecht, sonst gäbe es warscheinlich "Lieber Tee" statt Bier und Pasta aglio e "Stella Maris" olio statt Bratwurst. ;D
Kurz offtopic aber laut Bela wird's bei den Tempelhof Konzerten keine Fleischgerichte geben ;)
Zitat von: no_name1 am 23. Mai 2024, 15:00:52Kurz offtopic aber laut Bela wird's bei den Tempelhof Konzerten keine Fleischgerichte geben ;)
Laut FU auch. Quelle: Visions Interview
Finde ich sehr gut :P
Dann wäre ich dafür bei den Konzerten auch keinen Alkohol mehr zu verkaufen. Alkoholfreies nur ohne Zucker.
Und in Tempelhof darf auf dem kompletten Gelände nicht geraucht werden. Ach, kein Einlass mit Klamotten oder Accessoires aus Tierprodukten und alles Fairtrade mit Nachweisplicht...
Zitat von: sams am 23. Mai 2024, 23:00:17Dann wäre ich dafür bei den Konzerten auch keinen Alkohol mehr zu verkaufen. Alkoholfreies nur ohne Zucker.
Und in Tempelhof darf auf dem kompletten Gelände nicht geraucht werden. Ach, kein Einlass mit Klamotten oder Accessoires aus Tierprodukten und alles Fairtrade mit Nachweisplicht...
Auch wenn das offtopic ist und eher in den Tempelhof-Thread gehört:
Die billige Polemik zieht nicht, sorry.
Die Begründung für vegane/vegetarische Gastro ist ja recht klar: Die "Produktion" von Fleisch verbraucht wesentlich mehr CO2 als vegetarische/vegane Ernährung. Da gibt es inzwischen mehr als genug Studien zu (z.B. https://utopia.de/vegan-treibhausgase-co2-137342/ oder direkt beim Labor Tempelhof: https://labor-tempelhof.org/blog/2022/07/28/mehr-gemuese-auf-dem-flugfeld/).
Und das Ziel der Tempelhof-Konzerte, also das "Labor Tempelhof", ist ja zu schauen wie Konzerte und Großveranstaltungen wesentlich Klima-positiver gestaltet werden können als bisher. Am Ende ist das ja auch nur ein kleiner Teil des Gesamt-Konzepts.
Und was spricht denn bitte gegen Fairtrade? Ich fände es super, wenn die Veranstalter*innen Fairtrade zur Vorgabe machen. Heißt ja Ende nix anderes, außer dass ein Mindestpreis gezahlt wird. Wieso sollten man dagegen sein?
Rauchverbot nehme ich außerdem sehr gerne. Alkoholverbot sollte man schonmal im Fußball mit anfangen
Zitat von: Hase am 23. Mai 2024, 13:23:42wir sind im ausgang neben der bühne raus, war alles easy und entspant... dann den radweg lang und über die eine brücke zu p2 (ca 3 km oder so) gelaufen... war eher als andere mit bahn vom konkresszentrum...
bin auch so froh das ich mir ein parkticket vorhergebucht hab, war bis dato das entspannste "groß"-konzert von der an- und abreise her was ich je hatte...
ja zu den preisen brauch man nicht viel sagen... das ist ja auch bei anderen bands so, selbst im kleinen schlachthof haben die saupreise aber damit muss man wohl leben, dafür können die bands eh nix
bin auch froh das es das dresden tages shirt bis zum 31.05. jetzt noch im shop gibt, war ja überall vergrissen und anstellen wollte ich mich nicht um dann zu merken das meine größe eh weg ist ;D
wir sind links neben der bühne raus über den sportplatz und dann zur Tram. Hatten Ticket vorher in summe war es auch entspannt. Fand halt nur diese Verengungen da sehr grenzwertig ;)
wir Waren 22 Uhr vom Gelände und 23 Uhr auf der A4 ging schon gut :)
Bei Rammstein weiß man ja immer nicht, kommt noch mal was oder wars das dann.
Und zu den Gastro Preisen, ja ich kauf dann auch nichts (Okay Riesenbrezel + 1 Bier) aber mehr dann nicht. 0,5 Tetrapack konnte man ja mit reinnehmen von daher alles gut. Find es trotzdem Heftig.
Zitat von: gigarod am 24. Mai 2024, 06:46:57Die billige Polemik zieht nicht, sorry.
Ich stimme dir zu, das dieses Thema in den entsprechenden Bereich verschoben werden könnte...
Ansonsten war die Polemik nicht billig, sondern meine Meinung auf Bevormundung.
Ich möchte gerne in möglichst jeder Situation selbst entscheiden dürfen, was ich für richtig oder falsch empfinde.
Wenn mir ein Angebot gemacht wird, dann wähle ich gerne.
Zumal ich in erster Linie eine Eintrittskarten für ein Konzert erstanden habe und nicht zu einer Veranstaltung, in der es darum geht, mein persönliches Verhalten zu verändern.
Mir dürfen gerne neue Wege aufgezeigt werden, aber ich halte es noch immer für wichtig, mich letztendlich selbst frei entscheiden zu dürfen.
Ich würde mir wünschen, daß vielleicht das Verhältnis der angebotenen Speisen verändern werden würde. Also z.B. 80% vegetarisch und 20% tierische Produkte.
Das dann am gleichen Stand, um nachher zu errechnen, in wieweit welche Nahrungsform mehr angenommen wurde.
Da ist ein Konzert sehr gut für geeignet, da dort ein echter Querschnitt der Bevölkerung zugegen ist und nicht nur Lobbyisten.
Noch viel besser wäre es, das dies auch vor dem Verkauf der Tickets genau kommuniziert wird und man nicht vor vollendeten Tatsachen gestellt wird.
Dir schreibt doch keiner vor was du essen sollst. Es ist eine Veranstaltung auf welcher es eben nur veggie gibt.
Außerdem geht ja auch mehr als "entweder alles oder nichts"
Zitat von: sams am 24. Mai 2024, 09:21:22Ich stimme dir zu, das dieses Thema in den entsprechenden Bereich verschoben werden könnte...
Ansonsten war die Polemik nicht billig, sondern meine Meinung auf Bevormundung.
Ich möchte gerne in möglichst jeder Situation selbst entscheiden dürfen, was ich für richtig oder falsch empfinde.
Wenn mir ein Angebot gemacht wird, dann wähle ich gerne.
Zumal ich in erster Linie eine Eintrittskarten für ein Konzert erstanden habe und nicht zu einer Veranstaltung, in der es darum geht, mein persönliches Verhalten zu verändern.
Mir dürfen gerne neue Wege aufgezeigt werden, aber ich halte es noch immer für wichtig, mich letztendlich selbst frei entscheiden zu dürfen.
Ich würde mir wünschen, daß vielleicht das Verhältnis der angebotenen Speisen verändern werden würde. Also z.B. 80% vegetarisch und 20% tierische Produkte.
Das dann am gleichen Stand, um nachher zu errechnen, in wieweit welche Nahrungsform mehr angenommen wurde.
Da ist ein Konzert sehr gut für geeignet, da dort ein echter Querschnitt der Bevölkerung zugegen ist und nicht nur Lobbyisten.
Noch viel besser wäre es, das dies auch vor dem Verkauf der Tickets genau kommuniziert wird und man nicht vor vollendeten Tatsachen gestellt wird.
Du schreibst es ja selbst: Du bist in erster Linie für ein Konzert da. Das optionale Gastro-Angebot wird halt komplett auf vegetarisch/vegan umgestellt, statt wie bisher nur 70/30. Wird ja auch genau so kommuniziert.
Ist in dem Fall halt die Entscheidung der Veranstalter*innen und nicht deine. Ich meine, du gehst ja auch nicht auf einen Geburtstag zu dem du eingeladen wurdest und beschwerst dich, dass es nur Bier X gibt und nicht Bier Y, oder?
Das Labor Tempelhof ist ja genau dazu da, diese Fragen zu erörtern. Ich vermute mal, dass die diesen Schluss nicht einfach so aus Lustigkeit gezogen haben, sondern anhand der erhobenen Daten. Und ein wesentlicher Faktor bei der Entscheidung ist halt die CO2-Minimierung.
Wie Bela in dem Musikexpress-Interview schon sagt: Niemand wird verwiesen wenn man sich ein Stück Salami-Pizza mitbringt. Aber es wird halt nicht zum Verkauf angeboten.
Ist ja jetzt nicht so, als dass Leute dadurch benachteiligt sind. Eher im Gegenteil. Vegetarische/vegane Gastro ist ja rein logisch schon für mehr Leute eine Option als 20 Bratwurstbuden weil können halt alle was essen.
Edit: Zum Thema "ich möchte das vorher wissen" noch was.
Auf der Seite vom Labor Tempelhof steht ja explizit als allererstes:
"Labor Tempelhof geht in die nächste Runde und lädt Dich ein, Teil der nachhaltigen Konzertreihe zu werden. Am 23., 24. und 25. August 2024 veranstaltet Loft Concerts gemeinsam mit den Mitinitiatoren C2C NGO, KKT und SBS drei Konzerte der Band Die Ärzte auf dem Flughafen Tempelhof in Berlin.
Wie schon 2022 setzen wir uns erneut das Ziel, klima- und ressourcenpositive Produkte, Prozesse und Innovationen zu testen und zu skalieren. Wir bauen auf den Erfolg der ersten Labor Tempelhof-Konzerte auf und möchten Cradle to Cradle-Ansätze weiterentwickeln und umsetzen. Hier kommst Du ins Spiel!"
Und genau das fasst das ja mMn ganz gut zusammen: Die Konzerte werden halt veranstaltet um die ganzen Prozesse zu entwickeln und zu testen. Vielleicht mal eher aus dem Blickwinkel betrachten.
Ich bin seit 16 Jahren Vegetarier und als ich damit anfing kein Fleisch mehr zu essen, hatte ich die Wahl bei Konzerten zwischen totem Tier und meistens nichts. Damals wäre ich froh gewesen, wenn ich mal ne Veggie-Wurst (oh sorry, Wurst darf man ja nicht sagen, die muss ja immer aus Kadaver sein) gehabt hätte. Mit Glück gab es damals Laugenbrezeln.
Zitat von: Inkognito am 24. Mai 2024, 10:21:36Ich bin seit 16 Jahren Vegetarier und als ich damit anfing kein Fleisch mehr zu essen, hatte ich die Wahl bei Konzerten zwischen totem Tier und meistens nichts. Damals wäre ich froh gewesen, wenn ich mal ne Veggie-Wurst (oh sorry, Wurst darf man ja nicht sagen, die muss ja immer aus Kadaver sein) gehabt hätte. Mit Glück gab es damals Laugenbrezeln.
Witzig. Bei mir genauso lang.
Ist ja heute teilweise immer noch so. DÄ im Kölner Stadion 2022. Gefühlt 20 Bratwurstbuden und immerhin eine einzige von Veganz. Hat mich überrascht und gefreut und natürlich direkt eine geholt. Ich rechne heute immer noch damit, dass ich bei kommerziellen Veranstaltungen ab 1.000 Leuten nix essen werde.
Und es muss ja nicht mal ein Fleischersatzprodukt sein. Von mir aus einfach frittiertes Gemüse mit Knoblauchsauce oder sonst was.
Man stirbt übrigens nicht davon wenn man mal Vegan isst. Hab ich so gehört.
In vielen Backstage gibt es mittlerweile auch nur noch Vegan, und noch ist keiner von der Bühne gefallen deswegen ;D
Zitat von: sams am 24. Mai 2024, 09:21:22Ich stimme dir zu, das dieses Thema in den entsprechenden Bereich verschoben werden könnte...
Vielleicht liest das jemand und verschiebt die ganzen Beiträge ;)
ZitatDie Ökobilanz des Publikums von Großveranstaltungen im Freien ist schlecht: zu viel CO2-Emission, zu viel Müll, zu viel Energie, zu viel von allem. Umweltschutz, Fehlanzeige. Bands wie "Die Ärzte" wollen es besser machen.
https://www.3sat.de/wissen/nano/241014-sendung-die-aerzte-konzerte-und-nachhaltigkeit-passt-das-zusammen-nano-100.html
Zitat von: sylvia-bella am 15. Oktober 2024, 20:02:24https://www.3sat.de/wissen/nano/241014-sendung-die-aerzte-konzerte-und-nachhaltigkeit-passt-das-zusammen-nano-100.html
hier nochmal alle links zu 3sat
https://www.3sat.de/wissen/nano/241014-die-aerzte-nachhaltige-konzerte-und-barrierefreiheit-nano-104.html
https://www.3sat.de/wissen/nano/241014-die-aerzte-nachhaltige-konzerte-und-trockentoiletten-nano-100.html
https://www.3sat.de/wissen/nano/241014-die-aerzte-nachhaltige-konzerte-und-veggie-nano-100.html
https://www.3sat.de/wissen/nano/241014-die-aerzte-nachhaltige-konzerte-und-oekostrom-nano-100.html
ob man hier denn auch mal ein Endergebnis sehen wird?
Ich gehe nämlich davon aus das man das niemals "neutral" kriegt aber immerhin deutlich weniger Umweltschädlich
Zitat von: Gabumon am 16. Oktober 2024, 06:26:59ob man hier denn auch mal ein Endergebnis sehen wird?
Ich gehe nämlich davon aus das man das niemals "neutral" kriegt aber immerhin deutlich weniger Umweltschädlich
Was für ein Endergebnis erwartest du denn? Die Ziele des Labors sind ja auf der Website einsehbar: https://labor-tempelhof.org/ueber-das-projekt/
Und ja, es geht darum umweltfreundlichere Alternativen zum jetzigen Konzert-Erlebnis aufzuzeigen. Was andere Veranstalter*innen daraus machen ist dann deren Sache.
Ob deren Versuche wirklich was einsparen oder nur, nunja, heiße Luft sind
Zitat von: Gabumon am 16. Oktober 2024, 10:31:10Ob deren Versuche wirklich was einsparen oder nur, nunja, heiße Luft sind
Da wird, soweit ich weiß, das Guidebook entsprechend aktualisiert werden mit den Zahlen von diesem Jahr. Ansonsten sind die Ergebnisse der 2022er Konzerte ja hier einsehbar in den einzelnen Kategorien: https://guidebook.labor-tempelhof.org/
Beispiel:
Zitat"Rund 80 % des Publikums reiste mit dem Zug, dem ÖPNV, zu Fuß oder mit dem Rad an. Bei konventionellen Events liegt dieser Anteil bei rund 40 %7. Dadurch konnten rund 900 Tonnen CO₂-Emissionen eingespart werden."
Edit: gehört aber vielleicht eher in den Thread hier: https://forum.kill-them-all.de/index.php?topic=19057.msg386176#msg386176
Vorweg, die Antwort darf auch gerne in den entsprechenden Thread verschoben werden, und eigentlich frag ich mich gerade warum ich darauf überhaupt eingehe, da typischer Gabumon Fail. ::)
Aber wenn man keine Ahnung hat, einfach mal den Mund halten. Wie von gigarod gepostet, kann man alles wunderbar auf der Labor Tempelhof Seite nachlesen. Unter der Rubrik Guidebook ist wunderbar aufgelistet was "gut" und was vielleicht noch verbesserungswürdig ist.
Wenn ich so Kommentare lese wie sinngemäß "vielleicht ja doch nur heiße Luft, ob das wirklich was einspart?!" kommt es mir echt etwas hoch. Da machen sich eine Reihe von Menschen wirklich intensiv Gedanken über Monate bzw Jahre hinweg damit ein Gabumon wieder mal alles in Frage stellt.. es ist echt unglaublich. ;D selbst wenn nur ein kleines bisschen (was ja nicht mal der Fall ist, es wurde ja wirklich "viel" erreicht) an umweltschädlichen Ressourcen eingespart werden konnte, ist damit schon viel erreicht. Aber für manchen ist das vielleicht auch zu hoch, hauptsache mal wieder ein bisschen negative Vibes verbreitet. ::)
80 Prozent reisten nicht mit dem Auto zur Arena.
Die Kehrseite von Großveranstaltungen ist aber, dass nicht 80 Prozent des Publikums auch aus der Stadt kommen.
Ich habe mir den Guide noch nicht angesehen, habe deshalb die Frage, ob auch die Anreisen der Besucher nach Berlin unter die Lupe genommen wurden?
Hier im Forum hat ja spontan noch ein User aus Amsterdam das Flugzeug nach Berlin genommen (was eh geflogen wäre). Wieviele sind denn extra aus München, Freiburg, Düsseldorf mit dem Auto nach Berlin gefahren? Gibt es dazu Erhebungen?
Nichtsdestotrotz finde ich es super, dass sich viele Leute Gedanken machen und einen neuen Weg einschlagen. Wir haben schon zuviel und zulange Raubbau an der Erde betrieben.
Zitat von: Seelenfaenger am 16. Oktober 2024, 11:34:1580 Prozent reisten nicht mit dem Auto zur Arena.
Die Kehrseite von Großveranstaltungen ist aber, dass nicht 80 Prozent des Publikums auch aus der Stadt kommen.
Ich habe mir den Guide noch nicht angesehen, habe deshalb die Frage, ob auch die Anreisen der Besucher nach Berlin unter die Lupe genommen wurden?
Hier im Forum hat ja spontan noch ein User aus Amsterdam das Flugzeug nach Berlin genommen (was eh geflogen wäre). Wieviele sind denn extra aus München, Freiburg, Düsseldorf mit dem Auto nach Berlin gefahren? Gibt es dazu Erhebungen?
Nichtsdestotrotz finde ich es super, dass sich viele Leute Gedanken machen und einen neuen Weg einschlagen. Wir haben schon zuviel und zulange Raubbau an der Erde betrieben.
Wie gesagt, gehört mMn. verschoben.
Im Guidebook schreiben sie auch unter "Was geht besser":
- Daten-Erfassung der Art der An- und Abreise statt Modellierung aufgrund von anonymisierten Ticket-Verkäufen.
- Ungenaue Datenlage zum Anreiseverhalten des Publikums. Mobilitätsverhalten beim Publikum durch Umfragen vor Ort (zum Beispiel am Eingang via QR-Code) abfragen. Künstler*innen können durch Ansagen Awareness schaffen.
Heißt also, sie haben das hochgerechnet und nicht einzeln erfasst.
Wie du ja schreibst: neue Wege einschlagen. Das Labor bietet Denkansätze für andere Veranstalter*innen und gibt ja auch offen zu, dass z.b. beim Punkt Mobilität eine CO2-Kompensation gezahlt wurde um eine Neutral-Bilanz zu erreichen.
Ich kann nur empfehlen, das Guidebook mal durchzulesen und vielleicht zu überlegen wie diese Ergebnisse im eigenen Umfeld umgesetzt werden können.
Beispiele, die wenig Aufwand machen:
- Wenn die Firma das nächste Mal Shirts für die Belegschaft bestellt, einfach mal versuchen entsprechende Rohlinge zu nutzen und nicht die billigen 2€-Textilien aus unbekannter Quelle.
- Bahnticket statt Firmenwagen
- Trinkwasserspender und Mehrweg-Geschirr
- Ökostrom beziehen
und vor allem, und das find ich halt super gelöst vom Guidebook: Keine "Zeigefinger-Politik". Es wird einfach aufgezeigt was man durch relativ einfache Änderungen auslösen kann und nicht verlangt dass jetzt "alle so zu leben/arbeiten haben".
Beiträge sind nun hier.
Zitat von: Seelenfaenger am 16. Oktober 2024, 11:34:15Die Kehrseite von Großveranstaltungen ist aber, dass nicht 80 Prozent des Publikums auch aus der Stadt kommen.
Daher ist das auch etwas schwierig z.b. auf Festivals umzumünzen wo die Leute aus allen Bereichen kommen
Zitat von: loft.concerts am 05. Juni 2024, 12:24:12Über den Veranstalter Loft Concerts, wird für ein dokumentarisches Filmprojekt zu Labor Tempelhof und den drei Konzerten von Die Ärzte, am 23., 24. und 25.8.2024, Menschen gesucht, die die Option des Sozialtickets nutzen und Lust haben, darüber zu erzählen.
Bitte meldet euch unverbindlich bei der Email Adresse beneficial@loft.de
War das jetzt die Doku über Menschen, die das Sozialticket genutzt haben?
ab 4:22 min
https://www.3sat.de/wissen/nano/241014-die-aerzte-nachhaltige-konzerte-und-barrierefreiheit-nano-104.html
Leider wurde nur über eine Person berichtet. Von "Peer" hat man lediglich erfahren, dass er sich das normale Tagesticket für 82 EUR nicht hätte leisten können. Was er von den Catering-Preisen und den Preisen für das DÄ-Merch hält und ob er sich da ausgegrenzt fühlt oder dennoch ein Shirt etc. gegönnt hat, fehlt mir.
Im Vergleich zu dem Raum, der dem Ideengeber Kiki Ressler gegeben wurde, war mir das zu wenig.
Da es sich bei den Tempelhofkonzerten um Modelversuche handelt, wird man die genauen Zahlen wohl nie erfahren.
Es soll dargestellt werden was heute machbar ist und was noch zu verbessern wäre.
Schon im Vorfeld und auch bei den 3Sat Berichten klang ja durch, daß vieles sehr teuer ist. (z.B. Stromversorgung, kompostierbares Geschirr und vieles mehr)
Ob der Eintrittspreis alle Kosten gedeckt haben könnte man anzweifeln. Dies schreckt andere Veranstalter wohl ab.
Zudem fand man wohl auf dem Tempelhofer Feld optimale Bedingungen vor. (Stromversorgung, Anfahrtswege u.s.w.)
Auch zum Thema Anreise war Tempelhof ein Musterbeispiel. Da es im Umfeld auch ohne Konzerte so gut wie keine Parkplätze gibt, wurde natürlich der OPNV genutzt.
Anders sähe es wohl aus, wenn die Konzerte am Olympiastadion stattgefunden hätten. Da es dort wesentlich mehr Parkplätze gibt, würden auch viel mehr mit dem Auto anreisen.
Begrüßt hätte ich im übrigen auch, wenn bei den beiden Vorbereitungskonzerten in Berlin, die Tickets auch für die Nutzung des ÖPNV berechtigt hätten.
Wenn man sich Nachhaltigkeit und den Umweltgedanken auf die Fahne schreibt, warum dann nicht generell.
Ich finde es gut, wenn sich Leute über die Veranstaltungszukunft Gedanken machen und versuchen alles was möglich ist umzusetzen. Aber ob es auch wirtschaftlich umsetzbar ist, bezweifle ich.
Und noch höhere Eintrittspreise aufrufen ist nicht die Lösung.