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Instrumente/Technik von FU + Rod

Begonnen von mike_miles, 27. Mai 2007, 19:47:30

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gigarod

Zitat von: Antipathie am 28. August 2022, 06:32:24Edit: Und warum ist die Cab-Sim an? O_o

Warum nicht? Die Boxen auf der Bühne werden nicht abgenommen, oder?
Dementsprechend cab sim mit im Signal und dann über den Monitor Out die Boxen befeuern.

Antipathie

Zitat von: gigarod am 28. August 2022, 21:40:02Warum nicht? Die Boxen auf der Bühne werden nicht abgenommen, oder?
Dementsprechend cab sim mit im Signal und dann über den Monitor Out die Boxen befeuern.
Na, sind schon Mikros dran.



AKG 414 aktuell btw. Keine Ahnung, wieso die die zu jeder Tour auswechseln. Sind jedenfalls aktive Kondensator-Mikros.


gigarod

Zitat von: Antipathie am 29. August 2022, 01:17:55Na, sind schon Mikros dran.



AKG 414 aktuell btw. Keine Ahnung, wieso die die zu jeder Tour auswechseln. Sind jedenfalls aktive Kondensator-Mikros.


Ah ok. Naja, dann hat die Person am Mischpult halt mehr Auswahl. Du kannst am Profiler ja den Softbutton "Monitor Cab Out" aktivieren. Dann ist auf dem Monitor-Output grundsätzlich das Cabinet deaktiviert und auf dem Main-Output kannst Du es dann haben wie Du lustig bist. Nutze ich zumindest genau so.

Antipathie

Zitat von: gigarod am 29. August 2022, 07:54:53Ah ok. Naja, dann hat die Person am Mischpult halt mehr Auswahl. Du kannst am Profiler ja den Softbutton "Monitor Cab Out" aktivieren. Dann ist auf dem Monitor-Output grundsätzlich das Cabinet deaktiviert und auf dem Main-Output kannst Du es dann haben wie Du lustig bist. Nutze ich zumindest genau so.

Ist doch jetzt Spekulation, ob vom Kemper ein XLR-Kabel ins Mischpult geht, oder?

gigarod

Zitat von: Antipathie am 29. August 2022, 11:49:14Ist doch jetzt Spekulation, ob vom Kemper ein XLR-Kabel ins Mischpult geht, oder?
Klar, hätte ich vielleicht deutlicher machen können. Ist theoretisch halt eine Option. Wie es am Ende gemacht wird, kann nur der Tontechniker vor Ort wissen :)

Ricco

#365
Die Cabsim ist nicht bei jedem Sound an, trotzdem liegt am Mischpult sowohl Kemper- als auch Mikrosignal an, das weiß ich aus erster Hand. Ein Bekannter von mir hatte neulich bei DÄ im FOH zu tun.

Bei mindestens einem Berlin Tour Konzert gab es keine Mikros vor den Boxen, glaube das war das erste Konzert mit der großen Anlage. Bei den ersten beiden Clubgigs hatte er ja nur eine Mesa Boogie Mark V Combo gespielt, während Rod einen Line6 HX Stomp nutzte.

Was die Software angeht: Farin erzählte im Gitarre&Bass-Interview, dass er "seine Soundkette im Computer" hätte. Die Box, an der die Fußschalter angeschlossen sind, hat nur zwei Zahlendisplays und keine Bedienelemente (im Gegensatz zu der früheren Variante). Genaueres erfährt man von FUs Tech leider auch nicht, FU legt da Wert auf Diskretion. Aber die Box liegt vor seinen Füßen und das MacBook ist von ihm abgewendet, so dass nur sein Tech das während des Gigs sehen kann.

Aber ich sehe kein Problem mit der komplizierten Nummer. Farin hat doch seit mindestens 93 immer Sonderanfertigungen fürs Switching benutzt. Exef-Jochen hatte 2015 auch "gerade ein Projekt zur Steuerung von Kemper Amps" für Farin fertig gemacht (private E-Mail), das war kurz vor der FURT Tour damals. Das wird das wohl sein, denn seitdem kam die Box mit einer roten und einer gelben Digitalzahl zum Einsatz. Zudem könnte dadurch durchaus auch die Möglichkeit bestehen, dass der Guitar Tech Songs spontan reinwählen kann, man wäre somit flexibler. Aber das ist wirklich reine Spekulation.

Klar, hier basiert viel auf Herleitung, aber nix ohne Recherche und Zusammenhänge. ;D

Hier sieht man es übrigens auch nochmal. Ganz oben steht offenbar der aktuelle Song (Gute Nacht) und ganz unten der nächste (Noise), also der Beginn des Berlin-Toursets. Die linke (rote) Zahl auf der Box vor den Füßen zeigt offenbar "001", also vermutlich die Songnummer, was eben zu Gute Nacht auf dem Bildschirm passen würde.



Hier zeigt die gelbe Zahl die 080, was früher schon immer FUs Standardzerrsound war (Quelle: Meine Augen) und jetzt auf den Kemper Bildern als Rigname "FU 80" wieder aufgetaucht ist. Ich glaube da halt nicht an so viele Zufälle. 😬



Ich liebe Geartalk.

Antipathie

#366
Also erstmal allgemein meine Hochachtung für die viele Mühe, die du dir mit diesem Post gemacht hast. Hast mir eine große Freude beim Lesen bereitet :)

Zitat von: Ricco am 30. August 2022, 23:01:55Aber ich sehe kein Problem mit der komplizierten Nummer. Farin hat doch seit mindestens 93 immer Sonderanfertigungen fürs Switching benutzt. Exef-Jochen hatte 2015 auch "gerade ein Projekt zur Steuerung von Kemper Amps" für Farin fertig gemacht (private E-Mail), das war kurz vor der FURT Tour damals. Das wird das wohl sein, denn seitdem kam die Box mit einer roten und einer gelben Digitalzahl zum Einsatz. Zudem könnte dadurch durchaus auch die Möglichkeit bestehen, dass der Guitar Tech Songs spontan reinwählen kann, man wäre somit flexibler. Aber das ist wirklich reine Spekulation.

Ich würde gerne herausfinden, ob es da eine Speziallösung gibt, den Kemper via Ethernet oder USB zu steuern. Das würde nicht nur bei meiner selbstgebauten Lösung einiges vereinfachen (da man Midi komplett über Bord werfen könnte), sondern auch ein Tor für ganz viele andere tolle Ideen aufschlagen.
Da aber alles nach dem alten Schema durchnummeriert ist und er ja auch mehr als einen Kemper schaltet (wohl also Midi Thru oder einen Splitter verwendet) ist, liegt es auch nahe, dass die Rigs im Browse-Modus einfach Midi-Nummern zugeordnet sind, wie das geht, steht ja im Handbuch.

Das Synchronisieren zwischen Laptop und Fußgerät ist (vor allem im Fehlerfall oder kurzer Unterbrechung) nicht ohne. Du schaltest ein Rig weiter und der Rechner kriegt das nicht mit. Zeigt dir dann das Fußgerät das neue Rig an, ist alles hin, weil du nun zwei asynchrone Geräte hast. Zeigt es das vorherige Rig an, weil der Rechner das Weierschalten nicht mitgebkommen hat, dann braucht es vom Gerät zum Rechner schon eine zweidirektionale Kommunikation (Mein Tipp und meine gewählte Lösung, wenn auch zu einem Rackgerät und keinem Rechner, ist RS-485). Da das ein Macbook ist, brauchst du dann einen Adapter und dann natürlich die Software samt GUI und Logik. Und das halte ich für so speziell, dass ich mir schwer vorstellen kann, dass Probleme live dann von einem behoben werden können, der nicht tieferes Verständnis vom Gesamtsystem mitbringt. Klar...die Kette wird in Summe mehrfach vorhanden sein und dann Fußgerät, Macbook, Kabel etc. getauscht, dennoch.

Vielleicht denke ich zu kompliziert, aber diesen Zusätzlichen Aufwand für eine Anzeige auf einem Macbook erscheint mir irgendwie unnötig komplex. Da würde ich eher ein Design wählen, bei dem der Laptop halt auf die Signale mithört und danach halt versucht, eine Anzeige aktuell zu halten. Dazu passt jedoch nicht, dass die Signalkette im Macbook ist.

Dennoch: Dann wäre (und das war ein Grund für meine Wahl von diesem) der Performance-Mode wieder besser geeignet, weil du beim Performance-Wechsel (anderer Midi-Befehl) wieder einen Fixpunkt hast und dich nur im Kosmos dieser Performance bewegen kannst - hinzu kommt, dass das Gerät schneller umschaltet. Klar, du bist auf fünf Rigs limitiert, aber ich denke, das reicht in 99% der Fälle - mir ist selbst nach längerem Überlegen kein Song eingefallen, der das reißen würde.

Ich glaub, ich könnt langsam echt in dem Bereich arbeiten :D

1960

Es ist eigentlich nicht kompliziert, sonder sehr einfach... Der Laptop hat die Setlist und sendet die MIDI changes zum Kemper. Fertig.

Umsetzbar mit Apple Mainstage oder z.b. (wer Songs und Setlisten verwalten will) mit Camelot Pro.

Ricco

#368
Zitat von: Antipathie am 03. September 2022, 02:25:26Also erstmal allgemein meine Hochachtung für die viele Mühe, die du dir mit diesem Post gemacht hast. Hast mir eine große Freude beim Lesen bereitet :)

Ich würde gerne herausfinden, ob es da eine Speziallösung gibt, den Kemper via Ethernet oder USB zu steuern. Das würde nicht nur bei meiner selbstgebauten Lösung einiges vereinfachen (da man Midi komplett über Bord werfen könnte), sondern auch ein Tor für ganz viele andere tolle Ideen aufschlagen.
Da aber alles nach dem alten Schema durchnummeriert ist und er ja auch mehr als einen Kemper schaltet (wohl also Midi Thru oder einen Splitter verwendet) ist, liegt es auch nahe, dass die Rigs im Browse-Modus einfach Midi-Nummern zugeordnet sind, wie das geht, steht ja im Handbuch.

Das Synchronisieren zwischen Laptop und Fußgerät ist (vor allem im Fehlerfall oder kurzer Unterbrechung) nicht ohne. Du schaltest ein Rig weiter und der Rechner kriegt das nicht mit. Zeigt dir dann das Fußgerät das neue Rig an, ist alles hin, weil du nun zwei asynchrone Geräte hast. Zeigt es das vorherige Rig an, weil der Rechner das Weierschalten nicht mitgebkommen hat, dann braucht es vom Gerät zum Rechner schon eine zweidirektionale Kommunikation (Mein Tipp und meine gewählte Lösung, wenn auch zu einem Rackgerät und keinem Rechner, ist RS-485). Da das ein Macbook ist, brauchst du dann einen Adapter und dann natürlich die Software samt GUI und Logik. Und das halte ich für so speziell, dass ich mir schwer vorstellen kann, dass Probleme live dann von einem behoben werden können, der nicht tieferes Verständnis vom Gesamtsystem mitbringt. Klar...die Kette wird in Summe mehrfach vorhanden sein und dann Fußgerät, Macbook, Kabel etc. getauscht, dennoch.

Vielleicht denke ich zu kompliziert, aber diesen Zusätzlichen Aufwand für eine Anzeige auf einem Macbook erscheint mir irgendwie unnötig komplex. Da würde ich eher ein Design wählen, bei dem der Laptop halt auf die Signale mithört und danach halt versucht, eine Anzeige aktuell zu halten. Dazu passt jedoch nicht, dass die Signalkette im Macbook ist.

Dennoch: Dann wäre (und das war ein Grund für meine Wahl von diesem) der Performance-Mode wieder besser geeignet, weil du beim Performance-Wechsel (anderer Midi-Befehl) wieder einen Fixpunkt hast und dich nur im Kosmos dieser Performance bewegen kannst - hinzu kommt, dass das Gerät schneller umschaltet. Klar, du bist auf fünf Rigs limitiert, aber ich denke, das reicht in 99% der Fälle - mir ist selbst nach längerem Überlegen kein Song eingefallen, der das reißen würde.

Ich glaub, ich könnt langsam echt in dem Bereich arbeiten :D


Erstmal danke für die Blumen!

Ich verstehe nicht, wieso du voraussetzt, dass asynchrone Geräte möglich sind. Ich sehe da immer noch nicht das Problem mit der Box und einer bidirektionalen Verbindung, wenn die Anzeige softwaregesteuert ist. Also wieso du das als so großes Problem siehst. Ist halt ne Sonderanfertigung, für die FU wahrscheinlich ein paar Scheinchen hingelegt haben dürfte. ;D

Letztendlich wird wohl die Logik komplett im MacBook laufen, die Box vor den Füßen ist nur ein Interface, um die Fußschalter entgegenzunehmen und die Displays werden von der Software gesteuert. Das wird kein riesiges Hexenwerk sein, vor allen Dingen wenn man betrachtet, was von Exef sonst so gebaut wurde.

Aber was das Rig Management angeht: wenn ich das richtig im Kopf habe, dauerte das Wechseln zwischen den Performances immer länger. Sprich wenn ich in Performance 1, Sound 3 bin und auf Performance 5, Sound 4 umschalte, dann gab es zumindest früher eine deutliche Pause. Innerhalb der Performance gab es keine merklichen Pausen. Die Midi-Nummern sind im Performance Mode fest auf die Slots gelegt, soweit ich das noch weiß. Und ich fände es total bescheuert, einen "Standardsound" in X Performances abzulegen. Wenn du mal deinen Standardsound austauschen oder was ändern willst, musst du es gleich an unzähligen Stellen machen. In dem Fall ist der Browse Mode logischer.

Aber es ist halt auch so, dass nicht viele Gitarristen so arbeiten wie FU.

Edit: Es ist auch bei aktuellem Kemper OS weiterhin so, dass ein Performanceübergreifender Soundwechsel eine lange merkliche Pause bedeutet. Beim Browsemode gibt es zwar eine ganz kleine Verzögerung, aber die ist dann deutlich angenehmer und man kann das Umschalten trainieren.